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Malteser Aschaffenburg

Unvergessliche Erlebnisse: Pilger mit und ohne Behinderung aus ganz Unterfranken beim Papst

25.10.2018
Trotz Rollstuhl das Banner tragen in Sankt Paul vor den Mauern – für den Malteser Werner Neckermann aus Estenfeld (Landkreis Würzburg) eine ganz besondere Ehre. Geschoben wurde er von seinem Nachfolger in der Funktion des Fernmeldezugführers Joachim Gold
Mit dem Rollstuhl im Meer stehen und das Wasser spüren – die Malteser Christian Margraf (links) und Norbert Elfert (rechts, beide Abersfeld, Landkreis Schweinfurt) machen’s für Florian Hildebrandt aus Alzenau möglich.
40 fröhliche Pilger mit und ohne Behinderung in der Heiligen Stadt
Der mit 23 Jahren jüngste Teilnehmer Martin Hellfritsch aus Reichenberg trug voller Stolz das Malteserbanner
Hilmar Feser aus Hausen (Landkreis Schweinfurt) schüttelt dem Schweizer Gardisten am Eingang zur Sixtinischen Kapelle die Hand.
Auch das ist Malteser Romwallfahrt: Gemeinsam tanzen Busleiterin Christina Gold und Alexander Stierkorb aus Bieberehren (Landkreis Würzburg) beim Abschlussfest im Hotel.
Beim Gottesdienst in der Lateransbasilika mit dem Malteser Großmeister Fra' Gia-como Dalla Torre (links) waren Werner Herbig aus Estenfeld (vorne links) und Hildegard Fischer aus Würzburg (vorne rechts) als Ministranten dabei, geschoben von den Malteserinnen Gabriele Poßmayer (Unterpleichfeld, Landkreis Würzburg) und Marga Mock (Oberstreu, Landkreis Rhön-Grabfeld).

Unterfranken. In aller Frühe brachen 24 Pilger, davon 16 mit körperlichen Einschränkungen, sowie 16 ehrenamtliche Malteser, versehen mit dem Reisesegen von Bischof em. Friedhelm Hofmann für eine Woche nach Rom auf. Die Unterfranken waren Teil der größten deutschen Wallfahrt für Menschen mit Behinderung in die Ewige Stadt. Unterstützt von den Pflegekräften im Malteserteam konnten auch diejenigen, die zum Beispiel mit ihrem Rollstuhl Probleme mit Treppen und alten Kopfsteinpflaster-Wegen haben und die vor allem betreut oder gepflegt werden müssen, einmal eine wirklich große Reise machen. „Wir waren mit einem Spezialbus mit Hebebühne für Rollstuhlfahrer unterwegs und in Rom in einer behindertengerechten Pilgerunterkunft untergebracht“, erklärt Busleiterin Christina Gold von den Maltesern. Die zweitägige Anreise war zwar anstrengend, aber schon beim ersten großen Gottesdienst im Petersdom und dem Anblick der Sixtinischen Kapelle am gleichen Nachmittag vergessen. „Wir versuchen immer, ein schönes Programm zusammenzustellen, das die Teilnehmer aus ihrem Alltag holt“, berichtet die Busleiterin. Dazu gehören natürlich die Gottesdienste in den großen päpstlichen Basiliken in der Gemeinschaft mit den insgesamt über 800 Wallfahrern aus ganz Deutschland. Bei den Gottesdiensten ist es selbstverständlich, dass die Teilnehmer mit Handicap als Ministranten Dienst am Altar tun oder das Malteserbanner in die Kirche tragen. „Dass ich sowas noch erleben darf“, war ein oft gehörter Satz der Teilnehmer. Auch die Erkundung der Stadt mit ihrer langen Geschichte und vielen Sehenswürdigkeiten ist Teil der Wallfahrt, abendliches Picknick mit italienischen Köstlichkeiten auf der Piazza Navona inklusive. Ein Vormittag ist für einen Ausflug an den Strand von Ostia reserviert. „Als wir dann dort Rollstühle bis an die Wasserkante geschoben haben und die Rollstuhlfahrer die Füße in die Wellen halten konnten, war das ein so emotionaler Moment, dass wir alle feuchte Augen hatten“, erzählt Christina Gold. Absoluter Höhepunkt war aber sicher die Mitfeier der Heiligen Messe mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz am Mittwoch. Die Teilnehmer saßen mit ihren Rollstühlen in der ersten Reihe und hatten einen ungehinderten Blick auf Papst Franziskus. „Die Romwallfahrt ist immer eine der schönsten Wochen in meinem Malteserleben, wenn ich die große Freude in den Augen der Teilnehmer sehe“, ist Busleiterin Christina Gold auch Tage nach der Rückkehr aus der Heiligen Stadt begeistert.

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