Malteser verankern Rettungsdienst stärker auf Bundesebene / Markus Bensmann neuer Leiter Rettungsdienst
01.09.2010

Köln. Die Malteser verstärken mit einer Personalentscheidung das strategische Ziel, die Rettungsdienste stärker als bisher von der Bundesebene zu fördern. Markus Bensmann wird mit dem 1. September Nachfolger von Prof. Klaus Runggaldier, der den Rettungsdienst der Malteser zehn Jahre erfolgreich leitete und nun eine neue Aufgabe außerhalb der Malteser übernimmt. Der 42-jährige Bensmann hat seit dem Jahr 2000 als Geschäftsführer in den Diözesen Hamburg und Freiburg die Malteser Arbeit verantwortet und die dortigen Rettungsdienste geleitet.

Die wichtigste Aufgabe in seiner neuen Funktion für Markus Bensmann besteht darin, „die lokalen Malteser Strukturen zu unterstützen, wenn es um fachliche und rechtliche Herausforderungen im Rettungsdienst geht“, sagt er. Der Staats- und Sozialwissenschaftler setzt sich auch für die Vernetzung von professionellem Rettungsdienst und ehrenamtlichem Bevölkerungsschutz ein.

Mit 3.800  Rettungsdienstmitarbeitern und jährlich 600.000 Notfalleinsätzen (inkl. Krankentransport) an mehr als 190 Standorten gehört der Malteser Hilfsdienst zu den großen Leistungserbringern des deutschen Rettungswesens.

Als einziger Anbieter hatten die Malteser im Rettungsdienst in den vergangenen Jahren ein bundesweites Qualitätsmanagement nach ISO 9001 eingeführt und damit Standards in der rettungsdienstlichen Versorgung gesetzt.



Halbjahresbilanz Erdbeben Chile - Malteser: Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund

26.08.2010

Santiago de Chile/Köln.
Sechs Monate nach dem verheerenden Erdbeben in Chile sowie dem anschließenden Tsunami steht für die Malteser die Hilfe zur Selbsthilfe im Vordergrund.
In Chépica, einer 180 Kilometer südlich von Santiago de Chile gelegenen Stadt mit 14.000 Einwohnern, haben die Malteser Kleinstunternehmer durch den Wiederaufbau von Gebäuden und Werkstätten unterstützt sowie eine Ziegelfabrik und ein Gemeindezentrum mit Beratungsstelle für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wieder errichtet. Die zunächst ehrenamtlich arbeitende chilenische Malteser Psychologin, die sofort nach dem Erdbeben vor allem die psychosoziale Betreuung der traumatisierten Kinder übernommen hatte, wurde zwischenzeitlich auf Grund des hohen Bedarfs von der Gemeinde eingestellt.

Mehr als 70 Prozent der Kinder waren nach dem Beben aus Angst nicht wieder in die Schule gekommen. In Planung sind derzeit noch ein „Mercado Maltés“, ein Malteser Markt für 18 Kleinstunternehmer, damit diese ihre Geschäfte wieder aufnehmen können sowie Fertighäuser für die am schlimmsten betroffenen Familien, um die Zeit bis zum Wiederaufbau der eigentlichen Häuser überbrücken zu können.

In Tubul, 60 km südlich von Concepción, konzentriert sich die Hilfe auf die Fischer und Muscheltaucher, die durch den Tsunami ihre Boote und Ausrüstungen und damit ihre Lebensgrundlage verloren haben. Der Ort mit 3.000 Bewohnern war im Februar das am stärksten betroffene chilenische Dorf. Nach der Soforthilfe mit Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Kleidung sowie Zelten erhielten 71 Familien der lokalen Fischerkooperative Tauchausrüstungen für die Muschelernte.

In Lonchoche wird das Altenheim des chilenischen Malteser Hilfsdienst „Auxilio Maltés“, das sich zur Zeit des Erdbebens im Aufbau befand, repariert und neu errichtet. Bis Oktober soll das Altenheim für 30 Bewohner bezugsfertig sein.

Am Samstag, 27. Februar, hatte um 3.34 Uhr Ortszeit (8.34 Uhr MEZ) ein Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richterskala die Küste vor Concepción erschüttert und zusammen mit dem folgenden Tsunami mehr als 300 Menschenleben gefordert und rund 500.000 Menschen obdachlos gemacht.

Für ihre Arbeit in Chile sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:
Spendenkonto 120 120 120
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Stichwort: Chile
Online-Spenden: www.malteser-spenden.de



Pakistan: Medizinische Hilfe auch für Kohistan - Zwei Millionen Euro Projektvolumen

20.08.2010

Swat/Islamabad. Die Malteser weiten ihre Hilfe für die Flutopfer in Pakistan jetzt auch im Nachbardistrikt zum Swat-Tal, Kohistan, aus. „In dem Projektgebiet leben rund 50.000 Menschen, für die wir zusätzlich medizinische Versorgung zur Verfügung stellen werden“, so Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent von Malteser International.
 
Bereits in den vergangenen Tagen hatten die Malteser ihre Nothilfe ausgebaut und Nahrungsmittel, Trinkwasser sowie sogenannte Non-Food-Items und Hygiene-Kits im Swat-Tal für 2.800 Familien bereitgestellt. Aufgrund der zunehmenden Durchfallerkrankungen durch verseuchtes Wasser und die beengte Unterbringung der Flutopfer waren zudem Aufklärungsteams im Swat-Tal unterwegs, um die Menschen über die Gefahren im Umgang mit verschmutztem Wasser aufzuklären und über 1.000 Wasseraufbereitungstabletten, Elektrolytpräparate sowie Hygiene-Kits mit Seife und Handtüchern zu verteilen.
 
Die fünf medizinischen Teams der Malteser sorgen weiterhin auch in den noch nicht mit Geländefahrzeugen zu erreichenden Gebieten für die medizinsiche Behandlung der Opfer. „Dabei wird uns immer deutlicher, dass das wahre Ausmaß der Zerstörung im Swat-Tal noch gar nicht wirklich ermessen werden kann“, so Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter in Pakistan.
 
Da die lokalen Märkte derzeit noch Nahrungsmittel liefern können, geben die Malteser jetzt Schecks aus, damit die Flutopfer sich selbst versorgen können. Eine Ausweitung der Malteser-Hilfe auf den Punjab im Süden Pakistans, wird von den Ergebnissen eines Erkundungsteams der Malteser am Wochenende sowie von der WHO-Bestandsanalyse abhängen.
 
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan jetzt mit einem Projektvolumen von mehr als zwei Millionen Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Die Gelder setzen sich zusammen aus finanziellen Mitteln des Auswärtigen Amtes, des BMZ, der Vereinten Nationen sowie aus Spenden (eigene Spenden, Aktion Deutschland Hilft und Spenden aus dem weltweiten Netzwerk des Malteserordens).
 
Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben -  dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.
 
Blog und Aktuelles Bildmaterial aus Pakistan unter www.malteser-helfen.de
 
Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online: www.aktion-deutschland-hilft.de
 
Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit. Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org



Malteser: 19. August – Tag der humanitären Hilfe - Pakistanhilfe als Herausforderung

18.08.2010

Köln/Swat. Anlässlich des Tages der humanitären Hilfe am 19. August verweisen die Malteser auf die Grundprinzipien der humanitären Hilfe: Unparteilichkeit, Unabhängigkeit und Neutralität. „Die Pakistanhilfe ist das beste Beispiel dafür, welche Herausforderungen die Umsetzung dieser Prinzipien in der humanitären Hilfe mit sich bringen. Nur mit unabhängigen und vertrauenswürdigen Partnern im Land selbst, mit eigenem Personal und bewährten Kontrollmechanismen ist die Hilfe möglich“, betont der Programmleiter von Malteser International, Sid Peruvemba.

Aus dem Swat-Tal berichtet Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter: „Die schwere Unterernährung vor allem der Kinder nimmt mit jedem Tag zu. Die oberen Regionen des Tals sind noch vollständig von der Außenwelt abgeschnitten, es sind zu wenig Hubschrauber da, welche die Menschen erreichen könnten.“ Die medizinischen Teams der Malteser melden zunehmend Durchfall- und Hauterkrankungen besonders bei Kindern und Frauen. „Infektionen entstehen vor allem durch verunreinigtes Wasser, da die Hilfe noch nicht überall ankommt“, so Bühler. Neben Medikamenten helfen die Malteser vor allem weiterhin mit sogenannten „Non-Food-Items“ wie Schüsseln, Töpfen, Seifen und Handtüchern, um die hygienische Situation zu verbessern und weiteren Erkrankungen vorzubeugen.
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes und des BMZ versorgen sie die von den Fluten betroffenen Menschen. Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits. Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:

Aktion Deutschland Hilft,
Stichwort: Flut Pakistan
Spendenkonto 10 20 30,
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 102030 oder online unter www.aktion-deutschland-hilft.de



Pakistan: Malteser verstärken die Hilfe - mehr Personal, Medikamente und Lebensmittel/Effizienter Einsatz gesichert

17.08.2010

Swat/Islamabad. Angesichts der weiterhin dramatischen Lage in Pakistan verstärken die Malteser ihre Hilfe im medizinischen Bereich sowie in der Lebensmittelversorgung. „Wir werden bis zu 20 weitere einheimische Kräfte – Krankenschwestern, Hebammen und Ärzte einstellen, um noch mehr Menschen direkt helfen zu können“, so Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent der Malteser, der am vergangenen Sonntag nach einem 10-tägigen Einsatz aus Pakistan zurückgekehrt ist. Bis zum Ende der Woche sind dann für die Malteser drei internationale Mitarbeiter und 50 einheimische Kräfte im Einsatz.
 
Alexander Bühler, Malteser Mitarbeiter aus Hamburg, ist seit gestern im Katastrophengebiet und wird morgen von Islamabad ins Swat-Tal aufbrechen: „Derzeit prüfen wir, ob die lokalen Märkte noch genügend Lebensmittel anbieten, damit wir auch Geld an die notleidenden Menschen ausgeben können und somit eine bedarfsgerechtere Versorgung gewährleisten können.“ Damit folgt Malteser International den guten Erfahrungen und Empfehlungen, die man mit diesem sogenannten „Cash&Voucher-System“ bei vergangenen Katastrophen gemacht hat. Bühler, der auch in Camps in der Nähe von Nowshera war, in denen sich bis zu 40.000 Menschen, die alles verloren haben, aufhalten, berichtet: „Die Hitze ist unerträglich und die Kinder waschen sich in allem, was irgendwie nach Wasser aussieht und flüssig ist. Weitere Durchfall- und Hauterkrankungen sind da programmiert.“
 
Ein weiteres Problem ist die nächtliche Kälte in der unwirtlichen Bergregion. Immer mehr Kinder, Alte und Geschwächte müssen wegen einer Lungenentzündung medizinisch behandelt werden.
 
Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes leisten sie medizinische Versorgung für die von den Fluten betroffenen Menschen. Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits. Für all diese Hilfsmaßnahmen können die Malteser über den bedarfsgerechten und effizienten Einsatz der Gelder Rechenschaft abgeben - dies wird unter anderem durch unabhängige Wirtschaftsprüfer in Deutschland und in Pakistan untersucht und bestätigt und muss zudem den Geldgebern wie der deutschen Bundesregierung detailliert nachgewiesen werden.



Pakistan: Erster Cholerafall in Swat bestätigt / Mehr als eine Million für Nothilfe und Wiederaufbau

13.08.2010

Swat/Islamabad/Köln. Zusätzlich zu einem bestätigten Fall besteht bei sechs weiteren Patienten im Krankenhaus von Mingora im Swat-Distrikt ein Verdacht auf Cholera. Die medizinischen Teams von Malteser International werden die Gesundheitsbehörden in Mingora mit dem Ziel unterstützen, den Ausbruch einer Epidemie zu verhindern. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Maltesern dafür „Cholera Kits“ mit Medikamenten und medizinischem Material zur Verfügung gestellt.

Insgesamt engagieren sich die Malteser in Pakistan mit einem Projektvolumen von mehr als einer Million Euro in der Nothilfe und im Wiederaufbau. Mit Hilfe des Auswärtigen Amtes leisten sie medizinische Versorgung für die von den Fluten betroffenen Menschen. Drei Monate lang werden die Teams in drei Gesundheitszentren und in mobilen Kliniken im Swat-Tal Patienten behandeln. Die WHO unterstützt diese Arbeit unter anderem mit Mini Emergency Health Kits.

Weiterhin unterstützen die Malteser in den kommenden drei Monaten in Swat und in Kohistan 1.800 Familien, die alles verloren haben. Die Hilfsgüter werden im Moment vor Ort beschafft und von Malteser Mitarbeitern an die bedürftigsten Familien verteilt. Sie erhalten sowohl Nahrungsmittel, die vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert werden, als auch Nothilfegüter, finanziert vom Auswärtigen Amt.

Doch die Menschen in Pakistan brauchen auch nach dem Abklingen der Überschwemmungen Zugang zu einem gut funktionierenden Gesundheitssystem. Deshalb planen die Malteser den Wiederaufbau und die Ausstattung von mindestens drei Gesundheitszentren im Swat und wollen die Krisenreaktionsfähigkeit der bereits bestehenden stärken. Das Auswärtige Amt ermöglicht die Fluthilfearbeit der Malteser mit rund 233.000 Euro, das BMZ unterstützt die Nothilfe mit 380.000 Euro und stellt 255.000 Euro für Wiederaufbau zur Verfügung. Die medizinischen Sachspenden der WHO haben einen Wert von 200.000 Euro.


Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
Aktion Deutschland Hilft, Stichwort: Flut Pakistan
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Pakistan: Malteser mit mobilen Kliniken im Überschwemmungsgebiet im Einsatz - Impfungen und Behandlung akuter Durchfälle

09.08.2010

Swat/Köln. „Wir sind heute in Mingora, und unser medizinisches Team hat in den ersten zwei Stunden bereits 125 Menschen behandelt“, berichtet Dr. Jürgen Clemens, Pakistanreferent bei Malteser International und im Moment vor Ort in Swat. „Die Menschen hier leiden vor allem unter wässrigen Durchfällen und Hauterkrankungen, Cholerafälle können wir bisher zum Glück nicht bestätigen.“ Es sind vor allem die Frauen und Kinder, die im Moment zu den mobilen Kliniken kommen.

An 1.000 Familien, die als Patienten zu den mobilen Kliniken kamen, gaben die Malteser inzwischen jeweils zwei 10-Liter-Wasserkanister aus. „Gerade dort, wo es bereits Krankheiten gibt, ist die sichere Aufbewahrung von Trinkwasser lebenswichtig“, erklärt Clemens. „Es ist außerdem eine Priorität, die Kinder zu schützen, deren Immunsystem schwächer ist als das der Erwachsenen. Deswegen impfen wir die Kinder gegen Masern und Tetanus, wenn wir mit einer mobilen Klinik vor Ort sind und arbeiten dazu eng mit der pakistanischen Regierung, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderen Organisationen zusammen.“

Die Menschen in Swat können die regulären Gesundheitszentren im Moment nur schwer erreichen, da Wege und Brücken zerstört sind. Deshalb verstärken die Malteser ihre medizinische Hilfe durch mobile Kliniken. Wo behandelt wird, wird jeden Tag aufs Neue nach Bedarf entschieden. Clemens blickt in die nahe Zukunft: „Wir hoffen, in dieser Woche unsere Mitarbeiter so organisieren zu können, dass wir sogar an zwei Orten parallel mobile medizinische Hilfe anbieten können.“ Das deutsche Auswärtige Amt unterstützt die medizinische Arbeit der Malteser und Verteilaktionen von Hygienematerial und anderen Nothilfegütern mit über 230.000 Euro.

Die Malteser leisten im Swat-Tal medizinische Nothilfe für ein Einzugsgebiet von ungefähr 70.000 Menschen. Zusätzlich versorgen sie Familien, die sich im Bereich Islampur in Schulen geflüchtet haben, mit Trinkwasser. Die Malteser sind seit 2005 kontinuierlich in Pakistan tätig, seit August 2009 unterstützen sie zurückkehrende Binnenflüchtlinge aus dem Swat-Distrikt vor allem mit der Basisgesundheitsversorgung. Derzeit sind 25 nationale und zwei internationale Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.

Achtung Redaktionen: Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent bei Malteser International, steht in Pakistan für Interviews und Berichte aus der Katastrophenregion zur Verfügung. Vermittlung: 0221/9822-125

Bildmaterial aus den mobilen Kliniken ist verfügbar unter http://php.malteser.de/cpg133/thumbnails.php?album=277

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Pakistan auf:
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Malteser in den sächsischen Überschwemmungsgebieten im Einsatz
08.08.2010

In den Hochwassergebieten in Sachsen, mit Pegelständen von vier Metern über Normal, sind die Malteser mit über 70 Einsatzkräften aus Görlitz, Zittau und Dresden in der Evakuierung, Versorgung, seelsorgliche und psychosoziale Betreuung der Überschwemmungsopfer aktiv: http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57976-11.html Dabei betreuen sie auch alte und pflegebedürftige Menschen. Das meldet der Malteser Diözesangeschäftsführer für Dresden und Görlitz, Bernd Schmuck, am späten Sonntagnachmittag, 8. August. Zudem versorgen die Malteser die in den Flutgebieten tätigen Einsatzkräfte und wirken im Einsatzstab mit. "Wir erhalten großartige Hilfsangebote aus dem gesamten Bundesgebiet", berichtet Schmuck dankbar. Die Pegelstände sinken gleichmäßig, aber langsam. Der Einsatz dauert an.



Pakistan: Malteser versorgen über 1.000 Patienten am Tag - Deutschsprachiger Mitarbeiter vor Ort
06.08.2010

Islamabad/Köln. Die drei seit der Katastrophe im Swat-Tal aktiven Teams der Malteser versorgen mehr als 600 Patienten am Tag. Zusätzlich zur Arbeit in den Gesundheitsstationen versorgt ein viertes Team nun auch Verletzte und Kranke in mobilen Kliniken, die tageweise in den überfluteten Dörfern eingerichtet werden. „Wir sind sehr froh, dass wir in Swat sofort helfen konnten, da unsere medizinischen Teams schon vor der Katastrophe vor Ort waren und glücklicherweise keiner unserer Mitarbeiter direkt von den Überschwemmungen betroffen war“, berichtet Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent bei Malteser International, aus Islamabad. „Die Lage bleibt allerdings kritisch, da es weiterhin regnet“, warnt Clemens weiter.

„Die Gesundheitsstationen, von denen aus wir die Menschen auch jetzt behandeln, haben wir erst 2009 wieder instand gesetzt. Denn bereits seit August 2009 kümmern wir uns in Swat um die Basisgesundheitsversorgung der Menschen, die wegen der Kämpfe zwischen Regierungsgruppen und Taliban ihre Heimat verlassen mussten und im vergangenen Jahr wieder zurückkehrten,“ erklärt Dr. Branko Dubajic, Gesundheitskoordinator von Malteser International in Pakistan.

„Die Koordination mit anderen Organisationen und den pakistanischen Behörden funktioniert gut, im Vergleich besser als bei den vorhergehenden Katastrophen,“ berichtet Dubajic weiter. Durch ihre kontinuierliche Arbeit in Pakistan seit dem Erdbeben 2005 waren die Malteser von Anfang an in den Koordinationsgremien, die von den UN geführt werden, präsent. Inzwischen sind in Pakistan mehr als vier Millionen Menschen von den Überschwemmungen betroffen.

Die Malteser leisten im Swat-Tal mit vier Teams medizinische Nothilfe für ein Einzugsgebiet von 10.000 Menschen.  Zusätzlich bereiten sie die Versorgung von 200 Familien, die sich im Bereich Islampur in Schulen geflüchtet haben, mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln vor. Weiterhin verteilen sie an 2.000 besonders schwer betroffene Familien in den Distrikten Swat und Kohistan Hygienematerial und andere Hilfsgüter wie Kochutensilien und Plastikplanen.

Die Malteser sind seit 2005 kontinuierlich in Pakistan tätig, seit August 2009 unterstützen sie zurückkehrende Binnenflüchtlinge aus dem Swat-Distrikt vor allem mit der Basisgesundheitsversorgung. Derzeit sind 25 nationale und zwei internationale Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.



Pakistan: „Ausmaß der Katastrophe noch nicht absehbar“- Malteser weiten Hilfe in Swat und auf Kohistan aus

02.08.2010

Swat/Köln. Zusätzlich zur medizinischen Nothilfe für rund 10.000 Menschen im Swat-Tal werden die Malteser in den besonders schwer betroffenen Distrikten Swat und Kohistan an rund 2.000 Familien Grundnahrungsmittel - Mehl, Reis, Öl, Salz und Zucker – verteilen, um damit das Überleben für die nächsten drei Monate zu sichern. Außerdem erhalten die Familien so genannte „Family Kits“ mit Kochutensilien und Plastikplanen zum Schutz gegen den andauernden Regen. Das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützen die Fluthilfe der Malteser.
„Hygiene und sauberes Trinkwasser haben darüber hinaus hohe Priorität, um eine Verbreitung von Durchfallerkrankungen oder gar den Ausbruch einer Cholera-Epidemie zu verhindern“, erklärt Dr. Jürgen Clemens, Pakistan-Referent bei Malteser International. „Daher verteilen wir in Swat und Kohistan auch 2.000 Hygiene-Pakete mit Trinkwasserkanistern, Seife, Shampoo Waschmittel und Handtüchern sowie Zahnbürsten und Zahnpasta und Hygieneutensilien für Frauen. Vorsorglich beschaffen wir in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisationen auch mobile Cholera-Behandlungs-Sets.“
Mit drei Teams leisten die Malteser bereits medizinische Nothilfe im Swat-Tal. „Wir stehen im ständigen Austausch mit den lokalen Gesundheitsbehörden und behandeln die Patienten weiterhin in den drei von uns bereits seit August  2009 unterstützten Gesundheitszentren“, so Clemens. „Die Situation bleibt eine Herausforderung, denn das Ausmaß der Katastrophe ist noch gar nicht absehbar: Viele Orte können nur schwer erreicht werden, da alle Brücken über den Swat-Fluss weggespült wurden und viele Straßen überschwemmt oder unpassierbar sind. Darüber hinaus haben die Meteorologen weiteren Regen angesagt, wodurch die Zahl der Betroffenen weiter ansteigen wird.“
Die Malteser sind bereits seit 2005 in Pakistan tätig, seit Mai 2009 unterstützen sie Binnenflüchtlinge aus dem Swat-Distrikt vor allem mit der Basisgesundheitsversorgung für die in ihre Heimatdörfer zurückkehrenden Familien. Derzeit sind 25 nationale und ein internationaler Mitarbeiter vor Ort im Einsatz.

Die Malteser rufen zu Spenden für ihre Nothilfe in Pakistan auf:
Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Stichwort: Pakistan
Online-Spenden: www.malteser-spenden.de



Trauerfeier Loveparade - Auch die Helfer trauern und brauchen Hilfe

31.07.2010

Köln/Duisburg. Sie halfen im und am Tunnel von Duisburg - zur Trauerfeier sind sie wiedergekommen. Viele Sanitäter der vier Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst wollen mit den Angehörigen, Betroffenen und Besuchern trauern. 15 Malteser werden zum Beispiel in der Salvatorkirche Platz nehmen. Wie Helfer von allen Hilfsorganisation, Feuerwehr und Polizei hat die NRW-Staatskanzlei sie zum Gottesdienst eingeladen.

Mehr als zwei Drittel derjenigen Malteser, die vergangene Woche Dienst auf dem Güterbahnhof-Gelände leisteten, sind heute nach Duisburg gekommen. Bei der Loveparade haben sie reflexartig professionell geholfen, doch dann kamen die Fragen: nach dem Warum, dem eigenen Handeln in höchster Anspannung, nach dem "wie sonst". Fragen, die sich allen stellen, die heute vor den Groß-Leinwänden stehen oder zum Tunnel pilgern.

Deshalb leisteten und leisten die Malteser, wie andere Hilfsorganisationen auch, vor allem psychologische Hilfe:

Zum einen durch die Unterstützung der Angehörigen von Verletzten: Teams der sogenannten Krisenintervention (KIT) und das Sanitätspersonal der Malteser standen Menschen bei, deren Angehörige in Duisburg verletzt wurden. In den ersten Stunden der Ungewissheit waren die Malteser bei den Angehörigen, bis die Verletzten gefunden waren.

Zum zweiten durch die Unterstützung von Hinterbliebenen: Malteser KIT-Helfer begleiteten Angehörige gemeinsam mit Notfallseelsorgern und Psychologen in den schwersten Stunden direkt nach der Katastrophe. Sie stützten die Angehörigen, als sie über den Tod ihrer Kinder, Enkel oder Partner informiert wurden. Bei der heutigen Trauerfeier werden Malteser KIT-Helfer wiederum im Einsatz sein, um Angehörige und Hinterbliebene zu begleiten.

Zum dritten halfen die Malteser Augenzeugen in der Panik: Die, die die Szenen am Tunnel miterleben mussten, wurden im ersten Schock begleitet. Ihre Sprachlosigkeit wurde mit einem Gesprächsangebot versucht zu lösen, um die Erlebnisse zu verarbeiten. Menschen, die besonders betroffen und schwer traumatisiert waren, leiteten die Malteser an Psychologen am Heimatort weiter.

Zum vierten kümmerten sich die Malteser um ihre eigenen Einsatzkräfte, die am vergangenen Samstag als Sanitäter oder Arzt Erste Hilfe leisteten: Einsatzkräfte brauchen zum Beispiel besonders den Austausch mit ihren Kollegen, die die Situation vor allem fachlich einschätzen, die Gedanken ihrer Kollegen verstehen können. Nach dem Einsatz wurden die Kräfte auf mögliche Reaktionen wie Unruhe, Schlaflosigkeit und Verspannungen hingewiesen. Danach können sie über die Hotline (0221) 98 22 828 jederzeit eine Einsatznachsorge erhalten. Dabei wird darauf geachtet, dass die Helfer vor Ort von psychologischen Fachleuten betreut werden. Helfer, die nach dem Einsatz nach Hause fahren, werden auch dort begleitet.

Zum fünften werden auch die KIT-Teams selbst betreut: Das Begleiten schwer seelisch belasteter Menschen ist für sie ebenfalls eine große Herausforderung. Sie können über eine Hotline die Hilfe ausgebildeter Psychologen in ihrer Stadt in Anspruch nehmen. Ziel aller Hilfsangebote für die Einsatzkräfte ist es, sie für den nächsten Hilfseinsatz zu stärken. Duisburg hat gezeigt, dass selbst aus einer großen Feier ein Einsatz auf Leben und Tod werden kann.



Pakistan: Mehr als 550.000 Menschen von Überflutungen betroffen - Malteser leisten medizinische Nothilfe im Swat-Tal

30.07.2010

Swat/Köln. Mit drei medizinischen Teams, die jeweils aus einem Arzt, einer Hebamme, einem Arzthelfer und einem Hygieneberater bestehen, leisten die Malteser Nothilfe für rund 10.000 von den schweren Überflutungen betroffene Familien im Swat-Distrikt. Außerdem werden die Teams Wasseraufbereitungstabletten und 1.000 Hygiene-Kits verteilen. Diese Kits enthalten unter anderem Zahnbürsten und -pasta, Seife, Shampoo, Handtücher, Trinkwasserkanister, Waschmittel sowie Hygiene-Utensilien. Die Helfer beraten die Hochwasser-Betroffenen über richtiges hygienisches Verhalten in Überschwemmungssituationen, um das Ausmaß von wasserinduzierten Erkrankungen wie Durchfall zu verringern. Die Fluthilfe der Malteser in Pakistan wird vom Auswärtigen Amt unterstützt.

„Die Gefahr, dass sich jetzt durch Wasser übertragene Krankheiten verbreiten oder im Extremfall sogar eine Cholera-Epidemie ausbricht, ist groß“, warnt Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes. „Die an sich schon schwierige Gesundheits- und Hygienesituation der Menschen wird durch die schweren Überschwemmungen noch verschlimmert. Viele Menschen haben kein Dach mehr über dem Kopf und sind von den Fluten eingeschlossen. Am härtesten trifft diese Katastrophe wie so oft die Armen, die in den Überflutungsgebieten leben.“

Es ist Monsunzeit in Asien, doch dieses Jahr sind die Regenfälle in Pakistan sehr viel heftiger als gewohnt. Allein in der Region Khyber Pakhtunkhwa sind laut UN mindestens 400.000 Menschen von den schlimmen Überschwemmungen seit 1929 betroffen. Die heftigen Regenfälle führten zu Überschwemmungen, die Häuser, Straßen und Brücken beschädigten und bereits mehr als 300 Menschen mit in den Tod rissen.

Malteser International ist seit dem Erdbeben 2005 in Pakistan aktiv. Neben Projekten zur Katastrophenvorsorge leisten die Malteser medizinische Hilfe für in das Swat-Tal zurückgekehrte Binnenflüchtlinge und engagieren sich für die Basisgesundheitsversorgung in den abgelegenen Regionen der Khyber Pakhtunkhwa Provinz. Zurzeit arbeiten dort ein internationaler und 25 lokale Mitarbeiter.

Die Malteser rufen zu Spenden für ihre Nothilfe in Pakistan auf:

Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Stichwort: Pakistan

Online-Spenden: www.malteser-spenden.de



Loveparade: Wie den Helfern geholfen wird - Nachsorge für die Malteser Einsatzkräfte

28.07.2010

Köln. Sie haben Hilfe geleistet, Blutungen gestillt, beatmet, reanimiert, aber allzu oft leider doch nicht helfen können, weil ihnen der Weg versperrt war: die Sanitäts- und Rettungskräfte der Malteser, die auf der Loveparade in Duisburg Dienst leisteten. Einen Dienst, der kein normaler war. Es ist wohl das Schlimmste, was einem Helfer passieren kann, nicht helfen zu können, dort wo seine Hilfe dringend benötigt wird.

Es treffen bei den Maltesern E-Mails von Loveparade-Besuchern ein, die im Unglückstunnel steckten oder deren Freunde dort waren. Sie wollen sich bedanken, für den Einsatz, die schnelle Hilfe. Dafür, dass die Sanitäter ihr Leben gerettet haben oder das ihrer Freunde. Es sind Mails wie die von Daniel B., der mit dem Lob für die Malteser aber auch beschreibt, wie dramatisch die Situation auf dem Festivalgelände in der Nähe des Tunnels war:
„DANKE. Ihr habt Euch selber in Gefahr gebracht, um zu retten...ohne Euch wäre meine Freundin nicht mehr...ein Danke von ganzem Herzen...was wäre nur ohne Euch gewesen?“

Die Einsatzkräfte bekommen Unterstützung, um das Geschehen zu verarbeiten: Bereits Samstagnacht hat sich ein alarmiertes Malteser Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) um die Helfer gekümmert. Für die weitere und langfristige Betreuung an ihren Heimatstandorten stehen ausgebildete Kräfte bereit. „Helfer benötigen nach solchen Situationen auch Hilfe“, sagt Sören Petry, Bundeseinsatzleiter der Malteser für die Psychosoziale Notfallversorgung. Er weist auf die notwendige Ruhephase für Einsatzkräfte nach einem Einsatz wie in Duisburg hin.
„Was die Einsatzkräfte erlebt haben, war schlimm, eine Tragödie“, sagt er. Jetzt müssen sich die Helfer ausruhen und wieder zu Kräften kommen. Reaktionen wie nächtliche Unruhe, Verspannungen, die Zweifel an der Richtigkeit des eigenen Handelns seien jetzt normal. Jeder Mensch könne diese Reaktionen haben, sagt der Experte. Noch sind die Sanitäter und Rettungskräfte „voll mit Emotionen“. Rund 76 Stunden dauert diese Phase. Je nach Alter, Erfahrung und dem Erlebten kann sie aber auch nicht nur einige Tage, sondern bis zu drei Wochen dauern. Unmittelbar nachdem das Aufgewühltsein vorüber ist, setzen erste Reflektionen über das Geschehen ein: „Was habe ich getan, was konnte ich nicht tun?“

„Eine solche Tragödie, auch ein solcher Einsatz kann nicht ungeschehen gemacht werden“, sagt Petry. Duisburg gehört jetzt in die Biographie der mehr als 400 Einsatzkräfte, die allein die Malteser für die Loveparade stellten.
Die Sanitäter und Notärzte werden anders aus dem Strudel der Erlebnisse begleitet als Angehörige, die vom Tod ihres Partners oder Kindes erfahren. Sie brauchen eine Intervention in die plötzliche Krise.

Von Einsatzkräften wird Distanz zum Erlebten erwartet, weil ohne Distanz eine professionelle Hilfe unter hohem Druck nicht möglich ist. Jede Frau und jeder Mann, die oder der als Sanitäter zu einem Einsatz fährt, ob haupt- oder ehrenamtlich, weiß das. Deswegen rät Petry jeder Einsatzkraft, die Nachsorge-Angebote der Psychosozialen Notfallversorgung in Anspruch zu nehmen. Reden hilft, lautet der Grundsatz nach einem Einsatz. Durch das Gespräch mit kompetenten Kollegen, der Familie und Freunden, manchmal mit psychologischen Fachkräften, bauen sich die Helfer für den nächsten Einsatz auf. Aber alle beten, dass sie nicht noch einmal etwas erleben müssen wie in Duisburg.



Loveparade 2010: Politiker informieren sich über Gesundheitszustand der Patienten im Malteser Krankenhaus St. Anna
26.07.2010

Am Tag nach den dramatischen Ereignissen bei der Loveparade informierten sich Bundes- und Landespolitiker im Malteser Krankenhaus St. Anna über die medizinische Versorgung und den Gesundheitszustand der dort behandelten Patienten. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, NRW-Innenminister Ralf Jäger, Bundesjugendministerin Kristina Schröder und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla sprachen mit den behandelnden Ärzten sowie einem betroffenen Patienten, der bei der Massenpanik einen Unterschenkelhalsbruch erlitt.

Nach ihren Gesprächen mit den Ärzten und dem Patienten zeigte sich Ministerpräsidentin Hannelore Kraft tief bewegt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den Angehörigen der Verstorbenen und den Verletzten. Es muss jetzt eine strukturierte Aufarbeitung erfolgen, wie es zu dem Unglück kommen konnte, damit solche Katastrophen zukünftig verhindert werden.“

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger, selbst Duisburger, sprach seinen Dank an die vielen Helfer aus: „Das war ein sehr schwieriger Einsatz für alle Hilfskräfte. Neben den vielen Mitarbeitern in den Kliniken gilt unser Dank auch den vielen Helfern der Hilfsorganisationen, die zur medizinischen Versorgung der Teilnehmer bereits planmäßig 1.400 Einsatzkräfte aus ganz Deutschland nach Duisburg entsendet hatten. Nach der Alarmierung war eine Vielzahl an Rettungskräften vor Ort, um den Verletzten medizinische, aber auch psychologische Hilfe zu leisten.“

Die beiden Malteser Krankenhäuser in Duisburg versorgten knapp 100 Teilnehmer der Loveparade, die mit den unterschiedlichsten Verletzungen von Prellungen und Knochenbrüchen bis hin zu massiven Bauchtraumen eingeliefert wurden. Etwa 60 Patienten mussten stationär aufgenommen werden, davon sind aktuell noch zehn aufgrund ihrer schweren Verletzungen in den Malteser Krankenhäusern.

Auf den Einsatz hatten sich die beiden Duisburger Malteser Krankenhäuser gut vorbereitet: Mehr als 50 Mitarbeiter aus Medizin, Pflege, Logistik und Administration waren zusätzlich im Einsatz und die Kapazitäten der Notaufnahmen wurden durch Zelte deutlich erweitert. Nachdem die Medien über die eskalierte Situation berichteten, eilten auch viele Mitarbeiter, die nicht zum Rufdienst eingeteilt waren, in die Malteser Krankenhäuser und unterstützen ihre mit großem Einsatz arbeitenden Kollegen bis weit in die Morgenstunden.



Nach Duisburg: "Danke, ich war im Tunnel..."

26.07.2010

Debora Hallmann aus Lüdenscheid schreibt per E-Mail an die Malteser:
"Ich war im Tunnel, ich habe meine Freunde dort verloren, ich war alleine. Dank der Hilfe von Ihnen und anderen Organisation haben Sie für mich telefoniert und mir und meinen Freunden geholfen, uns wieder zu finden. Auch mit den Angehörigen zu Hause gesprochen und vom Telefon aus beruhigt! Ich kann gar nicht oft genug Danken! Sie haben mir ein kleines Licht, nach diesem Tag mitgegeben
!!!!DANKE für ihre tolle Arbeit"



Loveparade 2010: Malteser Krankenhäuser helfen bei dramatischem Verlauf
26.07.2010

Die Loveparade 2010, die ein friedliches Fest werden sollte, hat am Samstagabend einen dramatischen Verlauf genommen. Nachdem gegen 17.45 Uhr in der Karl-Lehr-Straße eine Massenpanik ausbrach, wurden die zahlreichen Verletzten in die umliegenden Duisburger Krankenhäuser gebracht.

Die Duisburger Malteser Krankenhäuser betreuten dabei kanpp100 Teilnehmer der Loveparade. Neben der medizinischen Versorgung betreuten Seelsorger in beiden Krankenhäusern die traumatisierten Patienten und deren Angehörigen psychologisch. Viele Leichtverletzte konnten von erleichterten Angehörigen abgeholt werden, die von den Mitarbeitern teilweise aus weiter Entfernung nach Duisburg gelotst werden mussten.

Das Malteser Krankenhaus St. Anna in Duisburg-Huckingen versorgte dabei neben den erwarteten Notfällen etwa 60 Teilnehmer der Loveparade. Knapp 30 Patienten mussten stationär im Krankenhaus bleiben, davon einige auf der Intensivstation. Die Intensivkapazitäten waren in der planmäßigen Vorbereitung auf die Loveparade für den Katastrophenfall deutlich erweitert worden. Die eingelieferten Patienten wiesen verschiedenste Verletzungen auf: Neben der Versorgung der Leichtverletzten, die zum Beispiel mit Verstauchungen und Prellungen eingeliefert wurden, mussten auch einige Brüche, zum Beispiel Gesichts- und Unterschenkelfrakturen, operiert werden.

Einige der Raver waren trotz des Hinweises mit ungeeignetem Schuhwerk auf dem Schotterplatz unterwegs, Schnittverletzungen waren die Folge. Daneben wurden auch Patienten mit erhöhtem Alkohol- und/oder Drogenkonsum eingeliefert. In der HNO-Ambulanz wurden weniger Patienten als erwartet behandelt. Ein Grund wird darin vermutet, dass viele Teilnehmer doch auf den Rat der Experten hörten und Ohrschutz verwendeten.

Das Malteser Krankenhaus St. Johannes-Stift in Duisburg-Homberg versorgte rund 30 verletzte Raver, darunter auch Schwerverletzte mit Rippenbrüchen und Bauchtraumen. Die häufigsten Diagnosen waren unterschiedlich schwere Quetschungen und Schnittwunden. Auch in Homberg mussten einige Patienten mit erhöhtem Alkohol- und/oder Drogenkonsum behandelt werden. Viel zu tun hatte auch die Klinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, die zahlreiche Verletzte nach Stürzen oder Schlägereien versorgen musste.

Für den Einsatz hatten sich die Malteser Krankenhäuser gut vorbereitet: Mehr als 50 Mitarbeiter aus Medizin, Pflege, Logistik und Administration waren zusätzlich im Einsatz und die Kapazitäten der Notaufnahmen wurden durch Zelte deutlich erweitert. Nachdem die Medien über die eskalierte Situation berichtete, eilten viele Mitarbeiter, die nicht zum Rufdienst eingeteilt waren, in die Malteser Krankenhäuser und unterstützen die vorhandenen Kollegen bis weit in die Morgenstunden.

"Der Verlauf der Loveparade ist schrecklich. Wir fühlen mit den Angehörigen der Getöteten und mit den vielen Verletzten“, sagt Professor Andreas Lahm, Klinikdirektor der beiden Krankenhäuser.


Malteser trauern um Opfer der Loveparade
24.07.2010

Duisburg. Mit großer Betroffenheit haben die Malteser auf die Toten und Verletzten während der Loveparade reagiert. Die Malteser trauern um die Toten. Unser Gebet gilt auch den Angehörigen der Opfer.

Nach ersten Angaben waren bei einer Massenpanik am Veranstaltungsort in Duisburg fünfzehn Menschen zu Tode gekommen, rund 80 verletzt worden.

Die Malteser, die  zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Arbeiter-Samariter-Bund den Sanitätsdienst  übernehmen, bemühen sich mit allen vor Ort verfügbaren Kräften um eine gute Versorgung von Verletzten und Hilfesuchenden. 



Loveparade 2010: Helfer einsatzbereit - Loveparade kann beginnen!
23.07.2010

Duisburg, 23. Juli 2010. Heute treffen mehrere hundert ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus dem ganzen Bundesgebiet in Duisburg ein, um ihre Kollegen von den Maltesern, den Johannitern, des DRK und des ASB in Duisburg beim Sanitätsdienst der Loveparade zu unterstützen. Alles ist vorbereitet für den Mega-Einsatz: Seit Wochen hat sich die gemeinsame Einsatzleitung der vier Hilfsorganisationen zusammen mit der Berufsfeuerwehr auf den großen rettungs- und sanitätsdienstlichen Einsatz bestens vorbereitet. Nicht nur medizinisches Fachpersonal wird gebraucht. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen unter anderem auch auch Funker, Kradmelder, Techniker und Logistiker. Unter der Federführung der Malteser sorgen insgesamt etwa 1.300 Sanitäter und Ärzte der Malteser, der Johanniter des DRK und des ASB für die sanitätsdienstliche Versorgung der Loveparade-Besucher. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die an diesem Einsatz teilnehmen werden in verschiedenen Schulen und Jugendherbergen in Duisburg untergebracht.



Malteser, DRK, Johanniter und ASB gemeinsam für die Loveparade
20.07.2010

Duisburg.
Nach der Einigung mit dem Veranstalter ist es jetzt amtlich. Zur Loveparade am 24. Juli 2010 stellen die vier Hilfsorganisationen Arbeiter –Samariter- Bund (ASB), Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und der Malteser Hilfsdienst (Malteser) die sanitätsdienstliche Betreuung sicher. Alle vier Hilfsorganisationen ziehen während der Loveparade wie schon bei den Vorbereitungen an einem Strang. Der Malteser
Hilfsdienst hat die Federführung über den Sanitätseinsatz in enger Abstimmung mit der Berufsfeuerwehr Duisburg, die für den Rettungsdienst in der Stadt Duisburg verantwortlich ist, und dem Veranstalter übernommen und koordiniert unter sachkundiger Gesamtleitung von Markus Fischer (Malteser Hilfsdienst) das Vorbereitungs- und Einsatzgeschehen.

„Wir sind froh“, so Fischer, „dass wir eine gemeinsame Lösung gefunden haben, denn nur so ist dieses Riesenereignis sicher zu betreuen.“ Für die Sicherheit an der Strecke stehen mehr als 80 Spezialfahrzeuge der Hilfsorganisationen, über 1.200 Helferinnen und Helfer und 59 Notärzte bereit. „Dieser Einsatz“, unterstreicht Fischer, „stellt die größte Herausforderung an die vier Hilfsorganisationen in den vergangenen 50 Jahren dar“. Auf dem Veranstaltungsgelände und an den Zuwegen vom Hauptbahnhof zum Gelände werden die vier Hilfsorganisationen 30 Sanitätsstationen einrichten, von denen aus im Falle eines Falles schnelle und effektive Erste-Hilfe möglich sein wird.

Die Einsatzkräfte der vier Hilfsorganisationen kommen aus dem gesamten Bundesgebiet nach Duisburg. Die meisten Helferinnen und Helfer haben bereits Loveparade-Erfahrungen in Berlin, Essen und Dortmund sammeln können.



Malteser mit guter Jahresbilanz - Mehr Helfer gegen die neuen Nöte

24.06.2010

Köln. „Immer mehr Hilfe wird gebraucht und wir leisten sie. Denn es gibt mehr Ältere, mehr Alleingelassene und mehr Sterbende ohne Familienanschluss“, kommentiert der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, die Jahresbilanz 2009 der Hilfsorganisation. So wuchs die Zahl der Besuchs- und Begleitungsdienste im Jahr 2009 bundesweit um zwölf Prozent auf 190, die Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiter stieg um 13 Prozent auf 2.150. Auch die ambulanten Hospiz- und Palliativangebote für sterbende Menschen stiegen von 80 auf 87 Standorte an. Hier halfen fast 2.400 ehrenamtliche Frauen und Männer schwerstkranken Menschen und ihren Angehörigen, das sind 100 Freiwillige mehr als ein Jahr zuvor. Insgesamt wuchs die Zahl der aktiven Ehrenamtlichen im Malteser Hilfsdienst um knapp acht Prozent auf 38.100.

Brandenstein-Zeppelin weiter: „Einsamkeit und Isolation nehmen zu. Diesen neuen Nöten begegnen wir.“ Viele Hilferufe der mehr als 65.000 Hausnotruf-Kunden der Malteser fänden nicht als Folge eines Unfalls oder akuter Gesundheitsprobleme statt. „Die Menschen rufen an, weil sie Angst haben, tagelang allein zu sein, ohne mit jemandem zu sprechen.“ Der Präsident berichtete vom guten Start des Malteserrufs, eines ehrenamtlichen Telefondienstes, der einsamen Menschen Kontakt und Aufmerksamkeit schenkt. Für den Malteserruf suchen die Malteser bundesweit Freiwillige.

Der wachsenden Zahl Hilfsbedürftiger steht nicht nur eine größere Anzahl Ehrenamtlicher gegenüber. Auch bei den spendenden Fördermitgliedern legten die Malteser zu. Mehr als 982.000 waren es zum Jahresende 2009. „Die Unterstützung in der Bevölkerung ist riesig. Das macht Mut“, fasste Brandenstein-Zeppelin die Entwicklung zusammen.

Im Ausland haben die Malteser Betroffenen von Armut, Krieg und Naturkatastrophen in 100 Projekten geholfen. Rund neun Millionen Menschen in 20 Ländern Afrikas, Asiens und Amerikas wurden durch Nothilfe und Prävention unterstützt. Schwerpunkt waren Länder Asiens und Afrikas, für die knapp 19 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden konnten.
Insgesamt erhielt der Malteser Hilfsdienst im vergangenen Jahr Spenden in Höhe von 63,5 Millionen Euro.



Malteser Verdienstorden "Pro Merito Melitensi" verliehen - Höchste Auszeichnung für Johannes Freiherr Heereman

19.06.2010

Köln/Kelsterbach. Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, ist heute mit dem Großkreuz des Verdienstordens "Pro Merito Melitensi" des internationalen Malteserordens für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Freiherr Heereman erhielt diese höchste Auszeichnung aus den Händen des Großmeisters des Malteserordens, Fra´ Matthew Festing, der die Bundesversammlung des Malteser Hilfsdienstes in Kelsterbach bei Frankfurt besuchte.

Der aus Rom angereiste Großmeister lobte das Engagement Heeremans für den Orden. "In Deutschland und in der Welt hat Freiherr Heereman mit der Bezeugung des Glaubens und der Hilfe für die Bedürftigen mehr als 30 Jahre Herausragendes geleistet. Besonders beeindruckt mich die deutsche Malteser Jugend: Mehr als 8.000 Mitglieder sind eine besondere Keimzelle für den Dienst am Nächsten. Das ist ein Beispiel für die Malteser in vielen anderen Ländern."

Die Bundesversammlung in Kelsterbach ist die letzte für Freiherr Heereman als Geschäftsführender Präsident. Zum Jahresende wird der 66-Jährige aus dem Amt scheiden. Seit 1976 hat er vielfältige Funktionen im Malteserorden und seinen Werken wahrgenommen: von 1976 bis 1978 als Diözesangeschäftsführer in Mainz, ab 1979 als Generalsekretär des Malteser Hilfsdienst e.V., dessen Geschäftsführender Präsident er seit 1982 ist.

Auf der Bundesversammlung berichtete der Vorstand den Delegierten über die gute Situation des Vereins. Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist auf fast 99.000 Mitglieder gewachsen, die Zahl der Fördermitglieder hat auf 982.000 zugenommen. In der dreißigjährigen Verantwortung Heeremans ist die Hilfsorganisation stark gewachsen. Neben den zahlreichen Leistungen im Inland wie Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz und Hospizarbeit, wurde die Auslandsarbeit ausgebaut. Heute werden Bedürftige in rund 100 Projekten in 20 Ländern durch Malteser International unterstützt. Die deutschen Malteser und Malteser International leisten Hilfe für weltweit zwölf Millionen Bedürftige.



Malteser eröffnen Verbindungsbüro in Berlin - Schnittstelle zwischen Hilfsorganisation und Politik

16.06.2010

Köln/Berlin. Am 16. Juni 2010 haben die Malteser ihr Verbindungsbüro in Berlin eröffnet. Damit ist die große deutsche Hilfsorganisation mit einer Verbindungsstelle in der Bundeshauptstadt präsent, welche die Belange aller Malteser Einrichtungen vertritt. Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg sprach als Hauptredner zu den rund 120 anwesenden Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Guttenberg bezeichnete das Ehrenamt als besonderes Kennzeichen der Malteser und gratulierte zur Eröffnung der Dependance in der Hauptstadt. Die Bundeswehr arbeitet mit den Maltesern bei der Betreuung von Bundeswehrangehörigen nach dem Auslandseinsatz zusammen. "Ich hoffe, dass sich die Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Maltesern weiter fortsetzt", sagte er.

Ziel des Malteser Verbindungsbüros ist es, Entscheidern in Politik und Verwaltung die umfangreichen Erfahrungen eines bundesweit agierenden Sozialunternehmens zur Verfügung zu stellen. Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienst e.V., sagte in seiner Eröffnungsrede: „Unser Verbindungsbüro wird für fundierte Antworten zur Verfügung stehen, anstoßen, Sachverhalte auch in anderem Licht zu sehen und unsere Erfahrung auch in politische Entscheidungsprozesse einbringen.“

In Hintergrundgesprächen und Kolloquien sollen Informationen aus der weltweiten Malteserarbeit für mehr als 12 Millionen Bedürftige sowie die Erfahrungen des Malteserordens einfließen und einen Beitrag dazu leisten, dass die Interessen und Anliegen einer Hilfsorganisation stärker als bisher gehört werden.

Eine Auswahl an Fotos finden Sie hier zum Download.


Public Viewing während der Fußball WM 2010 - Mit fünf Schritten sicher zur Großleinwand
10.06.2010

Köln. „Public Viewing“ gehört zur Fußball-WM wie das gute Wetter zum Sommer. Beides verbindet zwei Tatsachen: Gute Laune, viel Sonnen- und Spaßpotential auf der einen Seite. Leider aber auch viele Gefahren für die Gesundheit auf der anderen Seite.

Die Malteser zeigen, welche großen Risiken das Fußballschauen unter hunderten Mitfiebernden birgt und wie Fans sie meiden können. Denn: Nur wer sicher den Weg zur großen Leinwand und wieder zurück findet, hat wirklich Spaß!

Schritt 1 – Dem Sonnenstich vorbeugen: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit.
Der Kopf ist rot und heiß. Sich in den Schatten zu begeben, ist im Gedränge fast unmöglich. Passende Kappen und lustige Hüte beugen nicht nur einem gefährlichen Sonnenstich vor, sondern tragen oft auch zum Fan-Outfit bei.
Deshalb: Außer dem Fußballshirt für die richtige Kopfbedeckung sorgen! Ist der Sonnenstich bereits da: schnell in den Schatten, den Kopf erhöht lagern, Kopf und Nacken mit kalten Umschlägen kühlen, viel trinken! Anschließend zur Sicherheit einen Arzt aufsuchen.

Schritt 2 – Ein Sonnenbrand tut nicht nur weh, er erhöht auch das Hautkrebs-Risiko.

Gerade Kleinkinder und helle Hauttypen sind mit ihrer sensiblen Haut gefährdet. Ganz besonders dann, wenn sie unbewegt in den Massen der Fußballfans der Sonne ausgesetzt sind.
Deshalb: Sonnenschutzmittel verwenden, Schultern bedecken und Nase sowie Ohren besonders gut eincremen!

Schritt 3 – Mittendrin: Trockene Kehle und Kopfschmerzen sind unangenehm und sind nichts für den Fan, der seine Mannschaft ordentlich anfeuern will.
Alkohol ist als Durstlöscher nicht geeignet und verstärkt die Kopfschmerzen.
Deshalb: Ausreichend trinken, aber wenig Alkohol! Die Malteser empfehlen Wasser, Tee und Getränke, die wenig Zucker enthalten.

Schritt 4 – Schubsen und Drängeln ist nicht selten auf einer Großveranstaltung wie dem Public Viewing.

Wenn die Fans zusammen jubeln, zerbrechen häufig Gläser und es kommt schnell zu Schnittwunden oder anderen Verletzungen.
Deshalb: Durch festes Schuhwerk vorsorgen! Bei Verletzungen Ruhe bewahren und umgehend die örtlichen Sanitäter aufsuchen!

Schritt 5 – Public Viewing ist toll.

Genauso spannend, aber noch gesünder ist es, nach dem tagelangen Herumstehen, sich selbst zu bewegen.
Deshalb: Die sechs Fußball freien Tage der WM 2010 nutzen und selbst kicken!

Von der Eröffnungsfeier bis zum Finale werden die Malteser an vielen Spielstätten der WM 2010 im Einsatz sein.


“Fit in Fair Play”-Trophy 2010 verliehen - Schulen aus Hamburg, Hennef und Nürnberg ausgezeichnet
02.06.2010

Köln. Der erste bundesweite Schulwettbewerb „Fit in Fair Play“ 2010 hat die besten drei Schulkonzepte gegen Mobbing und Gewalt ermittelt und mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro ausgezeichnet. Den ersten Platz gewann die Hamburger Domschule St. Marien, Zweiter wurde die Gesamtschule Hennef/ Sieg und den dritten Platz belegte das Sonderpädagogische Förderzentrum Altdorf aus der Nähe von Nürnberg. „Fit in Fair Play“ ist ein Förderprojekt des Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD) und der Deutschen Eishockey Liga (DEL), das im Herbst vergangenen Jahres unter dem Dach der gemeinsamen Kampagne „Mensch, wir brauchen Dich!“ startete.

An jedem der 15 Standorte eines Eishockey-Erstligisten hatten sich Schulen mit einem Konzept beteiligt. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Maltesern und Eishockey-Clubs überlegten sich die Schüler, wie Mobbing und Gewalt verhindert werden können. „Gemeinsam Stark“, „Abenteuer Helfen“ und „Fair geht vor“ waren die drei Themen, in denen sich die Mädchen und Jungen engagierten. Während bei „Gemeinsam Stark“ die Sportler der Eishockeyclubs zum Zuge kamen und in gemeinsamen Aktionen den Schülern Teamgeist nahe brachten, verdeutlichten bei „Abenteuer Helfen“ die Malteser den Kindern die Notwendigkeit der Hilfe für Schwächere und förderten ihre soziale Kompetenz. In „Fair geht vor“ setzten die Schüler das Erlebte und Erlernte in eigene Aktivitäten um, etwa in Form von Nachbarschaftshilfen, Projekttagen oder Anti-Mobbing-Aktionen.

Eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Gesellschaft, Wirtschaft, Sport und Medien hatte die Vorschläge der Schulen bewertet. Die Kriterien waren unter anderem Quantität, Qualität, Kreativität und Nachhaltigkeit der Projekte sowie die Anzahl beteiligter Schüler. Schauspielerin Marie-Luise Marjan, Eishockey-Nationalspieler Christoph Ullmann, der Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, und RTL-Streetworker Thomas Sonnenburg überreichten die „Fit in Fair Play“-Trophy 2010 an die drei Erstplatzierten.. Marjan lobte die Vorschläge aller Schulen: „Es ist eine unglaubliche Vielfalt an Projektideen in diesem Schulwettbewerb eingegangen. Daher fiel es sehr schwer, den ersten, zweiten und dritten Platz zu bestimmen. Aber ich denke, wir haben eine faire Entscheidung getroffen", so die Schirmherrin.

Die Schulen im Einzelnen:

    * Hamburg Domschule, St. Marien: In der Kategorie „Gemeinsam stark“ spielten die Mädchen und Jungen  unter anderem mit Spielern der Hamburg Freezers auf dem Schulgelände Hockey. In der Kategorie „Abenteuer Helfen“ ließen sich die Schüler als Schulsanitäter ausbilden. In der Kategorie „Fair geht vor“ lasen Mädchen aus der neunten Klasse älteren Menschen im Seniorenheim jeweils montags etwas vor oder produzierten die Jugendlichen Kurzfilme zum Thema „Ausgrenzung und Anderssein von neuen Mitschülern“.

    * Hennef/Sieg, Gesamtschule: In der Kategorie „Gemeinsam stark“ entwickelten die Schüler unter anderem selbst gestaltete Plakate gegen Mobbing und Gewalt, die sie während des Besuchs des Kölner Haie-Stars und Nationalspieler Christoph Ullmann an der Schule zeigten. In der Kategorie „Abenteuer Helfen“ erhielten die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse eine Anti-Mobbing-Ausbildung. In der Kategorie „Fair geht vor“ drehten die Mädchen und Jungen eigene Videoclips, erarbeiteten Klassenregeln und stellten ein persönliches „Anti-Mobbing-Versprechen“ auf.

    * Altdorf b. Nürnberg, Sonderpädagogisches Förderzentrum: In der Kategorie „Gemeinsam stark“ diskutierte Rob Leask von den Nürnberger Ice Tigers im Englischunterricht mit den Schülerinnen und Schülern in seiner Muttersprache das Thema Gewaltprävention. In der Kategorie „Abenteuer Helfen“ ließen sich die Kinder der Klassen sechs bis acht unter anderem in Erster Hilfe ausbilden. In der Kategorie „Fair geht vor“ entwickelten die Schüler und Lehrer im Klassenverbund sozial-emotionale Fähigkeiten und führten in einer Klasse einen so genannten Klassenrat ein. In der Altdorfer Schule nahmen alle Schüler an den Veranstaltungen teil.

Neben den drei Bestplatzierten wurden sämtliche Beiträge der Öffentlichkeit vorgestellt und gewürdigt. Ob Rollenspiele und Comics der Hans Adlhoch-Volksschule Augsburg, der Fremdsprachenunterricht mit den Spielern der Straubing Tigers in der Jacob-Sandtner-Schule Straubing, das Soziallotsen-Projekt im Engelsburggymnasium Kassel, die Sockenaktion der Katholischen Theresienschule Berlin, die AG-Projekttage der Frh.-vom Stein-Schule Hannover, das Benefiz-Turnier zu Gunsten des kürzlich durch Gewalteinwirkung verstorbenen Eishockeyspielers Jens Kunkel im Fichte Gymnasium Krefeld, Kunstprojekte im Gymnasium „Koblenzer Strasse“ Düsseldorf, das Konflikttraining am Kölner Apostelgymnasium, der Hungermarsch des Walburgisgymnasiums Menden oder das Schulhofprojekt der „Geschwister-Scholl“-Hauptschule Mannheim – bei „Fit in Fair Play“ haben alle gewonnen.

Bereits mit Beginn des neuen Schuljahrs 2010/2011 soll „Fit in Fair Play“ fortgesetzt werden.


„Global Players“: Mit dem Papierflugzeug in die weite Welt - Ausstellung im Kölner Schokoladenmuseum zeigt Spielzeug aus Afrika
31.05.2010

Köln. Mit dem Hubschrauber dem Krieg entkommen, mit dem Flugzeug in die weite Welt fliegen, mit dem Ball den großen Fußballstars nacheifern – aus Müll basteln die Kinder Afrikas Spielzeug, das gleichzeitig Ausdruck ihrer Träume und Wünsche ist. „Es ist erstaunlich, wie Kinder Lehm, alte Badelatschen, Holzreste oder Bananenblätter liebevoll in kleine Kunstwerke verwandeln,“ Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes.

ARD-Korrespondentin Birgit Virnich hat das Spielzeug auf ihren Drehreisen durch Afrika gesammelt. Eine Auswahl zeigt die Ausstellung „Global Players“ im Schokoladenmuseum Köln, die am 3. Juni um 12 Uhr mit einem bunten Bühnenprogramm und musikalischer Unterhaltung von Wolfgang Niedecken sowie afrikanischen Künstlern eröffnet wird. Veranstalter ist die Kampagne „Gemeinsam für Afrika“ – ein Bündnis von 24 Hilfsorganisationen, das unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler auf die Chancen Afrikas und die Potenziale seiner Menschen aufmerksam macht und sich für bessere Lebensbedingungen auf dem Kontinent einsetzt.

Als Mitglied des Bündnisses präsentieren auch die Malteser im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung ihre Arbeit und Projekte in Afrika. Sie führen derzeit in vier Ländern Afrikas Projekte in den Bereichen Ernährung und Gesundheit durch. „Kinder sind eine wichtige Zielgruppe für uns, denn sie leiden häufig unter Mangel- und Unterernährung und sind daher besonders anfällig für vermeidbare Krankheiten wie Durchfall oder Malaria“, erklärt Heereman. „In unseren Einsatzländern unterstützen wir beispielsweise den Aufbau von Ernährungszentren, verteilen Saatgut und bieten Seminare zur Ernährungsberatung an. Hier informieren wir die Eltern, wie sie ihre Kinder richtig ernähren und dadurch gleichzeitig ihre Gesundheitssituation nachhaltig verbessern können.“

Die Malteser freuen sich daher auch über die am Montag, 24. Mai, in dem britischen Fachblatt "The Lancet" veröffentlichten Ergebnisse einer Studie des Institutes für Gesundheitsmetrik und Evaluierung (IHME) der Universität Washington (Artikel lesen: http://www.thelancet.com). Laut den Forschungen des amerikanischen Institutes ist die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren weltweit seit 1970 um 60 Prozent auf geschätzte 7,7 Millionen Sterbefälle im Jahr zurückgegangen. Ausgewertet wurden Informationen aus 187 Staaten aus den Jahren 1970 bis 2009. Die Fortschritte reichten zwar nicht aus, um das Millenniums-Ziel der Vereinten Nationen, die Sterblichkeit zwischen 1990 und 2015 um 66 Prozent zu verringern,  zu erreichen, geben laut den Autoren der Studie aber Hoffnung auf weitere Erfolge. „Diese Ergebnisse bestätigen uns in unserer Arbeit“, so Heereman. „Sie signalisieren aber auch, dass es wichtig ist, weiter zu machen. Denn trotz dieser erfreulichen Fortschritte ist die Kindersterblichkeit in vielen Ländern immer noch bedrohlich hoch.“

Für ihre Arbeit in Afrika sind die Malteser dringend auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto 120 120 120
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Verwendungszweck: Afrika

Weitere Informationen:

Projekte der Malteser in Afrika
http://www.malteser.de/61.Malteser_International/61.05.Projekte/61.05.02.Afrika/ald_projekt_liste.asp?region=1&sprache=1

Ausstellung „Global Players“:
http://www.malteser.de/61.Malteser_International/Gemeinsam_fuer_Afrika.htm


Freiwillige Verlängerung des Zivildienstes - Malteser begrüßen Einigung der Koalition
18.05.2010

Köln. Die Einigung der Koalition zur freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes wird von den Maltesern begrüßt. „Die Möglichkeit, den Zivildienst freiwillig um drei bis sechs Monate zu verlängern, ist wichtig. Wir hoffen, dass viele junge Männer von der Möglichkeit Gebrauch machen werden“, sagt der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Johannes Freiherr Heereman, in einer ersten Stellungnahme.

Der Wehr- und Zivildienst soll künftig auf sechs Monate verkürzt werden. Darauf hatten sich CDU/CSU und FDP im Koalitionsvertrag geeinigt. Die Malteser hatten daraufhin gefordert, dass Zivildienstleistende ihren Dienst freiwillig verlängern können. Die Dauer der fachgerechten Schulung steht nach Ansicht der Malteser in einer sechsmonatigen Dienstzeit nicht mehr im Verhältnis zur tatsächlich geleisteten Hilfe. Auch das Lernen sozialer Kompetenzen komme dadurch zu kurz. Bei den Maltesern sind derzeit rund 1.200 Zivildienstleistende engagiert – vor allem um Menschen mit Behinderungen zu fahren oder Älteren und Kranken eine warme Mahlzeit zu bringen.

„Viele Zivildienstleistende kommen während ihrer Dienstzeit auf den Geschmack und engagieren sich auch weiterhin für die sozialen Belange unserer Gesellschaft“, so Heereman. Diese Bereitschaft müsse gefördert werden. Die Kosten für den verlängerten Einsatz soll der Bund tragen. Die Malteser rechnen damit, dass rund 30 Prozent der Männer eines Jahrgangs freiwillig ihren Dienst verlängern.


ÖKT: Wetter schlecht, Einsätze normal, Ökumene vorbildlich - Malteser und Johanniter mit Einsatz zufrieden
18.05.2010

München. 
Alles im Griff hatten die Malteser und Johanniter beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010. Obwohl das Wetter mehr kalt und feucht als einladend war, konnten die Hilfsorganisationen ein zufriedenstellendes Fazit ziehen. „Wir hatten über 1.300 Versorgungen, die meisten waren dem nasskalten Wetter geschuldet, sowie grippale Infekte“, erklärt der Gesamteinsatzleiter Benedikt Liefländer von den Maltesern. Für den Einsatz hatten Malteser und Johanniter insgesamt gut 700 Einsatzsanitäter aus dem gesamten Bundesgebiet zusammengezogen. „München ist eine besondere Stadt, da kommen unsere Helfer gerne zu einem Einsatz zusammen“, erklärt Liefländer.

Dass der typisch bayrische weiß-blaue Himmel dieses Mal nur selten sein Gesicht zeigte, war für die Hilfskräfte kein Problem. „Wir haben uns schnell an das Wetter angepasst und kurzfristig rund 500 Liter heißen Tee vorbereitet“, so Liefländer. Wer unterkühlt in die Sanitätsstationen kam, wurde entsprechend versorgt. Neben den wetterbedingten Einsätzen gab es vor allem chirurgischen Bedarf, zum Beispiel Stürze, oder internistische Behandlungen. Die Hilfskräfte waren darauf gut vorbereitet. „Wir haben im gesamten Stadtgebiet 21 Sanitätsstationen eingerichtet. Alle waren mit Einsatzsanitätern und Notärzten besetzt. Darüber hinaus waren 35 zusätzliche Rettungswagen im Einsatz, um schwerere Fälle notfallmedizinisch zu versorgen“, erklärt Liefländer. Diese blieben zum Glück weitestgehend aus, was auch Benedikt Liefländer freute. „Die Kirchentagsbesucher haben sich sehr vorbildlich verhalten. Die meisten waren auf die widrigen Umstände gut vorbereitet.“

Gut vorbereitet waren die Malteser auch auf Menschen mit Behinderung. Die Hilfsorganisation hatte dazu extra einen Fahrdienst mit 50 behindertengerechten Fahrzeugen eingerichtet. „Wir haben mehr als 1.600 Personen zu den verschiedenen Veranstaltungen oder in ihre Unterkünfte gefahren“, sagt Michael Bauer. Der Einsatzleiter der Fahrdienste zeigte sich sehr zufrieden mit den Tagen in München. „Unser Ziel war es, dass auch Menschen mit Behinderung beim ÖKT mobil sind – das ist uns gelungen.“

Darüber hinaus haben sich die Jugendverbände der Malteser und Johanniter beim Kirchentag engagiert. Kinderbetreuung, Hilfe für Menschen mit Behinderung oder Umsteigehilfen am Hauptbahnhof – die Malteser und Johanniter Jugend konnte ein positives Fazit ziehen. „Wir haben knapp 700 Kinder betreut. Das Vertrauen in unser Team freut uns riesig“, erklärt Justus Pinker von den Johannitern.

Insgesamt war die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen sehr gut, wie auch Benedikt Liefländer bestätigt. „Malteser und Johanniter haben hier in München die Ökumene gelebt. Das war sehr vorbildlich. Genauso wie die Zusammenarbeit mit den Veranstaltern und Behörden. München war und ist für uns Malteser immer eine Reise wert.“

Der Sanitätseinsatz der Malteser und Johanniter in Zahlen

    * Helfer im Einsatz: 700 (Zweischichtsystem)
      o Davon mind. 90 Prozent ehrenamtlich
    * Anzahl Behandlungen: 1.402 (483 allgemein, 919 medizinisch)
    * Medizinische Behandlungen
      o 298 chirurgisch
      o 340 internistisch
      o Sonstige: 281
      o 69 Krankentransporte
    * Fahrzeuge
      o Bis zu 35 zusätzliche Rettungsmittel (Krankenwagen)

Die Malteser und Johanniter Jugend im Einsatz:

    * Helfer im Einsatz: 300
    * Kinderbetreuung
      o betreute Kinder: 684
    * Begleitdienst: 1272 Stunden (geleistete Betreuungsstunden)
    * Servicepoint
    * Umsteigehilfe Hauptbahnhof

Der Malteser Fahrdienst für Menschen mit Behinderung:

    * 758 Fahrten
    * 50 eingesetzte Fahrzeuge (behindertengerecht)
    * 1.718 beförderte Personen


Malteser geben neuen Ratgeber für Eltern heraus - Mehr Sicherheit fürs Kind
04.05.2010

Köln. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis, weiß wovon sie spricht, wenn es um das Thema Sicherheit für Kinder geht: „Gerade in den ersten Lebensjahren brauchen Kinder viel liebevolle Zuwendung und das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, damit sie sich entwickeln können“, schreibt sie im Vorwort des neu erschienen „Kinder-Sicherheitsbuches“ der Malteser. Die dreifache Mutter kennt die Sorge, „Balance zu halten zwischen Behüten, Vorsorgen und Loslassen. Schließlich ist vieles für Kinder durchaus nicht immer so ungefährlich“.

Kinder sind permanent in Bewegung und mit jedem Entwicklungsschritt vergrößert sich ihr Aktionsradius. Sie brauchen lange, bis sie ein Gefühl für die Gefahren entwickeln und sich entsprechend verhalten. Deshalb ist es Aufgabe der Eltern, den damit verbundenen Risiken vorzubeugen. Wie Eltern Gefahren erkennen und beseitigen und wie sie im Ernstfall ihrem Kind helfen, zeigt der Ratgeber „Das Kinder-Sicherheitsbuch“ (TRIAS Verlag, Stuttgart 2010). Herausgegeben wird das Buch von den Maltesern.

„Wichtig ist es, das richtige Maß zu finden: Was sind wirklich die häufigsten Gefahrenquellen im Alltag und was kann ich von meiner Seite aus beitragen, damit mein Kind sie unbeschadet übersteht oder vermeiden lernt?“, erklären die Autoren Dr. med. Ursula Sottong und Stefan Markus. Die Kunst besteht darin, den Kindern ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend eine sichere Umgebung zu schaffen, in der sie sich frei bewegen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln können.

Die meisten Kinderunfälle ereignen sich zu Hause oder in der Freizeit. Schon mit kleinen Mitteln können Gefahren im Haus gemindert werden. Wohnungseinrichtung, Elektroleitungen, Heißwasseranschlüsse, Gartenteiche – hier sollten Eltern an ausreichende Sicherungen denken. Zum vorausschauenden Denken und Handeln gehört auch, dass man weiß, was im Notfall zu tun ist. Sturz vom Sofa, Unbekanntes aus dem Garten gegessen oder Knopf in die Nase gesteckt: Wichtig ist, dass Eltern Notfallsituationen richtig einschätzen und entsprechend reagieren. Maßnahmen für den Ernstfall finden Eltern im „Kinder-Sicherheitsbuch“ – von Wadenwickeln über Druckverband bis hin zur Zeckenentfernung.

Die Autoren:

    * Dr. med. Ursula Sottong ist Ärztin, Gesundheitswissenschaftlerin und mehrfache Mutter. Sie leitet die Abteilung für Gesundheitsförderung und Prävention bei den Malteser Werken und ist verantwortlich für die Entwicklung von Programmen in diesem Bereich.
    * Stefan Markus ist Rettungsassistent und mehrfacher Pflegevater. Er ist Referatsleiter „Erste Hilfe“ im Generalsekretariat der Malteser und in dieser Funktion für die Konzeption der Breitenausbildung bei den Maltesern verantwortlich.


„Social Day“ mit den Maltesern - Unternehmen spenden Tatkraft und Know-how
03.05.2010

Köln. Die Malteser bieten zum zweiten Mal bundesweit den Social Day am 1. Oktober an. Firmen, die Mitarbeiter für diesen Freitag freistellen wollen, können sich unter www. malteser-socialday.de über mögliche Standorte und Konditionen informieren und bis zum 28. Mai anmelden.

Dieser Arbeitstag wird ein ganz anderer Arbeitstag, versprechen die Organisatoren: Wer beim „Malteser Social Day“ ein wichtiges soziales Projekt unterstützt, bekommt weit mehr zurück als er gegeben hat. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von mehr als 100 Unternehmen war das schon spürbar. Statt am Computer und in Besprechungen zu sitzen, haben sie tatkräftig Hand angelegt, um einem sozialen Projekt das Überleben zu sichern oder ihm einen Fortschritt zu ermöglichen. Ob der Bau einer Freilichtbühne für eine Schule, die Kinderolympiade in einem benachteiligten Stadtteil, Renovierung des Gruppenraumes einer Kindertagesstätte oder der Ausflug mit Bewohnern eines Altenheims in ein Museum – soziale und ökonomische Welt treffen sich und lernen voneinander. Manche Firmenmitarbeiter setzen für den guten Zweck auch ihr spezielles Know-how ein, etwa in einer Schulung von Betreuern eines Kinderhorts, damit sie mit den Kindern eine Hort-Zeitung erstellen können.

Die Malteser werden in Abstimmung mit den Unternehmen geeignete Projekte aus der Nähe suchen und die Arbeit mit unterstützen. „Helfen tut gut – allen Beteiligten! Das wollen wir mit dem Malteser Social Day und der Begegnung von Menschen, die oftmals sonst nicht viel mit einander zu tun haben, erfahrbar machen“, sagt Dr. Elmar Pankau, Vorstand des Malteser Hilfsdienstes e. V.  Bereits im Jahr 2003 haben einzelne der 700 Standorte der Malteser begonnen, mit dem Social Day eine Brücke für Unternehmen in soziale Projekte zu bauen.

Der Malteser Social Day bietet Unternehmen und Mitarbeitern eine ganze Reihe von Vorteilen: ihr Engagement wird sichtbar und der Erfolg innerhalb kurzer Zeit erlebbar. Außerdem lernen Geschäftspartner und Kunden das Unternehmen aus einer weiteren Perspektive kennen.


Hans-Peter Hoh neuer Finanzvorstand der Malteser - 46-jähriger Jurist übernimmt Amt zum 1. Mai
29.04.2010

Köln. Hans-Peter Hoh übernimmt zum 1. Mai 2010 das Finanzressort in den Führungsgremien der Malteser in Deutschland von Georg Schnelle, der für die Hauptgeschäftsführung der IHK für Oberfranken nach Bayreuth wechselt. Der 46-jährige Jurist Hoh ist verheiratet und verfügt über langjährige Erfahrungen als Finanzmanager in einem mittelständischen Unternehmen. Er folgt Georg Schnelle nach, der seit 2008 das Finanzressort in den Führungsgremien der deutschen Malteser verantwortete.

Der Geschäftsführende Präsident des Malteser Hilfsdienstes, Johannes Freiherr Heereman, dankte Schnelle für die gute Arbeit in den Zeiten hohen Kostendrucks im Gesundheitswesen und für seinen Beitrag zur Gesundung der MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH. Schnelle habe es auch geschafft, die unterschiedlichen Verwaltungsbereiche im Malteser Verbund zusammenzuführen.

Hans-Peter Hoh wird das Finanzressort für den Malteser Hilfsdiensst e.V. verantworten sowie in die Geschäftsführung der Deutsche Malteser gGmbH und der Malteser Hilfsdienst gGmbH berufen. Heereman freut sich über das neue Vorstandsmitglied: „Wir haben mit Hans-Peter Hoh einen erfahrenen und kompetenten Kollegen für das Finanzressort gewonnen.“

Als Jugendlicher wie auch als junger Erwachsener hat Hans-Peter Hoh aktiv Verbandsarbeit betrieben. Die beruflichen und ehrenamtlichen Fäden führt er mit seinem Engagement bei den Maltesern zusammen.


Malteser mit neuem Konzept zum Gesundheitsmanagement im Rettungsdienst - Fitness, Ernährung und erhöhte Arbeitssicherheit Thema auf der RETTmobil in Fulda
27.04.2010

Köln. Mit einer neuen Offensive werden die Malteser die Fitness ihrer Rettungsdienst-Mitarbeiter erhöhen. "Es geht uns darum, das Rettungsfachpersonal nicht nur inhaltlich, sondern auch körperlich auf diesen anspruchsvollen Beruf vorzubereiten und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten", betont Klaus Albert vom Malteser Hilfsdienst. Die Malteser stellen auf der in Fulda stattfindenden Fachmesse RETTmobil ihr neues Gesundheitsmanagement im Rettungsdienst vor, das neben Fitness auch Ernährung und Arbeitssicherheit enthält. Ab dem 1. Juli werden zunächst in Nordrhein-Westfalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rettungsdienst das neue Programm durchlaufen.

Fitness- und Ernährungspläne sollen dazu beitragen, dass die hauptamtlichen Mitarbeiter den hohen Anforderungen im Alttag noch besser gerecht werden. Schichtdienst über viele Jahre, große körperliche Belastungen beim Bewegen der Patienten, hohe Ausdauerleistung beim Einsatz in Hochhäusern sowie die psychischen Belastungen fordern Körper und Seele der Frauen und Männer in der Notfallrettung. Die Erhöhung des Renteneintrittalters auf 67 Jahre stellt den Rettungsdienst vor eine weitere Herausforderung. Aus der Sicht der Malteser geht es bei der betrieblichen Förderung gesundheitserhaltender Maßnahmen daher um weit mehr als um Waschbrettbäuche und glatte Gesichtshaut. "Wir wollen mit der Betonung von fachlicher Kompetenz, körperlicher Fitness und richtiger Ernährung einen Impuls zur weiteren Verbesserung des Rettungsdienstes geben", sagt Klaus Albert.

Während der 10. RETTmobil in Fulda (5. - 7. Mai 2010) präsentieren die Malteser in Halle D/ Stand 816 ihr aktuelles Konzept.



Malteser fordern die Möglichkeit der freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes

17.03.2010

Köln. "Mit der angekündigten früheren Verkürzung des Wehrdienstes muss es gleichzeitig die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung geben," so Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes.

Bei den Maltesern sind rund 1200 Zivildienstleistende im Jahresdurchschnitt beschäftigt. Haupteinsatzbereiche sind der Fahrdienst für Menschen mit Behinderung, der Menüservice sowie der Hausnotruf. Zivildienstleistende werden hier zu wichtigen Bezugspersonen für hilfebedürftige Menschen -  ein Wechsel nach nur sechs Monaten ist kaum zumutbar. Dennoch  wird dem Zivildienst bei den Maltesern eine hohe Bedeutung eingeräumt: "Als Lerndienst und oft einzige Möglichkeit, mit sozialen Aufgaben und Berufen in Berührung zu kommen, möchten die Malteser den Zivildienst erhalten," betont Heereman. Aktuelle Überlegungen der Politik, ein Modell der freiwilligen Verlängerung zu schaffen, werden daher von den Maltesern als dringend notwendig erachtet.



Erdbeben Haiti: Baby Jim Malte und Masterplan - Malteser Hilfe zwei Monate nach dem Beben
10.03.2010

Port-au-Prince/Léogâne/Köln. Am 12. März sind es zwei Monate her, dass in Haiti etwa 60 Sekunden Erdbeben mehr als 200.000 Menschenleben gefordert, ganze Städte dem Erdboden gleich gemacht und einer Million Menschen das Dach über dem Kopf geraubt haben. Besonders die Kinder, verletzt oder zu Waisen geworden, haben es den Malteser Helfern angetan. Helferteams der Malteser gehörten zu den ersten, die nach dem Unglück in Haiti vor Ort waren. Seitdem haben sie mehr als 7.000 Überlebenden der Katastrophe zuerst in Port-au-Prince, dann westlich der Hauptstadt in Léogâne und Darbonne medizinisch helfen können. Zudem versorgten die Malteser bisher über lokale Partner rund tausend Überlebende in Port-au-Prince und Léogâne, sowie 90 Waisenkinder eines komplett zerstörten Waisenhauses mit Lebensmitteln, Seife, Matratzen, Laken und anderen fehlenden Alltagsdingen. In Petit Guave liefern die Malteser in Kooperation mit ArcheNova sauberes Trinkwasser für 700 Familien. Im vom Erdbeben nicht betroffenen Norden Haitis, am Sacré-Cœur-Krankenhaus in Milot, das der Malteserorden schon seit Jahren unterstützt, geben die Malteser jetzt täglich tausend Essen an Erdbeben-Patienten, deren Angehörige und freiwillige Helfer aus.
 
Trotz der täglichen Konfrontation mit Elend und Traumata in vielfacher Form gibt es für das etwa 12 internationale Ärzte, Krankenschwestern, Logistiker und Administratoren sowie zahlreiche einheimische Helfer umfassende Malteser Team immer wieder Lichtblicke: Als kürzlich eine junge Mutter in der Malteser Ambulanz in Darbonne ihr Kind zur Welt brachte, nannte sie es zum Dank an die Malteser freudestrahlend Jim Malte
(Bild zum Download: http://www.malteser.de/90.Downloads/Jim_Malte.jpg
 - Foto: Westfälische Nachrichten / Jürgen Peperhowe).
 
In Miami haben sich jetzt die in Haiti engagierten Assoziationen und Einrichtungen des weltweiten Malteserordens getroffen, um ihre gemeinsame Hilfe im Sinne eines "Masterplans" abzustimmen. "Eine breite medizinische Basisversorgung über Gesundheitszentren und mobile Teams, Impfkampagnen, Angebote zur psychosozialen Betreuung, Zugang zu Trinkwasser, sanitäre Grundversorgung und selbstverständlich Armutsbekämpfung werden Schwerpunkte sein", berichtet Ingo Radtke, Generalsekretär von Malteser International. "Dabei arbeiten wir nicht nur für die Menschen in Haiti, sondern vor allem auch mit ihnen. Unser Ziel wird es sein, alle Kräfte des Ordens zu bündeln und unsere Hilfen für einen nachhaltigen Wiederaufbau des Landes langfristig in die haitianischen Strukturen zu integrieren.“



Weltfrauentag am 8. März: Malteser stärken Frauen in Vietnam durch Alphabetisierung
09.03.2010

Danang/Köln. "Endlich kann ich lesen und schreiben und ganz anders gegenüber Behörden und Händlern auftreten", erzählt But stolz. Die 34-Jährige ist Mutter von fünf Kindern und gehört zur ethnischen Gruppe der CaTu aus der abgelegenen zentralvietnamesischen Bergregion Tay Giang. Lachend fügt But hinzu: "Ich hatte immer Angst, dass mich die Händler täuschen. Aber jetzt weiß ich, welchen Preis ich wirklich bezahlen muss."

Gegen die Armut bei ethnischen Minderheiten wie den CaTu setzt Malteser International auf die Frauen und fördert weibliche Partizipation und Selbstbestimmung. Cordula Wasser, Malteser International-Referentin für Vietnam, kennt die schwierige Lage der Frauen dort: "Der Analphabetismus ihrer Frauen benachteiligt die CaTu nicht nur im Wirtschaftsleben, sondern lässt auch 50 Prozent ihres Entwicklungspotenzials ungenutzt – nämlich das der weiblichen Bevölkerung."

Alphabetisierungskurse sind ein Mittel zur wirtschaftlichen und sozialen Förderung der CaTu-Frauen. Sie gehen weit über das Erlernen von Lesen und Schreiben hinaus. Die Frauen diskutieren über für sie wichtige Themen und erstellen sogar kleine Aktionspläne zur Entwicklung ihrer Dörfer. Schritt für Schritt erhalten sie in ihrem Distrikt mehr Mitspracherechte. Jährlich absolvieren zwischen 140 und 200 Frauen diese Kurse und werden so zum Motor einer nachhaltigen Armutsminderung. 

Malteser International arbeitet bereits seit 1966 in Vietnam und engagiert sich seit 2005 in besonderer Weise für die Frauen der CaTu. 



Erdbeben Chile - Malteser Augenzeuge: Ein ganzes Dorf ist im Meer verschwunden /50.000 Euro für Soforthilfe
01.03.2010

Santiago/Köln. "Ich sah wie durch die Welle nur 45 Minuten nach dem Erdbeben ein ganzes Dorf im Meer verschwand", so berichtet ein Augenzeuge der Malteser aus Concepción. Malteser International steht in direktem Kontakt mit dem chilenischen Malteser Hilfsdienst "Auxilio Maltés" und prüft unterstützende Hilfsmaßnahmen. Nach Einschätzung von dessen Experten wird die Soforthilfe zwar zu einem großen Teil durch die chilenischen staatlichen und zivilgesellschaftlichen Strukturen gedeckt werden können, im nachfolgenden Wiederaufbau werden jedoch große Lücken auftauchen, die vor allem durch Nichtregierungsorganisationen gefüllt werden müssten. Hier stehen vor allem Kindergärten, Schulen, medizinische Zentren und Altenheime in den zu 95 Prozent zerstörten ärmeren Gebieten im Vordergrund. Die Malteser werden sich daher vor allem auf diese Aufgaben konzentrieren.

Malteser International hat zusammen mit dem lateinamerikanischen Netzwerk des Malteserordens schon bei vielen Katastrophen auf dem Kontinent helfen können, zuletzt beim verheerenden Erdbeben in Peru und den Überschwemmungen in Mexiko im Jahr 2007. Die damals initiierten Trainingsmaßnahmen für Malteser Personal in der Humanitären Hilfe und im Katastrophenschutz zahlen sich nun aus. So stehen beispielsweise Helfer zur Verfügung, die in der weltweit anerkannten Qualitätsinitiative "Sphere" ausgebildet wurden.

Am Samstag 3.34 Uhr Ortszeit (8.34 Uhr MEZ) hatte ein Erdbeben der Stärke 8,8 auf der Richterskala die Küste vor Concepcion erschüttert. Derzeit geht man von mehr als 700 Todesopfern aus. Eine Tsunamiwarnung galt zunächst für den gesamten Pazifikraum. Präsidentin Michelle Bachelet erklärte, das Beben sei "eines der fünf stärksten" in der Geschichte des Landes, von dem etwa zwei Millionen Menschen betroffen seien.

Die Malteser rufen zu Spenden für die Opfer des verheerenden Erdbebens in Chile auf:

Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),

Stichwort: Erdbeben Chile

Online-Spenden: www.malteser-spenden.de



Erdbeben Haiti: Drei Malteser wohlbehalten zurück / Medizinische Arbeit in Leogane

23.01.2010

Leogane/Düsseldorf/Köln. Am 22. Januar sind die ersten drei Einsatzkräfte der Malteser aus Haiti wieder wohlbehalten in Deutschland eingetroffen. Die Ankunft von Prof. Dr. Klaus Runggaldier, Dr. Andreas Mennewisch und Dr. Ralf Siepe um 15.30 am Düsseldorfer Flughafen nach acht Tagen Haiti-Einsatz war von starkem Medieninteresse begleitet. "Das eine oder andere Bild werde ich mitnehmen", antwortete Runggaldier auf die Frage, wie er die Situation in Port-au-Prince ausgehalten hat. "Die Dimensionen der Zerstörung sind unvorstellbar", berichtete der Leiter Rettungsdienst des Malteser Hilfsdienstes, konnte aber auch hinzufügen: "Wir haben Weichen gestellt für eine langfristige Aufbauarbeit."

Unter Leitung von Nothilfe-Koordinator Dr. Georg Nothelle, der mit den drei Rückkehrern zusammen ausgereist war, seinen Aufenthalt in Haiti aber für die Übergabe ans Folgeteam verlängert hat, unterstützen die Malteser in Leogane im Westen von Port-au-Prince ein Feldhospital. Dort sind aktuell drei aus Haiti stammende Ärzte und drei Krankenpflegekräfte im Einsatz. Die Malteser kooperieren dabei eng mit der Deutschen Botschaft vor Ort.


Erdbeben Haiti: Malteser starten medizinische Hilfe in Leogane/ "Gockel helfen Haiti" - bundesweit Malteser Spendenaktionen für Haiti
22.01.2010

Port-au-Prince/Leogane/Köln. Am Freitagmorgen Ortszeit, 21. Januar, startet ein deutscher Konvoi - koordiniert vom THW - von Port-au-Prince nach Leogane. Dr. Georg Nothelle, Nothilfekoordinator der Malteser, sowie das medizinische Team der Malteser (fünf aus Haiti stammende Ärzte und Krankenschwestern) errichten dort einen Gesundheitsposten. Auch die aus Deutschland eingeflogenen Emergency Health Kits werden nach Leogane gebracht. Die Malteser kooperieren eng mit der Deutschen Botschaft vor Ort.

"Gockel helfen Haiti": Unter diesem Motto bietet der Taununssteiner Carneval Verein gegen Vorlage einer Spendenquittung von 111 Euro für die Haiti-Hilfe der Malteser Sonderauftritte seiner zahlreichen Tanzgruppen an. Überall in Deutschland stoßen Malteser Aktionen von Unternehmen, Schulen und anderen Gruppen an  und engagieren sich selbst für Haiti. So sammeln - nach den Kölnern - nun am Samstag auch die Augsburger Maltesern beim Eishockey-Spiel ihrer Mannschaft für Haiti. In Geseke bitten die Malteser um Überlassung von Pfandflaschen, um das Pfand für Haiti einzusetzen, in Hövelhof schieben sie Einkaufswagen und in Dortmund demonstrieren die örtlichen Malteser am morgigen Samstag, 23. Januar, die Hilfe für die Erdbebenopfer an der Reinoldi-Kirche in der Innenstadt. Allein auf www.haiti-helfen.de sind schon mehr als 30 Aktionen dokumentiert.

Am Düsseldorfer Flughafen International werden heute die ersten Haiti-Rückkehrer der Malteser erwartet.


Malteser verstärkt in der Wundnachversorgung aktiv / Erste Rückkehrer morgen Nachmittag in Düsseldorf erwartet
21.01.2010

Port-au-Prince/Köln. "Selbst einfache Wunden werden durch die schlechten hygienischen Verhältnisse auch nach der ersten Versorgung zu einer Gefahr. Wir rechnen mit einer hohen Infektionsrate bereits primär versorgter Wunden und verstärken daher unsere Hilfe in diesem Bereich", berichtet Prof. Dr. Klaus Runggaldier, Rettungsdienstleiter der Malteser aus Port-au-Prince. Die beiden Emergency-Health-Kits mit Antibiotika, Medikamenten und Verbandmaterial, die gestern in Port-au-Prince eintrafen, hätten kaum später kommen dürfen, so Runggaldier. Weiteres internationales medizinisches Personal der Malteser wird heute Morgen Ortszeit in Haiti erwartet. Morgen, Freitag, 22. Januar, verstärkt ein erfahrener Gesundheitsexperte das Malteser Team: Der gebürtige Mainzer Dr. Alfred Kinzelbach reist aus Uganda an.

Die jetzt anreisenden Kräfte lösen drei der deutschen Experten ab. Prof. Dr. Klaus Runggaldier sowie die Notfallmediziner Dr. Ralf Siepe und Dr. Andreas Mennewisch werden morgen, Freitag, 22. Januar, um 14 Uhr 25 MEZ am Düsseldorfer Flughafen zurückerwartet. Dr. Georg Nothelle, Nothilfe Koordinator der Malteser, verlängert seinen Einsatz im Krisengebiet bis Mitte nächster Woche.

Vor dem Hintergrund des Nachbebens gestern Morgen um 6 Uhr 10 MEZ soll das Team in Haiti ein Erdbebenfrühwarnsystem erhalten.


Erdbeben Haiti: Malteser Angebot: Psychosoziale Unterstützung für rückkehrende Einsatzkräfte und Journalisten
20.01.2010

Port-au-Prince/Köln. "Unsere Helfer mussten laufend die schrecklichsten Bilder verarbeiten, die man sich nur vorstellen kann. Zerstörung, Leichen, Verwesungsgeruch. Ein 24-stündiger Horrorfilm, der nur durch das aktive helfende Engagement zu ertragen ist,“ fasst Sören Petry, Bundeseinsatzleiter der Malteser für Psychosoziale Notfallversorgung, die Erlebnisse der Malteser Einsatzkräfte in Haiti zusammen. Er wisse, wie belastend Katastropheneinsätze sein könnten, und betont, dass das, was die Helfer jetzt zum Teil im Krisengebiet sehen und erleben müssen, jede Vorstellungskraft übersteige. „Wir stehen für die Helfer jederzeit zur Verfügung, werden da sein, wenn sie zurückkommen, damit sie auf uns zukommen können,“ so Petry weiter. Das Angebot gelte selbstverständlich auch für Journalisten, bekräftigt der Experte.
 
Die Fachkräfte der Malteser sind in dem weltweit bewährten "Critical Incident Stress Management, CISM" ausgebildet. Symptome, die nach derart belastenden Einsätzen auftreten können sind: Schlafprobleme, Ruhelosigkeit und ständige Gedanken an den Einsatz sowie Reizbarkeit oder Veränderungen im Sozialverhalten, das Familie und Freunde bemerken. Gehen diese Reaktionen in zwei bis vier Wochen nicht zurück, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Auch hier lassen die Malteser Helfer nicht allein. Durch die Kooperation mit dem Berufsverband deutscher Psychologen, BDP, stehen speziell ausgebildete Notfallpsychologen bundesweit zur Verfügung. Die Koordination von Anfragen übernimmt das Generalsekretariat der Malteser in Köln.


Erdbeben Haiti:Malteser Hilfe verstärkt/ Medikamentenlieferung von Belgien aus eingetroffen
20.01.2010

Port-au-Prince/Köln. Das neunköpfige Malteser Team in Port-au-Prince hat seit gestern abend MEZ Verstärkung erhalten. Aus Santo Domingo kommend ist die Nothilfekoordinatorin Beate Maaß in Haiti eingetroffen. Sie wird nach einer Übergabe mit Dr. Georg Nothelle die Koordination vor Ort für drei Monate übernehmen. Die Malteser sind damit auf langfristige Hilfe eingestellt. Ebenfalls eingetroffen ist der Logistik Experte der Malteser, Cesar Russo, der zwei Emergency Health Kits nach Haiti gebracht hat. Derweil berichtet Prof. Dr. Klaus Runggaldier von den Erkundungs-Trupps: “Dr. Ralf Siepe hat mit einem Cousin des Gesundheitsministers zwei Krankenhäuser besucht und eine systematische Bestandsaufnahme erstellt: Es gibt viel zu tun, aber die Situation an diesen beiden Krankenhäusern normalisiert sich für haitianische Verhältnisse. Dr. Mennewisch ist als medizinischer Fachberater mit einer Delegation der deutschen Botschaft zur Erkundung in Leogane gewesen. Er kehrt tief beeindruckt und erschüttert zurück, da in der 200.000 Einwohnerstadt fast alles zerstört ist. Alleine dort wurden bereits 10.000 Menschen begraben (in Porto au Prince sogar schon 70.000 Menschen). In Leogane gibt es bislang erst drei Organisationen, die dort helfen, aber ebenfalls unvorstellbar viel Leid. Die OP-Pfleger der Malteser haben umfassend und direkt weiter im Krankenhaus Francois de Sales geholfen.“

Über COTEDO, eine Partnerorganisation aus der Dominikanischen Republik, starteten die Malteser die Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten an fünf Auffanglagern und Notfallkliniken am Rand von Port-au-Prince. Mehre tausend Erdbebenopfer erhalten so dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente. COTEDO schickt ein 25-köpfiges medizinisches Team in die Krisenregion, begleitet von der Malteser Expertin Annette Wächter-Schneider aus Berlin.

Weitere Verstärkung erhält das Malteser Team Ende der Woche von Dr. Alfred Kinzelbach. Der gebürtige Mainzer, reist aus Uganda an.


Erdbeben Haiti: Malteser befürchten: "Kaum Hoffnung für schwerverletzte Kinder" / Lebensmittel und Medikamentenverteilung an fünf Orten um Port-au-Prince
19.01.2010

Port-au-Prince/Köln. Prof. Dr. Klaus Runggaldier berichtet aus dem Krisengebiet: "Gestern konnte ein 10-jähriges nicht ganz so schwer verletztes Kind erfolgreich operiert werden. Für die schwerverletzten Kinder gibt es kaum Hoffnung." Seit Sonntag arbeiten die drei Ärzte der Malteser im Krankenhaus 'Franz von Sales' downtown in Port-au-Prince. Laut Runggaldier ist die Lage immer noch schwierig, aber eine grundlegende medizinische Versorgung sei zunehmend möglich. Dank der guten Vernetzung der haitisch-stämmigen Malteser Kollegen habe man mittlerweile einen Jeep und lokale Kommunikationsmittel.

Über COTEDO, eine Partnerorganisation aus der Dominikanischen Republik, starten die Malteser die Verteilung von Nahrungsmitteln und Medikamenten an fünf Auffanglagern und Notfallkliniken am Rand von Port-au-Prince. Mehre tausend Erdbebenopfer erhalten so dringend benötigte Lebensmittel und Medikamente. COTEDO schickt ein 25 köpfiges medizinisches Team in die Krisenregion.

Das von den Maltesern unterstützte Krankenhaus 'Sacré Coeur' im Norden Haitis ist mittlerweile an der Kapazitätsgrenze: Schwerstverletzte Erdbebenopfer werden mit Helikoptern in die Klinik gebracht. Fast bei jedem Patient stehe "Amputation Bein oder Amputation Arm", so die Ärzte.

In Köln bereiten die Malteser inzwischen die Ablöse für das vierköpfige deutsche Team vor. Aus Haiti stammende Chirurgen und Anästhesisten sowie ggf. Allgemeinmediziner und Gynäkologen sollen auf Vermittlung der amerikanischen Assoziation des Malteserordens noch diese Woche in Port-au-Prince eintreffen.

Informationen zur Malteser Hilfe: www.haiti-helfen.de


Erdbeben Haiti: Medikamentenlieferung der Malteser startet heute 19 Uhr ab Oostende/Belgien/ Heereman fordert langfristige Hilfe für Haiti
18.01.2010

Port-au-Prince/Köln. Am Montag, 18. Januar, startet mit Cesar Russo ein erfahrener Logistiker der Malteser um 19 Uhr von Oostende/Belgien nach Haiti. Er bringt zwei Emergency Health Kits in die Krisenregion, die dringend benötigte Medikamente wie Antibiotika, Wund- und Verbandsmaterialien sowie Schmerzmittel und Instrumente enthalten. Damit können die Malteser 20.000 Überlebende drei Monate lang medizinisch versorgen. Seit gestern arbeitet das medizinische Team der Malteser mit einem Chirurgen, zwei Notfallmedizinern und Anästhesisten sowie drei haitischstämmigen OP-Pflegern im fast völlig zerstörten Krankenhaus Francois de Sales. Prof. Dr. Runggaldier berichtet in den frühen Morgenstunden (MEZ): Endlich konnten wir Menschen direkt helfen und Leid mindern. Auch die Präzisierung eines Plans für ein nachhaltiges Tun über die ersten Tage hinaus nimmt konkrete und gute Formen an. Wir wollen das Krankenhaus weiter mit Leben füllen und wieder zu einer nutzbaren Einrichtung für die ärmste und mit am schlimmsten betroffene Bevölkerung downtown machen." Das zweite Team der Malteser ist zwischenzeitlich in Santo Domingo gelandet.

Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, fordert: "Angesichts der Tatsache, dass die UN diese Katastrophe als die schwerwiegendste überhaupt bezeichnet und angesichts der herrschenden Trauer darf die Welt Haiti nicht in zwei Wochen wieder vergessen. Wir alle müssen die Chance nutzen das Elend langfristig zu lindern. Damit die Toten nicht umsonst gestorben sind."


Erdbeben Haiti: Malteser Team startet chirurgische Operationen / Zweites Team fliegt 11.20 Uhr / Zusammenfassung Wochenende
17.01.2010

Port-au-Prince/Köln. Am Sonntag, 17. Januar, nimmt das medizinische Team der Malteser um 7 Uhr 30 Ortszeit die Arbeit in einem nicht ganz zerstörten Krankenhaus in Port-au-Prince auf. "Dr. Ralf Siepe wird die Notfallaufnahme steuern, Dr. Andreas Mennewisch übernimmt die Anästhesie und unser französischer Malteser Kollege ist Chirurg und führt die Operationen durch. Die drei aus Haiti stammenden Teammitglieder, die von den US-amerikanischen Maltesern entsandt wurden, sind OP-Pfleger," hat Prof. Dr. Klaus Runggaldier in der Nacht aus Port-au-Prince berichtet.

Das neunköpfige Malteser Team ist seit Freitagabend in Port-au-Prince. Aus der Krisenregion hatte Runggaldier, Leiter des Malteser Rettungsdienstes, per SMS mitgeteilt:

"Wir sind in der Stadt mit Autos unterwegs, auf der Suche nach Diesel. Selbst die Polizei hat keinen. Leichen überall auf den Straßen. Teile der Stadt komplett dem Mob gehörend. Versuchen auf den Airport zu kommen. Wollen dort unter Schutz der UN das Medicalteam aktivieren und Kommunikation sowie Versorgung für das Team sicherstellen. Chaos. Uns aber geht es soweit gut..."

Das Team hat sich jetzt aufgeteilt: Während die Mediziner im Krankenhaus arbeiten übernehmen Dr. Georg Nothelle, Nothilfe Koordinator der Malteser, und Prof. Dr. Klaus Runggaldier weiter die Logistik und bereiten den Start und den Aufbau einer Struktur vor: Unterbringung, Versorgung, Strom und Kommunikation. Auch versuchen sie, die Hilfe in das Gesamtsystem zu integrieren.

Am heutigen Sonntag, 17. Januar, fliegt ein weiteres Team der Malteser über Punta Cana in das Katastrophengebiet. Annette Wächter-Schneider und Beate Maaß ergänzen das medizinische Team der Malteser. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort. Die Krankenhäuser in der Grenzregion in der Dominikanischen Republik sind mittlerweile durch Erdbebenopfer aus Haiti überfüllt", berichtet Wächter-Schneider. Die Malteser planen auch hier medizinische Unterstützung.

Am Montag, 18. Januar, startet mit Cesar Russo ein erfahrener Logistiker der Malteser um 19 Uhr von Oostende/Belgien nach Haiti. Er bringt zwei Emergency Health Kits in die Krisenregion, die dringend benötigte Medikamente wie Antibiotika, Wund- und Verbandsmaterialien sowie Schmerzmittel und Instrumente enthalten. Damit können die Malteser 20.000 Überlebende drei Monate lang medizinisch versorgen.


Erdbeben Haiti - Erstes Malteser Team in Port-au-Prince: Treibstoffmangel --- Zweites Team fliegt am 17.1. um 11 Uhr 20 von Frankfurt FFM Flughafen/Medikamentenlieferung vorbereitet
16.01.2010

Port-au-Prince/Köln. Seit gestern abend ist das mittlerweile auf neun Köpfe angewachsene Malteser Team in Port-au-Prince. Dieses besteht aktuell aus vier Deutschen, zwei Franzosen und drei haitianisch stämmigen Kollegen.

Aus der Krisenregion berichtet Prof. Dr. Klaus Runggaldier, Leiter des Malteser Rettungsdienstes per sms:
"Wir sind in der Stadt mit Autos unterwegs, auf der Suche nach Diesel. Selbst die Polizei hat keinen. Leichen überall auf den Straßen. Teile der Stadt komplett dem Mob gehörend. Versuchen auf den Airport zu kommen. Wollen dort unter Schutz der UN das Medicalteam aktivieren und Kommunikation sowie Versorgung für das Team sicherstellen. Chaos. Uns aber geht es soweit gut....." Am Sonntag, 17. Januar, fliegt ein weiteres Team der Malteser über Punta Cana in das Katastrophengebiet. Annette Wächter-Schneider und Beate Maaß ergänzen das medizinische Team der Malteser. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort. Die Krankenhäuser in der Grenzregion in der Dominikanischen Republik sind mittlerweile durch Erdbebenopfer aus Haiti überfüllt," berichtet Wächter-Schneider. Die Malteser planen auch hier medizinische Unterstützung.
Am Montag, 18. Januar, startet mit Cesar Russo ein erfahrener Logistiker der Malteser um 19 Uhr von Oostend.


Erdbeben Haiti: Malteser: Zweites Team fliegt am 17.1. um 11 Uhr 20 von Frankfurt FFM Flughafen / Medikamentenlieferung vorbereitet
16.01.2010

Port-au-Prince/Santo Domingo/Köln. Am Sonntag, 17. Januar, fliegt ein weiteres Team der Malteser über Punta Cana in das Katastrophengebiet. Annette Wächter-Schneider aus Köln und Beate Maaß aus Bochum ergänzen das medizinische Team der Malteser, das in der Nacht in Port-au-Prince angekommen ist. "Wir stehen in ständigem Kontakt mit unseren Partnern vor Ort. Die Krankenhäuser in der Grenzregion in der Dominikanischen Republik sind mittlerweile durch Erdbebenopfer aus Haiti überfüllt," berichtet Wächter-Schneider. Die Malteser planen auch hier medizinische Unterstützung.

Abflug: 11 Uhr 20 ab Frankfurt Main Flughafen. Die Ankunft in Santo Domingo ist für Sonntagabend geplant.

Am Montag, 18. Januar, startet mit Cesar Russo ein erfahrener Logistiker der Malteser um 19 Uhr von Oostende/Belgien nach Haiti. Er bringt zwei Emergency Health Kits in die Krisenregion, die dringend benötigte Medikamente enthalten.

Parallel bereiten die amerikanischen Malteser Medikamentenlieferungen vor, die regional beschafft werden.


Erdbeben Haiti: Malteser Team in Santo Domingo gelandet / Malteser Bundesarzt: Seuchengefahr durch verschmutztes Trinkwasser, nicht durch Leichen
15.01.2010

Port au Prince/Santo Domingo/Köln. Heute morgen um 6 Uhr MEZ ist das vierköpfige Malteser Team in Santo Domingo gelandet. Eine weitere Verzögerung von sechs Stunden ergab sich, weil der Flieger von Newark, USA, nach Santo Domingo auf eine Hundestaffel warten musste. Nach einer kurzen Koordinierungsphase wird das Team Richtung Haiti starten – auf welchem Weg ist derzeit noch unklar.

Parallel bereiten die amerikanischen Malteser Medikamentenlieferungen vor, die regional beschafft werden. Unterdessen widerspricht der Bundesarzt der Malteser, Dr. Rainer Löb, Meldungen, die von Gefahr durch Seuchen wegen der Leichen im Katastrophengebiet berichten: „Eine Verbreitung von Krankheiten droht durch verunreinigtes Trinkwasser, jedoch nicht durch Leichen“, so der Mediziner. „Die Menschen sind durch Traumen gestorben, nicht an Infektionen. Keine wissenschaftliche Studie derzeit spricht für eine erhöhte Gefahr durch Leichen,“ erläutert Löb.

Der Mediziner betont, dass jetzt die Versorgung mit frischem Trinkwasser und Medikamenten besonders wichtig ist. Beim Umgamg mit den Toten sei das Abschiednehmen durch Angehörige wichtig, so weit möglich.


Erdbeben Haiti: Erstes Malteser Team abgeflogen - weitere Teams geplant
14.01.2010

Port au Prince/Düsseldorf/Köln. Das medizinische Malteser Team unter Leitung von Nothilfe-Koordinator Dr. Georg Nothelle ist am heutigen 14. Januar um 12.10 Uhr von Düsseldorf aus über Newark Richtung Haiti gestartet. Die ursprünglich für 10.55 Uhr vorgesehene Verbindung über Paris ist wegen des dortigen Fluglotsenstreiks kurzfristig ausgefallen. Begleitet wird Nothelle von zwei Notärzten und Anästhesisten sowie dem Leiter Rettungsdienst der deutschen Malteser. In Haiti wird das Team von drei Experten der französischen und zwei der US-amerikanischen Malteser verstärkt.

Nach der Landung in Santo Domingo wird das internationale Team dort vom Botschafter des Malteserordens in Haiti in Empfang genommen und nach Port-au-Prince geleitet. Erste Aufgabe des Teams wird die Sammlung von Informationen und die Abstimmung von Maßnahmen mit den anderen Hilfsorganisationen vor Ort sein. Und selbstverständlich werden sie selbst sofort ärztlich tätig werden. Der Einsatz des ersten Teams soll ca. eine Woche dauern, weitere Teams sind derzeit in Vorbereitung.

Unterstützung wird für den Malteser Einsatz auch von dem vom Malteserorden mitgetragenen Krankenhaus im Norden von Haiti erwartet. Mit 64 Betten, einer Kinderabteilung, einer Entbindungsstation, einer Ambulanzstation und mit einem modernen Labor ist es das einzige Krankenhaus in der nördlichen Region. Derzeit geht man von zehntausenden Todesopfern und bis zu drei Millionen Betroffenen aus. Aufgrund der ohnehin nur unzureichend vorhandenen Infrastruktur befürchten Experten Seuchen und Infektionen.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und rufen gemeinsam mit ADH zu Spenden für die Menschen in Haiti auf:

Aktion Deutschland Hilft,
Stichwort: Erdbeben Haiti
Spendenkonto 10 20 30,
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00

Spendenhotline: 0900 55 102030 oder Online: www.aktion-deutschland-hilft.de


Erdbeben auf Haiti: Malteser Hilfe läuft an 
13.01.2010

"Unsere Hauptstadt hat durch die Bodenerosion keinen stabilen Untergrund. Die auf den Hügeln gebauten Slums sind einfach in einer Schlammlawine komplett abgerutscht", berichtet Eduard Aime aus Port-au-Prince - und weiter: "Die stabilsten Gebäude wie der Präsidentenpalast, Ministerien oder die Kathedrale sind zerstört!" Am Dienstag um 22 Uhr 53 MEZ hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala die karibische Insel erschüttert.

Der Malteserorden unterstützt bereist seit Jahren ein Krankenhaus im Norden von Haiti, eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre. Mit 64 Betten, einer Kinderabteilung, einer Entbindungsstation, einer Ambulanzstation und mit einem modernen Labor ist es das einzige Krankenhaus in der Region.

Am 14. Januar startet ein medizinisches Team der Malteser um 10 Uhr 55 vom Düsseldorfer Flughafen aus nach Haiti. Zu der von Dr. Georg Nothelle, dem Nothilfe-Koordinator von Malteser International, geleiteten Expertengruppe gehören zwei Ärzte und ein Rettungsdienstfachmann. Französische Malteser entsenden ebenfalls ein Team und haben weitere Helfer in Bereitschaft. Des Weiteren sind US-amerikanische Malteserhelfer einsatzbereit.

Derzeit geht man von hunderten Todesopfern aus. Aufgrund der ohnehin nur unzureichend vorhandenen Infrastruktur befürchten Experten Seuchen und Infektionen - die Katastrophe nach der Katastrophe. Daher rufen die Malteser zu Spenden für die Betroffenen auf, die auch vor dem Erdbeben schon zu den Ärmsten der Armen zählten:

Malteser Spendenkonto 120 120 120,
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)

Stichwort: "Erdbeben Haiti"
Einfach online spenden: www.malteser-spenden.de
 



Erdbeben Haiti - Malteser Augenzeuge: Die Slums auf den Hügeln sind auf Schlammlawinen abgerutscht / Abflug medizinisches Team in Vorbereitung
13.01.2010

Port au Prince/Köln. "Unsere Hauptstadt hat durch die Bodenerrosion keinen stabilen Untergrund. Die auf den Hügeln gebauten Slums sind einfach in einer Schlammlawine komplett abgerutscht", so Eduard Aimé aus Haiti. Die stabilsten Gebäude wie der Präsidentenpalast, Ministerien oder die Kathedrale sind zerstört, berichtet Aimé weiter.

Derzeit bereiten die Malteser die Ausreise eines medizinischen Teams bestehend aus zwei Ärzten und drei Rettungssanitätern zur Unterstützung der Malteser auf Haiti. "Die Kollegen aus Haiti wissen, dass die medizinische Versorgung und auch die Versorgung mit Wasser, das überall verschmutzt ist, jetzt besonders wichtig ist", so Ingo Radtke, Leiter von Malteser International.

Der Malteserorden unterstützt ein Krankenhaus im Norden von Haiti, eines der ärmsten Länder der westliche Hemisphäre. Mit 64 Betten, einer Kinderabteilung, einer Entbindungsstation, einer Ambulanzstation und mit einem modernen Labor ist es das einzige Krankenhaus in der Region.

Am Dienstag um 22 Uhr 53 MEZ hatte ein Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richterskala die karibische Insel erschüttert. Derzeit geht man von hunderten Todesopfern aus.
 



Pandemievorsorge: Malteser Führungskräfte gehen mit gutem Beispiel voran Influenzaimpfung (H1N1/Schweinegrippe) in der Malteser Zentrale
06.11.2009

Köln. Mit gutem Beispiel voran gingen heute, 6. November 2009, Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der MTG Malteser Trägergesellschaft gemeinnützige GmbH, sowie Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, in Köln. Beide waren unter den ersten, die sich im Rahmen der Pandemievorsorge gegen die sogenannte Schweinegrippe impfen ließen. Auch Benedikt Liefländer, Bereichsleiter Notfallvorsorge, unterschrieb die Einverständniserklärung und nahm an der Schutzmaßnahme teil.


Technischer Sicherheitsstandard der Malteser Hausnotrufzentrale weiter erhöht - Rund um die Uhr Hilfe auf Knopfdruck
06.11.2009

Köln. Die Sicherheit der bundesweiten Malteser Hausnotrufzentrale in Oestrich-Winkel (Hessen) wurde durch die Verlegung eines Glasfaserkabels, das nun enorme Datenmengen zu einer zweiten Malteser Hausnotrufzentrale in Erbach transportiert nochmals verbessert. Fällt eine Zentrale aus, übernimmt automatisch die andere Zentrale die eingehenden Notrufe. Auch bei Ausfall des örtlichen Telefonnetzes ermöglicht die neue Technik, für die Kunden schneller da zu sein, da die Rufe an beide Standorte verteilt werden. Zudem kann auch ein ungeplant hohes Anrufvolumen durch das neue Kabel gemeistert werden, da mehr Rufplätze gleichzeitig zur Verfügung stehen. Die Sicherstellung einer funktionsfähigen Zentrale ist somit jederzeit gewährleistet, da beide Zentralen im Parallelbetrieb arbeiten.

Zu Hause wohnen bleiben trotz Alter und Krankheit, das ist der Wunsch vieler Menschen. Um jedoch auch sicher in den eigenen vier Wänden wohnen zu können sind ambulante Hilfeleistungen erforderlich. Durch den Hausnotruf ist es möglich rund um die Uhr Hilfe zu erhalten. Durch einen kleinen Funkfinger kann im ganzen Haus ein Alarm ausgelöst werden. Sofort wird dann eine Sprechverbindung zur Malteser Zentrale in Oestrich-Winkel hergestellt. Geschultes Personal leitet die notwendige und der Situation angemessene Hilfe ein. Dies kann die Alarmierung von Nachbarn, Angehörigen, dem Malteser Bereitschaftsdienst oder - bei medizinischem Notfall - die Alarmierung des Rettungsdienstes sein.
Der Anforderung, dass rund um die Uhr Hilfe 365 Tage im Jahr schnelle Hilfe eingeleitet werden kann, erfordert auf Seiten der Malteser höchste Professionalität und Vorausschau. 60.000 Hausnotrufkunden sind an die Zentrale der Malteser gebunden. Täglich gehen etwa 1.500 Anrufe ein; da ist technischer Höchststandard gefragt.

Weitere Infos zum Malteser Hausnotruf finden Sie unter  www.malteser-hausnotruf.de


Mehr Sicherheit bei der Personenbeförderung – DEKRA- Zertifizierung bestätigt bundesweite Qualitätssicherung des Malteser Fahrdienstes
06.11.2009

Köln.
Der TÜV und die DEKRA erteilen dem Fahrdienst der Malteser erstmalig bundesweit das Prüfsiegel „Sichere Personenbeförderung“. „Wir sind stolz auf die Zertifizierung durch die DEKRA, die unsere hohen Qualitätsstandards bestätigen und tägliche Sicherheit für unseren Kunden attestieren“, so Johannes Freiheer Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes.
Anhand zahlreicher Kriterien, wie zum Beispiel Fragen nach Ausbildung und regelmäßiger Schulung der Fahrer, Durchführung von Kundenzufriedenheitsanalysen oder Wartung der Fahrzeuge, werden die drei Bereiche Unternehmensorganisation, Fahrer und Fahrzeuge einer besonderen Prüfung unterzogen.

„Unsere Mitarbeiter gehen bei der Vergabe des Siegels äußerst genau vor. Als unabhängige Prüf- und Überwachungsorganisation freuen wir uns, die Qualität des Malteser Fahrdienstes mit unserem Siegel bestätigen zu können“, so Claus Döbber, NRW-Sprecher der DEKRA Automobil GmbH.

Bereits im April 2008 führten die Malteser das Qualitätssiegel als erste Organisation bundesweit im Bereich der Behindertenbeförderung zunächst in der Region Bayern/Thüringen ein, welches jetzt für den gesamten Fahrdienst in Deutschland ausgeweitet wird. Damit sind die Malteser einen wichtigen Schritt in der Qualitätssicherung für ihre Kunden gegangen. Zur Vertragsunterzeichnung und Bekräftigung der Zusammenarbeit trafen sich der Geschäftsführende Präsident der Malteser und Claus Döbber von der DEKRA am 6. November in der Kölner Zentrale.

Bundesweit führen die Malteser Fahrdienste jährlich mehr als sechs Millionen Beförderungen durch, wobei insgesamt rund 60 Millionen Kilometer zurückgelegt werden. Das entspricht ungefähr einer Entfernung von 186-mal von der Erde bis zum Mond.


Sumatra: Über 200.000 Häuser zerstört - Menschen brauchen dringend Notunterkünfte / Malteser helfen vor allem in ländlichen Gebieten
08.10.2009

Köln.
„Bei unserer Fahrt über die Dörfer fanden wir nur sehr wenige Häuser, die nicht zerstört waren“, berichtet Nicole Derbinski, Koordinatorin der Malteser Projekte in Indonesien, aus dem Erdbebengebiet. „Die Menschen brauchen dringend Notunterkünfte sowie Schlafmatten, Decken, Haushalts- und Hygieneartikel.“

Die Malteser helfen vor allem in den ländlichen Gebieten. „In der 16.000 Einwohner zählenden Gemeinde Pilubang im Distrikt Padang Pariaman nördlich von Padang sind 90 Prozent der Häuser zerstört und bisher ist dort noch kaum Hilfe angekommen“, so Derbinksi. „Die Regenzeit erschwert die Situation der Menschen zusätzlich.“ Deswegen werden die Malteser hier an 1.200 Familien 2.400 Plastikplanen, 1.500 Decken und Schlafmatten sowie 1.200 Hygiene- und 200 Küchensets verteilen.

In Vietnam geht die Hilfe für die Überlebenden des Tropensturms Ketsana weiter: Malteser Teams verteilen im Stadtstaat Danang und in den Küstengemeinden der Provinz Quang-Nam Hygiene-Kits für 10.900 Familien, Nahrungsmittel für 7.500 und Wellbleche für 1.300 Familien zur Reparatur ihrer Häuser. Weitere Hilfsmaßnahmen sind geplant für den Bergdistrikt Tay Giang, der von dem Sturm und den Überschwemmungen ebenfalls massiv betroffen ist. Bereits seit 1966 ist Malteser International in den Provinzen Quang-Nam und Danang tätig.

Das Auswärtige Amt unterstützt die Nothilfe der Malteser in Indonesien und Vietnam.
Zur Unterstützung der Nothilfe der philippinischen Malteser für die Überlebenden der Tropenstürme Ketsana und Parma hat Malteser International 10.000 EUR aus Eigenmitteln bereit gestellt.

Achtung Redaktionen: Nicole Derbinski, Koordinatorin der Malteser Projekte in Indonesien, steht für telefonische Interviews zur Verfügung. Vermittlung unter 0221/9822-125

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH) und bitten für die Fortsetzung der humanitären Hilfe für alle Betroffenen in Südostasien um Spenden:

Spendenkonto 102030
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00),
Kennwort:: Katastrophen in Südostasien


Für noch mehr Qualität - seit Oktober führen Malteser interne Audits im Menüservice und Hausnotruf durch
07.10.2009

Köln.
„Mit der regelmäßigen Überprüfung unserer Services wollen wir die gute Qualität unseres Menüservices und Hausnotrufs für unsere Kunden weiterhin garantieren“, sagt Dirk Hucko, Leiter für Soziale Dienste des Malteser Hilfsdienstes e.V.
Seit Oktober überprüfen die Malteser deshalb in regelmäßig stattfindenden, standardisierten Audits die Qualität des Menüservices und Hausnotrufs in ihren Dienststellen.

Am Prüftag selbst nimmt das Prüfungsteam die Dienste genau unter die Lupe: sie kontrollieren die Einhaltung der Qualitätsstandards, wie beispielsweise die Temperaturvorgaben und Hygienevorschriften der Menüs, die technische und soziale Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, sowie die technische Überprüfung der eingesetzten Hausnotrufgeräte. Sie machen sich ein Bild durch Gespräche mit Mitarbeitern und schauen vor allem im täglichen Geschäft genau hin. „Mit unserer langfristigen Qualitätssicherung wollen wir unsere Dienste kontinuierlich verbessern und so die Zufriedenheit unserer Kunden weiter ausbauen“, betont Hucko.

Der Malteser Hausnotruf mit über 60.000 Kunden und der Menüservice mit 3.900.000 Menüs im Jahr gehören zu den Kerndiensten der Malteser. Oft werden diese Services noch durch den Fahrdienst in einzelnen Städten ergänzt.

Über einen „Funkfinger“ sind die Kunden des Hausnotrufs im Notfall sofort mit der bundesweiten Hausnotruf-Zentrale der Malteser verbunden. Hier sind Tag und Nacht erfahrene Mitarbeiter im Einsatz, welche die Notrufe entgegen nehmen und sofort die notwendigen Rettungsmaßnahmen einleiten.

Mit ihrem Menüservice bringen die Malteser zudem allen Interessierten täglich ein warmes, leckeres Essen ins Haus. Die Menüs der Malteser werden nach neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen aus ausgesuchten Zutaten erstellt. Gesunde Ernährung im Alter – mit den Maltesern kein Problem.


Hilfe für Sumatra geht weiter: Malteser verteilen Hygieneartikel und bereiten Notunterkünfte vor
05.10.2009

Köln. Die Malteser haben zusammen mit ihrer lokalen Partnerorganisation YEU 150 so genannte Family-Kits an die betroffene Bevölkerung im Dorf Pilubang (Distrikt Padang Pariaman), nördlich von Padang im Westen Sumatras verteilt. Diese enthalten warme Decken und Hygieneartikel wie Handtücher und Seife. „Rund 90 Prozent der Häuser sind hier zerstört worden und die Menschen zum größten Teil obdachlos. Sie benötigen dringend Notunterkünfte, da auch die Regenzeit jetzt begonnen hat“, berichtet Nicole Derbinski, Koordinatorin der Malteser Projekte in Indonesien, die sich derzeit im Erdbebengebiet befindet.

Aus diesem Grund verteilen die Helfer auch Matten zum Schlafen und Plastikplanen als Schutz vor dem starken Regen. Dringend benötigt werden weitere Planen für den Bau von Notunterkünften, Decken und Schlafmatten. Um die Bevölkerung in Pilubang weiterhin zu unterstützen werden die Malteser so schnell wie möglich über ihr lokales Teams weitere Hilfsgüter verteilen.

Bereits seit dem Tsunami im Dezember 2004 sind die Malteser in Indonesien aktiv. Da sich Malteser International im Rahmen seiner Tsunamihilfe auch besonders um die Stärkung der lokalen Strukturen bemüht hat, ist die Entsendung weiterer ausländischer Helfer derzeit nicht erforderlich.

Achtung Redaktionen!
Nicole Derbinski, Koordinatorin der Malteser Projekte in Indonesien, steht für telefonische Interviews zur Verfügung. Vermittlung unter 0221/9822-125.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH). Für die Opfer in Südostasien ist ADH dringend auf Spenden angewiesen:

Spendenkonto 102030
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Kennwort:: Katastrophen in Südostasien


Malteser stellen 40.000 Euro für Nothilfe in Sumatra und Vietnam zur Verfügung
01.10.2009

Für die Opfer der Erdbeben auf Sumatra stellen die Malteser 20.000 Euro zur Verfügung. Die Überlebenden benötigen insbesondere Notunterkünfte, Nahrungsmittel, sauberes Trinkwasser und notfallmedizinische Versorgung. Eine deutsche Expertin von Malteser International ist bereits auf dem Weg nach Padang, um den Hilfebedarf zu erkunden und so schnell wie möglich humanitäre Hilfe zu leisten. Eine lokale Partnerorganisation der Malteser ist mit einem vierköpfigen Team (Arzt, Krankenschwester, Physiotherapeut und Logistiker) und mit Hilfsgütern (Decken, Zeltplanen, Hygienekits und Medikamente) auf dem Landweg unterwegs nach Padang, um im Katastrophengebiet das Hilfsmaterial zu verteilen und mobile medizinische Versorgung zu leisten. Die Malteser sind bereits seit dem Tsunami 2004 in Indonesien tätig und leisteten auch nach dem schweren Erdbeben auf Java im Mai 2006 Not- und Wiederaufbauhilfe.

Weitere 20.000 Euro stellen die Malteser für Nothilfemaßnahmen nach dem Tropensturm Ketsana in Vietnam bereit, der zu großflächigen Überschwemmungen in Zentralvietnam geführt hat. Die Menschen haben ihre Häuser und Ernten verloren, Kühe, Schweine und Geflügel kamen in den Fluten um. Wasserversorgung, Transportwege und Kommunikationssysteme sind beschädigt. Betroffen sind auch die beiden Provinzen Quang-Nam und Danang, in denen die Malteser bereits seit 1996 tätig sind. Dort bereitet das lokale Team von Malteser International die Verteilung von Nahrungsmitteln wie Reis und Öl, von Decken, Moskitonetzen, Hygienekits und Wellblechen vor.

Die Malteser sind Mitglied von Aktion Deutschland Hilft (ADH). Für die Opfer in Südostasien ist ADH dringend auf Spenden angewiesen:

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Erster bundesweiter Malteser Social Day - Soziales Engagement statt Betriebsausflug am 25.09.2009
23.09.2009

Köln. Am ersten bundesweiten Malteser Social Day, dem 25. September 2009, beteiligen sich mehr als 600 Mitarbeiter aus mittelständischen und großen Unternehmen und weitere 280 Helfer in 70 Projekten an sieben Standorten in Deutschland.

„Wir wollen das große Thema „Corporate Social Responsibility“ ernst nehmen. Wir sind froh, durch zahlreiche tolle Projekte in Berlin, Frankfurt, München, Köln und anderen Städten viele interessierte Unternehmensmitarbeiter mit den Maltesern zusammenzubringen, um gemeinsam Gutes zu tun. Es geht darum, echte Begegnung mit anderen Menschen in unseren Städten zu ermöglichen. Das entspricht unserem Leitspruch ‚…weil Nähe zählt.“, so Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Ehrenamtspräsident des Malteser Hilfsdienstes.

Der Fokus liegt am 25. September unter anderem auf Obdachlosenarbeit, Betreuung von Kindern sowie Umfeldverschönerungen besonders in sozialen Brennpunkten. Das Ziel: Unternehmen und ihre Mitarbeiter übernehmen aktiv soziale Verantwortung. Gleichzeitig lernen sie die Arbeit der Malteser kennen und engagieren sich gemeinsam mit ihnen für ihre Mitmenschen.

Übersicht der Städte und Projekte:
    * Berlin: Kochen in der Malteser Suppenküche für Obdachlose und Stadtarme, Renovierung von Flur und Cafeteria des Malteser Schulprojektes St. Franziskus
    * Essen: Schaffung eines „Wegs der Sinne“ und Anlegen eines Kräutergartens in der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung
    * Stuttgart: Renovierung der Kindertagesstätte Rupert Mayer, Renovierung der Grundschule Neugereut, Außenanstrich der neuen Malteser Dienststelle in Sindelfingen, Neu- und Ausbau des Schulungsraumes in der Malteser Schule Baden-Württemberg
    * München: Innenanstrich der Malteser Rettungsdienstgaragen in Berg am Laim, Verschönerung der Parzivalschule
    * Köln: Mittagessen für Obdachlose und Gartenarbeit im Johanneshaus
      Hamburg: Renovierung und Verschönerung des Aufenthaltsraumes für Obdachlose des Malteser Nordlichts
    * Frankfurt: Unter anderem: Bau eines Kasperletheaters für die Kinder der Krabbelstube am Zoo, Präsentationstraining und Bewerbungstipps für Schüler der Bettina-Schule, Betreuung der Spielstationen bei der Griesheimer Kinderolympiade

Deutschlandweite Partner:
Credit Suisse, Thomson Reuters, Vodafone, Frankfurter Rundschau, BNP Paribas Group (Arval, Cardif, Corporate&Investment Banking, Securities Services)

Malteser Social Day 2009: In sieben deutschen Städten engagieren sich rund 900 Menschen für Obdachlose, Jugendliche und Kinder  • über 600 Mitarbeiter aus 28 deutschen Unternehmen  •  rund 70 soziale Projekte •  280 Malteser und Helferinnen und Helfer aus sozialen Einrichtungen •  unter dem Leitspruch „…weil Nähe zählt“


Vergleich 2002 bis 2008: Dynamik im Gesundheitswesen auch an den Unternehmenszahlen der Malteser Trägergesellschaft ablesbar
09.09.2009

Der "Sechs-Jahres-Vergleich" zeigt für die stationäre Altenhilfe ein Wachstum von 14 auf 22 Einrichtungen und damit ein Plus an Betreuungstagen von mehr als 200.000. Bei der Betreuungsintensität sind allerdings über die Jahre immer nur leichte Verschiebungen zwischen den Pflegestufen feststellbar und auch das Durchschnittsalter der Bewohner bewegt sich zwischen 82 und 84 Jahren. Im Bereich der Hospizarbeit und Palliativmedizin sowie der ambulanten Pflege stieg die Zahl der betreuten Menschen deutlich in den vergangen sechs Jahren. Die betrieblichen Erträge 2008 lagen bei mehr als 379 Millionen Euro und damit um 122 Millionen Euro höher als im Jahr 2002.

"Der Rückblick auf mehrere Jahre macht die Dynamik im Gesundheitswesen deutlich. 2009 geht die Bewegung für uns Malteser allerdings erstmals in die andere Richtung und wir mussten Einrichtungen abgeben. Das Krankenhaus in Hamm ist bereits an einen in der Region stärker aufgestellten katholischen Träger übergeben worden. Für das Krankenhaus in Jülich soll dies noch in diesem Jahr erfolgen. In beiden Fällen ist uns das nicht leicht gefallen, denn neben dem Abschied von den Institutionen fällt besonders der Abschied von den Menschen schwer, die wir zum Teil schon lange Jahre als Malteser Kollegen kennen und schätzen. Aber trotz dieser notwendigen Einschnitte sehen wir auch weiterhin für die MTG ein gezieltes Wachstum an ausgewählten Standorten vor. So befindet sich zum Beispiel gerade eine neue Malteser Altenhilfeeinrichtung in Essen im Bau", erklärte Karl Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender der MTG-Geschäftsführung.

Bereits seit 2002 enthalten die MTG-Unternehmensberichte und Unternehmenszahlen neben wirtschaftlichen Daten auch ausführliche Angaben zu den medizinischen und pflegerischen Leistungen. Die MTG-Unternehmenszahlen 2008 stehen als kostenloser Download  zur Verfügung unter www.malteser-traegergesellschaft.de.

In der MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH bündelt der Malteserorden die Trägerschaft seiner derzeit neun Krankenhäuser, seiner Fachklinik für Naturheilverfahren, 22 Einrichtungen der Altenhilfe, neun Einrichtungen und Dienste der Hospizarbeit und Palliativmedizin und sechs Ambulanten Pflegediensten in Deutschland. Mehr als 5.900 Mitarbeiter betreuen jährlich etwa 100.000 Patienten und Pflegebedürftige.


September: Alt-Handy-Monat - Malteser sammeln verstärkt Alt-Handys
31.08.2009

Köln. Mehr als 200 Malteser Dienststellen starten ab morgen, 1. September, besondere Aktionen, um im „Alt-Handy-Monat“ verstärkt gebrauchte Mobiltelefone zu sammeln. „Wer sein Alt-Handy den Maltesern spendet, leistet konkrete Hilfe für bedürftige Menschen“, betont Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Ehrenamtlicher Präsident des Malteser Hilfsdienstes.
Der Erlös geht an die Malteser „Aktion Lebensfreunde“ und kommt damit den Besuchs- und Begleitungsdiensten für Ältere, Menschen mit Behinderung, den Schulsanitätsdiensten der Malteser oder der Versorgung von Menschen ohne Krankenversicherung zu Gute.

Sechs Tonnen Handys, die bisher bei den Maltesern abgegeben wurden, werden entweder recycelt oder repariert und verkauft. „Auf diese Weise verbinden die Malteser und E-Plus Umweltziele mit sozialem Engagement,“ so Brandenstein-Zeppelin weiter. Zudem nimmt jeder, der sein Handy abgibt, an der Verlosung attraktiver Preise teil.
Rund 50.0000 Exemplare sind seit Beginn der Aktion im Jahr 2007 unter dem Motto „Ihr altes Handy – den Menschen zuliebe!“ abgegeben worden –

Die Internetseite www.malteser-sammeln-handys.de weist auf die Malteser Alt-Handy-Sammelstellen und Aktionen, nach Postleitzahlen geordnet, hin. In Meckenheim (Nordrhein-Westfalen) beispielsweise kann man sein Handy beim Altstadtfest am 5. und 6. September im Malteserzelt abgeben. Die Meckenheimer sammeln dort für ihren Schulsanitätsdienst.

Aktiv beteiligen sich 203 Gliederungen der Malteser, indem sie zentrale Sammlungen organisieren, Alt-Handy-Abholservice bei Firmen anbieten und Recycling-Umschläge an Schulen verteilen.
Infos zu den Projekten der „Aktion Lebensfreunde“ unter www.aktion-lebensfreunde.de.


Ulrike Kriener wird Schirmherrin der Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit Schauspielerin berichtet in "Leute Heute" (ZDF) über ihr Engagement
22.06.2009


Köln. Als Schirmherrin der Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit wird Ulrike Kriener am heutigen Freitag, 19.06.2009 erstmals ihr bundesweites Engagement vorstellen: In der ZDF-Sendung "Leute Heute" (17 Uhr 45) spricht sie über den Dienst. Die Schauspielerin, die unter anderem durch ihre Rolle als ZDF-"Kommissarin Lucas" bekannt wurde, zeigt sich gespannt auf ihre neue Aufgabe: "Ich freue mich, dass ich die Gelegenheit habe, auf die Kinder- und Jugendhospizarbeit der Malteser aufmerksam zu machen. Die betroffenen Familien brauchen jede Unterstützung und die Malteser leisten hier hervorragende Arbeit." Da sie selber ein Kind verloren hat, kennt sie die Situation der Betroffenen. Hans-Peter Lauffs, Geschäftsführer der Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH, dazu: "Wir freuen uns, dass wir mit Ulrike Kriener eine authentische und sympathische Patin für unsere Kinder- und Jugendhospizarbeit gewinnen konnten." Die Ernennungsurkunde erhielt Ulrike Kriener diese Woche in München.

Der im Januar 2006 gegründete Dienst richtet sich an Kinder und Jugendliche, die sich aufgrund einer lebensbegrenzenden Erkrankung in körperlicher, psychosozialer und spiritueller Not befinden. Die Malteser begleiten diese Patienten nicht nur in den letzten Wochen ihres Lebens, sondern bieten auch für ihre ganze Familie eine psychosoziale Begleitung während des oft jahrelangen Krankheitsverlaufs an. Bei sozialrechtlichen Fragen helfen die Malteser zudem durch die Vermittlung notwendiger Informationen. Der Kinderhospizdienst wird durch Spenden finanziert, das Angebot ist jedoch für die betroffenen Familien kostenlos.

Ulrike Kriener gehört dank ihrer enormen Wandelbarkeit zu den meistbeschäftigten Charakter-darstellerinnen Deutschlands. Ihre besondere Fähigkeit, den Zuschauer innere Dramatik hinter der eher unauffälligen Alltagsfassade spüren zu lassen, trug ihr für mittlerweile über 70 TV- und Kinofilme das einhellige Lob des Publikums und der Kritiker ein. Für ihre schauspielerische Leistung wurde sie mehrfach aufgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Fernsehpreis. Auch ihrem mittlerweile dreijährigen Engagement für die Malteser Kinder- und Jugendhospizarbeit in München  widmete sie sich mit viel Zeit und Elan. In ihrer Funktion als Schirmherrin für diesen Dienst will sie nun auf die besondere Problematik in der Kinder- und Jugendhospizarbeit hinweisen.


Malteser im Einsatz für Erdbebenopfer in den Abruzzen

21.06.2009

Köln/L'Aquila. Nach dem verheerenden Erdbeben vom 6. April in L'Aquila leben noch immer rund 36.000 Erdbebenopfer in Zelten. Seit Samstag, 20. Juni, sind zehn deutsche Malteser aus den Diözesen Bamberg, Erfurt, München und Passau in den von italienischen Maltesern in San Felice d'Ocre und Poggio Roio betreuten Camps für die Erdbebenopfer im Einsatz.
Die italienischen Malteser (CISOM, Corpo Italiano di Soccorso dell'Ordine di Malta) betreuen seit dem Erdbeben zwei Camps und sind für die nächsten zwei Monate von den nationalen Behörden weiter für die Versorgung beauftragt. Im Rahmen der Kooperation der nationalen Hilfsdienste des Malteserordens haben die italienischen Malteser den deutschen Malteser Hilfsdienst gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst Austria um Unterstützung bei der Betreuung dieser Camps bis Ende August gebeten.
Die Einsatzkräfte sind jeweils zehn Tage für den laufenden Betrieb verantwortlich, im Wesentlichen für die Zubereitung und Ausgabe von Verpflegung, Transporte, Logistik sowie die Reinigung und Überwachung von Gemeinschaftseinrichtungen.

Neben den Unterstützungsleistungen für die italienischen Malteser zum Betrieb der Camps in der Region L'Aquila wird das erste deutsche Team auch die weiteren Einsatzbedingungen vor Ort für die nachfolgenden Einsatzkräfte aus Köln, Augsburg, Münster, Essen und Osnabrück erkunden und die Basis für die Zusammenarbeit mit den Teams der anderen nationalen Malteser legen.
Seit heute soll das Gebiet rund um den Domplatz in L'Aquila zumindest für Fußgänger wieder offen stehen. Die italienische Regierung hat mit der Errichtung von Holzbungalows für die Obdachlosen außerhalb der Stadt begonnen. Die Zeltstädte sollen dann schrittweise abgebaut werden.



Malteser Ausbildung - Knock on statt Knock out! Regina Halmich zeigt, worauf es ankommt

16.06.2009

Köln. Unter dem Motto 'Knock on - Ein Schlag fürs Leben' starten die Malteser ab 1. Juli als erste Organisation deutschlandweit ihr neues Konzept für die Breitenausbildung in Erster Hilfe. Flächendeckend wird an 480 Standorten in allen Kursen ab der zweiten Jahreshälfte der Umgang mit sogenannten automatisierten externen Defibrillatoren (AED) gelehrt. Als prominente Patin bestätigt Boxweltmeisterin Regina Halmich: "Die Hemmschwelle öffentlich erreichbare Defibrillatoren zu benutzen, ist leider sehr hoch. Die Malteser nehmen einem die Angst davor, zu helfen. Zu wissen, was man im entscheidenden Moment tun muss, ist einfach ein gutes Gefühl. Besonders wenn man weiß, dass dieses Wissen in erster Linie den Menschen zu Gute kommt, die einem am Herzen liegen. Denn die meisten Notfälle passieren zu Hause, in der Freizeit und am Arbeitsplatz.

Außerhalb von Krankenhäusern ist der plötzliche Herztod die häufigste Todesursache in Deutschland. Bis zu 50 Prozent der Betroffenen weisen Kammerflimmern auf. Stefan Markus, Ausbildungsleiter der Malteser: "Wir lehren als erster Anbieter bundesweit den Umgang mit Defibrillatoren und tragen so dazu bei, die Überlebensrate zu erhöhen." Die elektrische Defibrillation, bei der mittels großflächiger Elektroden ein Stromstoß auf den Körper des Betroffenen abgegeben wird, ist die einzig wirksame Behandlung des Kammerflimmerns. Der Erfolg wird durch den Faktor der schnellen Hilfe bestimmt. Eine Kombination aus sofortiger Frühdefibrillation und weiterführenden Wiederbelebungsmaßnahmen erhöht die Überlebenschancen des Betroffenen um 60 Prozent. Da bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes lebenswichtige Minuten vergehen, sei es "besonders wichtig, dass die Maßnahme der Frühdefibrillation auch von Laien durchgeführt werden kann", bekräftigt Markus. Regina Halmich bestätigt: "Erste-Hilfe-Ausbildung bei den Maltesern - die machen jeden fit!"

Die Malteser bieten individuell zugeschnittene Kurse für Betriebe und Freizeitclubs, für Senioren, junge Eltern und Kinder an. Moderne Medien sowie eine entsprechende medizinische und pädagogische Qualifikation der Malteser Ausbilder garantieren, dass man im tatsächlichen Notfall schnell und sicher helfen kann. Unter www.malteser-kurse.de findet man schnell einen für sich geeigneten Kurs. Der eigens eingerichtete Assistent führt einen sicher durch die vielfältigen Angebote. Natürlich kann man sich auch dort direkt online anmelden.



9. RETTmobil in Fulda: Malteser und McFit wollen die Retter fit machen

08.05.2009

Köln. Während der 9. RETTmobil in Fulda (13.-15. Mai 2009) präsentieren die Malteser in Halle D/ Stand 816 ihre vielfältigen Aus- und Fortbildungsangebote, die Retter fit zu machen. Aber nicht nur in fachlicher Hinsicht. Erstmals kooperieren die Malteser mit der McFit GmbH. Diese ist mit 750.000 Mitgliedern Deutschlands größte Fitnessstudiokette mit 106 Filialen. "Es geht uns darum, das Rettungsfachpersonal nicht nur inhaltlich, sondern auch körperlich auf diesen anspruchsvollen Beruf vorzubereiten und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten", betont Klaus Albert aus dem Malteser-Generalsekretariat diese Zusammenarbeit während der RettMobil. Dabei fordern immer mehr Rettungsdienstauftraggeber von den Rettern der Hilfsorganisationen analog zu den Beamten der Feuerwehren mittlerweile einen Mindeststandard an körperlicher Fitness.

"Körperliche Fitness und die richtige Ernährung sind Themen, die im Rettungsdienstalltag noch immer viel zu wenig thematisiert werden", so Albert weiter.  Im Rettungsdienstalltag gäbe es zwar hohe Standards und QM-Systeme, aber keine Fitnesspläne für die Mitarbeiter. Aus der Sicht der Malteser geht es bei der betrieblichen Förderung gesundheitsfördernder Maßnahmen um viel mehr, als um Waschbrettbäuche und glatte Gesichtshaut. Insbesondere die Verlegung der Verrentungsgrenze auf 67 Jahre stellt den gesamten Rettungsdienst vor große Herausforderungen. Der Rettungsassistent soll möglichst noch mit 66 Jahren in den enorm fordernden Situationen der Notfallrettung volle Leistung bringen. Aber bereits heute ist es so, dass nur wenige der Kollegen, die das Ruhestandsalter erreichen, dies ohne gesundheitliche Einschränkungen schaffen. Der Alltag in den Wachen ist häufig geprägt von hohen Krankenständen. Erkrankungen des Muskel- und Skelettapparates und Herz-Kreislauf-Erkrankungen resultieren aus den konkreten Arbeitsbedingungen. Schichtdienst über lange Jahre, enorme körperliche Belastungen beim Bewegen der teilweise massiv übergewichtigen Patienten und die Kreislaufbelastung beim Einsatz in der Hochhaussiedlungen kommen zusammen mit den psychischen Belastungen.

Während der RETTmobil werden Trainer von McFit am Stand der Malteser mit dem Messepublikum einfache Fitnesstests durchführen und individuelle Tipps zur Steigerung der körperlichen Fitness geben. Andreas Nowotsch, Fitnessexperte von McFit: "Wir haben für den Messeauftritt spezielle Tests entwickelt, auf deren Basis wir ein individuelles Trainingsprogramm aufbauen können. Wichtig sind die Komponenten Kraft, Ausdauer und Ernährung – hierbei freuen wir uns sehr über die Kooperation mit Dr. Braun von den Maltesern." Malteser-Betriebsarzt Dr. Wolfgang Braun, Arbeits- und Ernährungsmediziner, steht für Fragen rund um die richtige Ernährung vor, während und nach der Arbeit im Rettungsdienst zur Verfügung. "Wir sind sicher, dass wir mit der Betonung auf fachliche Kompetenz, körperliche Fitness und die richtige Ernährung einen wichtigen Messebeitrag leisten, der über die RETTmobil hinaus Impulse im Rettungsdienst geben wird."
 

 
Interview zur aktuellen Lage der Flüchtlinge in Sri Lanka - „Viele Menschen sind extrem ausgemergelt"
29.04.2009

Sri Lanka. Gerhard Serafin (42) ist amtierender Landeskoordinator von Malteser International in Sri Lanka mit Sitz in Colombo und hat sich kürzlich ein Bild von der Lage der Menschen in den Flüchtlingslagern verschaffen können.

Herr Serafin, die deutschen Medien berichten derzeit verstärkt über die Kampfhandlungen in Sri Lanka. Wie ist die Lage vor Ort?
Die srilankesische Regierung, die von der „größten Befreiungsaktion der Geschichte“ spricht, hat die Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) auf einem Gebiet von 16 Quadratkilometern eingekesselt.
In der Kampfzone selber schätzt man die Anzahl der verbliebenen Zivilisten auf cirka 50.000 Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Hilfsorganisationen haben zu dieser Zone keinen Zutritt. Aus dieser so genannten „No fire“-Zone sind alleine in den letzten Tagen über 110.000 Zivilisten geflüchtet. Die Menschen flüchten vor den Kämpfen und flüchten um ihr nacktes Überleben, oftmals mit nichts am Leib als ihrer völlig verschmutzten Kleidung. Unter den Flüchtlingen sind alte Männer, schwangere Frauen, und Kleinkinder. Oft haben sie tagelang nichts gegessen, viele sind extrem ausgemergelt. Den Menschen fehlt es am Nötigsten: Trinkwasser, Nahrungsmittel, Kleidung und medizinischer Versorgung.
Wer es aus dem Kampfgebiet schafft, wird von den Militärs einem „Screening“ unterzogen und anschließend auf eines der Flüchtlingslager in den drei Bezirken Vavuniya, Jaffna oder Mannar verteilt.

Sind die Hilfsorganisationen in der Lage, alle Flüchtlinge zu versorgen?
Alleine in Vavuniya kommen täglich 30 bis 35 Busse mit Flüchtlingen an. In einem der Busse haben wir 100 Menschen gezählt. Sie können sich vorstellen, dass die Lager zum Bersten voll sind, weit über die Kapazitätsgrenzen hinaus. Im größten Lager in Vavuniya leben derzeit 50.000 Menschen, die alle dringend auf Hilfe angewiesen sind. Oftmals wurden auch Schulen zu Flüchtlingscamps umfunktioniert. Diesem immensen Ansturm sind diese Lager nicht gewachsen. Daher sind die Hilfsorganisationen auch dringend auf Spenden angewiesen, um weiterhin wirkungsvoll helfen zu können.

Wie helfen die Organisationen und insbesondere die Malteser?
Die Hilfsleistungen sind zur Koordination in so genannte „Cluster“ unterteilt. Jede Hilfsorganisation ist für bestimmte Cluster eingeteilt, beispielsweise für die Hilfe mit sauberem Trinkwasser, für die Hilfe mit Nahrungsmitteln, die medizinische Versorgung oder für die Errichtung von Notunterkünften.
Die Malteser versorgen beispielsweise im Camp Saiva Pragasa in der Nahe von Vavuniya 3,620 Menschen. Dort verteilen wir Nahrungsmittel, aber auch Hygieneartikel wie Seife oder Damenbinden sowie Kleidung und klären über die Vermeidung von Krankheiten auf („hygiene promotion“).
In dem Camp Mannic-Farm bereiten wir gerade unseren Einsatz von freiwilligen Hygieneberatern vor. Dort werden wir dann übrigens auch mit dem Arbeiter-Samariter-Bund und CARE, beide Bündnispartner von Aktion Deutschland Hilft, zusammenarbeiten.

Herr Serafin, was ist jetzt wichtig?
Im Namen der Malteser, der Bündnispartner vor Ort und insbesondere der Flüchtlinge in Sri Lanka bitte ich die Menschen in Deutschland um Ihre Spende, damit diese Hilfe fortgesetzt und wo nötig auch ausgeweitet werden kann.

Das gesamte Interview finden Sie hier auch noch einmal als pdf-Dokument zum Download.

Aktion Deutschland Hilft, das Bündnis der Hilfsorganisationen, bittet die Bevölkerung um Spenden für die Flüchtlinge in Sri Lanka:
Stichwort: Sri Lanka Flüchtlinge
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Spendenhotline: 0900 55 10 20 30



Myanmar: Ein Jahr nach Zyklon Nargis - Malteser setzen Hilfe im Irrawaddy-Delta fort

27.04.2009

Köln. Die Malteser werden sich noch bis mindestens 2011 für die vom Zyklon Nargis betroffene Bevölkerung Myanmars helfend engagieren. Die Schwerpunkte liegen hierbei in den Bereichen Gesundheit, Wasser- und Sanitär-Versorgung sowie Katastrophenvorsorge. Auch ein Jahr nach Zyklon Nargis, der am 2. Mai 2008 weite Teile Myanmars verwüstete, ist der Wiederaufbau in dem besonders betroffenen Irrawaddy-Delta noch lange nicht abgeschlossen.

"Ein wichtiges Ziel unserer Projekte ist es, die Trinkwasserversorgung für rund 120.000 Menschen im Irrawaddy-Delta nachhaltig zu sichern" berichtet Sandra Harlass, Koordinatorin des Nargis-Wiederaufbauprogrammes der Malteser. "Bereits im vergangenen Jahr haben unsere Teams 115 versalzte Teiche und Brunnen gesäubert. Häufig ist jedoch der Boden so versalzen, dass viele Teiche und Brunnen nicht mehr genutzt werden können. Derzeit bereiten wir jede Woche 120.000 Liter Trinkwasser auf und bringen sie mit Booten in die Dörfer. Gleichzeitig bauen wir Regenwassersammelanlagen, um langfristig Trinkwasser bereitstellen zu können. Zur Verbesserung der sanitären Grundversorgung haben wir bereits 6.000 Latrinen gebaut.

"Alle unsere Wiederaufbaumaßnahmen sind auf Dorf- und Gemeindeebene in ein Programm zur Katastrophenvorsorge eingebettet", so Harlass weiter. "Die zehn neuen Schulen und sechs Gesundheitszentren werden zyklonsicher gebaut und als Evakuierungszentren mit zusätzlichen Wasserspeichern und sanitären Anlagen ausgestattet." Malteser Mitarbeiter unterrichten die Gesundheitsmitarbeiter der Gemeinden sowie weitere Dorfbewohner in Katastrophenvorsorge und helfen ihnen bei der Erstellung von Evakuierungsplänen.

Im Mai 2009 werden die Malteser die bereits wieder aufgebauten Gesundheitszentren auf "Middle Island" an die lokalen Gesundheitsbehörden übergeben. Sie werden diese jedoch weiterhin im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit und bei Impfkampagnen unterstützen sowie bei der Ausbildung von Mütterberatungsgruppen und Hebammen eng zusammenarbeiten. Das Projekt-Volumen beläuft sich auch 2009 wie im Vorjahr auf rund 2,34 Millionen Euro. Malteser International wird beim Wiederaufbau unter anderem von Caritas international und anderen Caritsgesellschaften, von der Bundesregierung und der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Insgesamt erreichte die Hilfe der Malteser nach Zyklon Nargis im vergangenen Jahr rund 275.000 Menschen. Nargis war einer der folgenschwersten tropischen Wirbelstürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Er forderte 140.000 Menschenleben und hinterließ 1,5 Millionen obdachlose Menschen. Malteser International ist bereits seit dem Jahr 2001 mit derzeit 320 lokalen und 17 internationalen Mitarbeitern in mehreren Regionen Myanmars tätig und war daher eine der ersten Organisationen,  die nach dem Zyklon Hilfe leisten konnte.


Spendenkonto 120 120 120
Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00)
Kennwort: Zyklon Nargis
www.malteser-spenden.de

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit.

Weitere Informationen: www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org



30 Jahre Malteser Jugend: Bundesjugendversammlung in Freising

2009 feiert die Malteser Jugend mit vielen Aktionen ihr 30-jähriges Bestehen.
 


Den Auftakt machte die Bundesjugendversammlung in Freising, in deren Rahmen die Malteser Jugend Taufkirchen für ihr außerordentliches Engagement bei der Aktion "Crossing Generation" geehrt wurde. Kaffeefahrten oder Bingo-Nachmittage organisierten die Jugendlichen, die bei ihrem Engagement kaum Grenzen kannten. Dafür erhielt die Taufkirchener Malteser Jugend bei der Versammlung einen Geldscheck für eine Wochenendfahrt. Große Freude herrschte auch bei den Traunsteiner Kids.

Im Rahmen eines Fotowettbewerbs zum 30. Geburtstag wurden zwei ihrer Motive als Bild für die Postkartenaktion der Malteser Jugend ausgewählt, darunter das Bild oben. Die Bundesjugendversammlung gratulierte beiden Jugendgruppen. 



Myanmar: Ein Jahr nach Zyklon Nargis - Malteser setzen Hilfe im Irrawaddy-Delta fort
27.04.2009

Köln.
Die Malteser werden sich noch bis mindestens 2011 für die vom Zyklon Nargis betroffene Bevölkerung Myanmars helfend engagieren. Die Schwerpunkte liegen hierbei in den Bereichen Gesundheit, Wasser- und Sanitär-Versorgung sowie Katastrophenvorsorge. Auch ein Jahr nach Zyklon Nargis, der am 2. Mai 2008 weite Teile Myanmars verwüstete, ist der Wiederaufbau in dem besonders betroffenen Irrawaddy-Delta noch lange nicht abgeschlossen.

"Ein wichtiges Ziel unserer Projekte ist es, die Trinkwasserversorgung für rund 120.000 Menschen im Irrawaddy-Delta nachhaltig zu sichern" berichtet Sandra Harlass, Koordinatorin des Nargis-Wiederaufbauprogrammes der Malteser. "Bereits im vergangenen Jahr haben unsere Teams 115 versalzte Teiche und Brunnen gesäubert. Häufig ist jedoch der Boden so versalzen, dass viele Teiche und Brunnen nicht mehr genutzt werden können. Derzeit bereiten wir jede Woche 120.000 Liter Trinkwasser auf und bringen sie mit Booten in die Dörfer. Gleichzeitig bauen wir Regenwassersammelanlagen, um langfristig Trinkwasser bereitstellen zu können. Zur Verbesserung der sanitären Grundversorgung haben wir bereits 6.000 Latrinen gebaut.

"Alle unsere Wiederaufbaumaßnahmen sind auf Dorf- und Gemeindeebene in ein Programm zur Katastrophenvorsorge eingebettet", so Harlass weiter. "Die zehn neuen Schulen und sechs Gesundheitszentren werden zyklonsicher gebaut und als Evakuierungszentren mit zusätzlichen Wasserspeichern und sanitären Anlagen ausgestattet." Malteser Mitarbeiter unterrichten die Gesundheitsmitarbeiter der Gemeinden sowie weitere Dorfbewohner in Katastrophenvorsorge und helfen ihnen bei der Erstellung von Evakuierungsplänen.

Im Mai 2009 werden die Malteser die bereits wieder aufgebauten Gesundheitszentren auf "Middle Island" an die lokalen Gesundheitsbehörden übergeben. Sie werden diese jedoch weiterhin im Bereich der Mutter-Kind-Gesundheit und bei Impfkampagnen unterstützen sowie bei der Ausbildung von Mütterberatungsgruppen und Hebammen eng zusammenarbeiten. Das Projekt-Volumen beläuft sich auch 2009 wie im Vorjahr auf rund 2,34 Millionen Euro. Malteser International wird beim Wiederaufbau unter anderem von Caritas international und anderen Caritsgesellschaften, von der Bundesregierung und der Europäischen Union finanziell unterstützt.

Insgesamt erreichte die Hilfe der Malteser nach Zyklon Nargis im vergangenen Jahr rund 275.000 Menschen. Nargis war einer der folgenschwersten tropischen Wirbelstürme seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Er forderte 140.000 Menschenleben und hinterließ 1,5 Millionen obdachlose Menschen. Malteser International ist bereits seit dem Jahr 2001 mit derzeit 320 lokalen und 17 internationalen Mitarbeitern in mehreren Regionen Myanmars tätig und war daher eine der ersten Organisationen,  die nach dem Zyklon Hilfe leisten konnte.

Achtung Redaktionen!
Sandra Harlass, Koordinatorin des Nargis-Wiederaufbauprogrammes der Malteser, steht für Interviews zur Verfügung.



Ursula von der Leyen: „Mehrgenerationenhäuser fördern das Miteinander der Generationen“ - Bundesfamilienministerin besucht das Mehrgenerationenhaus im Malteser Treffpunkt Freizeit in Potsdam

22.04.2009

Potsdam. Im Mehrgenerationenhaus Potsdam hat man längst erkannt, wie sich die Potsdamerinnen und Potsdamer engagiert und kreativ für das Gemeinwohl einsetzen können. Die Angebote stellen auf vielseitige Weise die Hilfe zur Selbsthilfe in den Vordergrund. Während Senioren gemeinsam mit Kindern Lieblingsrezepte aus ihrer Jugend kochen und wichtiges Wissen rund um gesunde Ernährung vermitteln, können Mütter während der Betreuungszeit ihrer Kinder Familienberatungsangebote wahrnehmen. So ist das Mehrgenerationenhaus Potsdam, welches aus dem Malteser Treffpunkt Freizeit hervorgegangen ist, in der Umgebung der Stadt Potsdam eine wichtige Anlaufstelle für Menschen aller Altersgruppen sowie aller ethnischen und sozialen Schichten geworden.
„Die Angebote des Mehrgenerationenhauses Potsdam sind bunt und abwechslungsreich. Es ist spürbar, wie entscheidend sie dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für die Menschen in Potsdam und Umgebung zu schaffen“, sagte Bundesministerin von der Leyen. Als besonders spannend erlebte die Ministerin die Vorstellung der Kindertheatergruppe "Am seidenen Faden", in der die Kinder ihre eigenen Marionetten her- und auch vorstellten.  „Ob Krabbelgruppe oder Seniorensport, Matheclub oder juristische Beratungsangebote, Erste Hilfe oder gesunde Ernährung - unser Mehrgenerationenhaus bietet neben bewährten Angeboten für jedes Alter immer wieder etwas Neues. So haben wir zum Beispiel unser Theaterangebot für Kinder und Jugendliche in diesem Jahr erweitert und laden herzlich dazu ein, uns hinter den Kulissen zu besuchen und mit uns die spannende Welt des Theaters zu entdecken“, sagten Miriam Schneider, Projektleiterin 'Treffpunkt Geschichte' der Malteser und Elisabeth Tänzler, pädagogische Leiterin der Malteser Werke in Potsdam. Theaterpädagogische Projekte, die von 130 Kindern und Jugendlichen genutzt werden, sind ein besonderes Anliegen der Einrichtung und sollen auch zukünftig stärker ausgebaut werden.

„Früher gab es größere Familien oder nachbarschaftliche Beziehungen, in denen alle Generationen ganz selbstverständlich miteinander lebten. Heute leben und arbeiten die Altersgruppen weitgehend getrennt voneinander. Jüngere Menschen wandern ab und die älteren Familienmitglieder beleiben zurück. Das freiwillige Engagement von Bürgerinnen und Bürgern, das in allen Altersgruppen vorhanden ist, muss gefördert werden. Deshalb möchte ich Initiativen, Kommunen und Träger in Potsdam und Potsdam-Mittelmark ermutigen, Mehrgenerationenhäuser einzurichten. Das Mehrgenerationenhaus Potsdam ist ein Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene jeden Alters sich im Alltag häufig und selbstverständlich begegnen, sich helfen und voneinander lernen. Dort findet das statt, was sonst in unserer Gesellschaft vergeblich gesucht wird. Unkompliziertes warmherziges Miteinander von Jung und Alt, gegenseitige Hilfe, gemeinsame Mahlzeiten, Feiern und Arbeiten“, sagte CDU-Bundestagsabgeordnete Katherina Reiche.

Das Haus der Malteser in Potsdam ist eines von 500 Mehrgenerationenhäusern in Deutschland. Im Rahmen des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser schaffen sie flächendeckend Orte der Begegnung für Menschen jeden Alters. Hier können alle voneinander lernen und füreinander da sein – wie in einer Großfamilie. Mit ihren Angeboten der Kinderbetreuung, Beratung sowie haushaltsnahen Dienstleistungen unterstützen die Mehrgenerationenhäuser Familien und entlasten Menschen im Alltag. Durch ihre Arbeit werden regionale Netze geknüpft, von denen auch lokale Unternehmen, die Region und das Land profitieren.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren erhält jedes Haus jährlich 40.000 Euro an Förderung. Das Mehrgenerationenhaus Potsdam ist eines von 28 in Brandenburg. Insgesamt profitieren 200 der 500 Häuser im Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von der Förderung aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).



Bremen: Miriam - Stellungnahme der Malteser
20.04.2009

Bremen.
Die Malteser sind tief betroffen über die abschließenden Ermittlungsergebnisse der Polizei. Wir bedauern es außerordentlich, dass Miriam erst am Donnerstagmorgen in unserem Fahrzeug gefunden wurde. Unser tiefes Mitgefühl gilt nicht nur Miriam, sondern auch den Eltern, die stundenlang im Ungewissen waren über den Verbleib ihrer Tochter.

Wir haben die Familie am vergangenen Sonntag besucht und uns persönlich entschuldigt. Die Begrüßung war ausgesprochen herzlich und das folgende Gespräch fand in einer positiven Atmosphäre statt. Wir wissen, dass das Geschehene nicht wieder gut zu machen ist, hoffen aber, dass Miriam und ihre Eltern es trotzdem verarbeiten können. Was in unserer Macht steht, tragen wir gerne dazu bei.

Damit der Vorfall lückenlos aufgeklärt wird, haben wir die polizeilichen Ermittlungen in jeder Hinsicht unterstützt: Der 32-jährige Fahrer ist seit zwei Jahren bei uns beschäftigt, sein 22 Jahre alter Beifahrer seit einem Jahr. Beide waren als zuverlässig und freundlich bekannt. Beide waren regelmäßig im Einsatz und bis zu diesem Vorfall hat es auch von unseren Kunden keinerlei Beschwerden gegeben. Leider haben beide gegen unser Qualitätsmanagement und gegen das, was wir in unseren Fahrerschulungen regelmäßig vermitteln, verstoßen. Wir werden die Erkenntnisse, die sich aus der Aufarbeitung ergeben, konsequent in unser weiteres Qualitätsmanagement einfließen lassen und umsetzen.

Der Malteser Fahrdienst ist ein wichtiger Dienst der Malteser. Insgesamt werden von der Dienststelle Bremen jeden Tag mehr als 170 Personen im Fahrdienst befördert. 2008 haben insgesamt 34.000 Personen den Linienfahrdienst der Malteser in Anspruch genommen. Eine aktuelle Kundenbefragung zeichnet durchweg ein positives Bild des Dienstes mit guten bis sehr guter Benotung. Dies beweist nicht zuletzt auch die Kundentreue: durchschnittlich bleibt jeder Kunde sechs Jahre bei den Maltesern. Damit die Kunden auch in Zukunft mit den Leistungen des Fahrdienstes zufrieden sind, achten die Malteser über ein internes Qualitätsmanagement strikt auf die Einhaltung der hohen Standards im Fahrdienst.

Angelika Gabriel, Bezirksgeschäftsführerin der Malteser in Bremen



Bremen: Mädchen im Fahrdienst - Stellungnahme der Malteser
17.04.2009

Bremen.
Die Malteser haben die heutigen vorläufigen Ermittlungsergebnisse der Polizei mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen. Wir bedauern es außerordentlich, dass Miriam erst am Donnerstagmorgen in unserem Fahrzeug gefunden wurde.

Unser tiefes Mitgefühl gilt nicht nur Miriam, sondern auch den Eltern, die stundenlang im Ungewissen waren über den Verbleib ihrer Tochter.
Wir können das Geschehene leider nicht rückgängig machen, arbeiten jedoch mit Nachdruck daran, diesen Vorfall lückenlos aufzuklären. Wir unterstützen die polizeilichen Ermittlungen hierbei in jeder Hinsicht und werden die nötigen Konsequenzen ziehen. Bei einer reinen Entschuldigung wird und darf es nicht bleiben.

Der 32-jährige Fahrer ist seit zwei Jahren bei uns beschäftigt, sein 22 Jahre alter Beifahrer seit einem Jahr. Beide sind innerhalb unserer Organisation anerkannt und beliebt sowie als zuverlässig und freundlich bekannt. Beide sind regelmäßig im Einsatz und bis vorgestern hat es auch von unseren Kunden keinerlei Beschwerden gegeben. Leider haben – nach bisherigen Erkenntnissen – beide gegen unser Qualitätsmanagement und gegen das, was wir in unseren Fahrerschulungen regelmäßig vermitteln, verstoßen. Wir werden die Erkenntnisse, die sich aus der Aufarbeitung ergeben, konsequent in unser weiteres Qualitätsmanagement einfließen lassen und umsetzen.

Der Malteser Fahrdienst ist ein wichtiger Dienst der Malteser. Von der Dienststelle Bremen werden jeden Tag mehr als 170 Personen im Fahrdienst befördert. 2008 haben insgesamt 34.000 Personen den Linienfahrdienst der Malteser in Anspruch genommen. Die umfassende Betreuung der Fahrgäste steht hierbei im Mittelpunkt. Eine aktuelle Kundenbefragung zeichnet durchweg ein positives Bild des Dienstes mit guten bis sehr guter Benotung. Dies beweist nicht zuletzt auch die Kundentreue: durchschnittlich bleibt jeder Kunde sechs Jahre bei den Maltesern. Damit die Kunden auch in Zukunft mit den Leistungen des Fahrdienstes zufrieden sind, achten die Malteser über ein internes Qualitätsmanagement strikt auf die Einhaltung der hohen Standards im Fahrdienst.



WÖHRL-Kleidersammlung zugunsten der Malteser/ Mehr als 25.000 Euro für Hilfsbedürftige Rund 13.000 Säcke an gut erhaltener Kleidung wurden abgegeben – Modehaus belohnt Spender mit über 390.000 Einkauf
08.04.2009

Köln.
Mehr als 25.000 Euro für die Malteser für Besuchs- und Begleitungsdienste oder die Malteser Migranten Medizin erbrachte die WÖHRL-Kleidersammlung der vergangenen Wochen. Dass ältere, vereinsamte Menschen bald häufiger netten Besuch von freundlichen Malteser Helfern bekommen oder kranke Kinder ohne Krankenversicherung wieder kostenlos medizinisch behandelt werden können, ist der Spendenbereitschaft engagierter WÖHRL-Kunden zu verdanken: Sie hatten ihre Schränke geplündert und säckeweise gut erhaltene Kleidungsstücke in ihr Traditionsmodehaus vor Ort getragen. Zu der Aktion hatte WÖHRL in Kooperation mit den Maltesern aufgerufen – und über 390.000 Einkaufgutscheine im Wert von drei Euro als kleines Dankeschön für die großzügigen Altkleider-Spender bereitgestellt. Der Erlös in Höhe von über 25.000 Euro der für beide Partner neuartigen Kooperation kommt nun einem breiten Spektrum von örtlichen Malteser Projekten zugute.   

Zur Kompetenz in Sachen aktuelle Modetrends und zuvorkommender Service gehört bei WÖHRL seit jeher auch ein ausgeprägter Sinn für soziale Verantwortung. Fast zwei Wochen lang waren die Türen von rund 30 teilnehmenden WÖHRL-Häusern nicht nur für Modefans geöffnet, die auf der Suche nach aktuellen Frühlingstrends hereinschauten – in Scharen strömten auch Besucher ins Haus, die ihre abgelegten Lieblingsstücke abgeben wollten.

Der Vorstandsvorsitzende der Rudolf Wöhrl AG, Gerhard Wöhrl, zeigte sich zum Ende der Aktion positiv überrascht von ihrer enormen Resonanz: „Die Bilanz von rund 13.000 gesammelten Kleidersäcken übertraf unsere kühnsten Erwartungen. Wir bedanken uns bei all unseren Kundinnen und Kunden sowie den zahlreichen Helfern, die unsere Aktion so tatkräftig unterstützt haben. Und wir freuen uns, dass wir mit einer einfachen Idee einen so sichtbaren Beitrag zur Arbeit der Malteser an unseren Standorten leisten.“ Der Präsident des Hilfsdienstes, Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, zeigte sich bewegt von der überwältigenden Hilfsbereitschaft der Spender und dankte dem Modehaus WÖHRL für seine tatkräftige Unterstützung: „Ohne die aktive Mitarbeit und den großzügigen Beitrag von insgesamt über 390.000 Einkaufsgutscheinen, die das Modehaus WÖHRL als unser Partner eingebracht hat, wäre ein solcher Erfolg sicher nicht möglich gewesen. Dieses Projekt ist ein denkwürdiges Beispiel dafür, wie viel gelebtes soziales Engagement in unserer Gesellschaft bewirken kann – und wir freuen uns auf eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Zusammenarbeit.“ Geplant sind derzeit zwei groß angelegte Kleider-Sammelaktionen pro Jahr zugunsten wichtiger sozialer Projekte der Malteser; die nächste Aktion wird voraussichtlich im August stattfinden.



Kompetenz in Demenz – Kölner Malteser absolvieren erfolgreich Trainer-Ausbildung in Schweden/Begegnung mit Königin Silvia
02.04.2009

Köln/Stockholm.
Die Malteser erwerben zusätzliche Kompetenz im Umgang mit Demenzkranken. Nach vier wöchiger Ausbildung in der palliativen Pflegephilosphie „Silviahemmet“ erhielten neun Malteser Mitarbeiter am 1. April ihre Trainer-Diplome in Stockholm.

Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes, begleitete die Teilnehmer zum Abschluss dieser ersten Phase des Modellprojektes der Malteser in Deutschland mit der Silviahemmet Stiftung nach Stockholm. Königin Silvia von Schweden, die Stiftungsvorsitzende, empfing die Malteser im Rahmen einer Feierstunde. Heereman sieht in dieser Kooperation eine große Chance: „Bis 2030 muss man von bis zu zwei Millionen Betroffenen in Deutschland ausgehn. Das zeigt, dass die Betreuung Demenzkranker in unseren Einrichtungen und Diensten in Zukunft völlig neue Herausforderungen an ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter stellen wird. Wir greifen deshalb bei der Qualifizierung unsere Mitarbeiter gerne auf die Erfahrungen von Silviahemmet zurück.“

Bei der persönlichen Begegnung mit Königin Silvia zeigte sich auch der Chefarzt der Geriatrie am Kölner Malteser Krankenhaus St. Hildegardis, Dr. Jochen Gerd Hoffmann, sehr dankbar für die Ausbildung: „Die Eckpfeiler des ganzheitlichen Ansatzes im Umgang mit dementiell Erkrankten, Symptomkontrolle, Teamwork, Unterstützung der Familien und Angehörigen sowie Kommunikation und Beziehungsarbeit, sind neu und eine deutliche Erweiterung des ärztlichen Blickwinkels.“ Er habe neue, einfache Wege kennen gelernt – außerhalb reiner medikamentöser Therapie, so der Mediziner. Die teilnehmenden Malteser waren beeindruckt von dem persönlichen Engagement der schwedischen Königin für die Verbesserung der Lebensqualität der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen sowie von ihrer Natürlichkeit und Ausstrahlung.

Die Stiftung Silviahemmet wurde 1996 durch die schwedische Königin ins Leben gerufen, um die Pflege Demenzkranker zu optimieren, das behandelnde und pflegende Personal auszubilden sowie die klinische Forschung im Bereich Demenz zu fördern. Ein besonderes Anliegen der Stiftung ist zudem, der Öffentlichkeit einen positiven Zugang zur Thematik Demenz zu ermöglich sowie den Angehörigen den Umgang mit den Erkrankten zu erleichtern. Geplant ist in den kommenden Monaten unter anderem die Einrichtung einer Akutstation für Patienten mit dementiellen Erkrankungen im Kölner St. Hildegardis Krankenhaus der Malteser.



Amoklauf in Winnenden: Malteser Göppingen weiter im Einsatz

23.03.2009

Winnenden/Göppingen. Die Malteser aus Göppingen waren auch während der Trauerfeier und des Staatsaktes am Samstag in Winnenden mit insgesamt knapp 30 Helfern im Einsatz. Neun der Einsatzkräfte stellten eine mobile Rettungswache mit Fahrzeug am Winnender Stadion, wo der Gottesdienst und Staatsakt auf Leinwände übertragen wurde. Die weiteren Helfer dienten als Reserveeinheit und waren in einem Bereitstellungsraum in Schorndorf stationiert. Hilfeleistungen gab es keine ­ alles sei ruhig verlaufen, berichtet Klaus-Peter Sturm aus der Malteser Einsatzleitung.

Bereits beim Trauergottesdienst am Abend des Unglückstages in der katholischen Pfarrkirche St. Karl Borromäus haben die Malteser Göppingen ­ gemeinsam mit Winnender Maltesern ­ im Gemeindesaal unter der Kirche einen Behandlungsplatz zur Betreuung der Trauernden eingerichtet und zwölf Patienten versorgt und betreut.


 
Amoklauf in Winnenden - Malteser im Einsatz: Ab heute psychosoziale Notfallversorgung
13.03.2009

Winnenden/Wendlingen
. Insgesamt 40 Einsatzkräfte der Malteser aus Nürtingen, Kirchheim, Göppingen und Winnenden waren gestern im Einsatz, um die Verletzten und Betroffenen des Amoklaufes in Winnenden notfallmedizinisch zu versorgen und psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) zu leisten. Seit heute stehen die Malteser für die psychosoziale Unterstützung von Betroffenen und Angehörigen bereit.

Beim Trauergottesdienst am Abend des Unglückstages in der katholischen Pfarrkirche St. Karl Borromäus haben die Malteser aus Winnenden und Göppingen im Gemeindesaal unter der Kirche einen Behandlungsplatz zur Betreuung der Trauernden eingerichtet. „Es waren insgesamt zwölf Hilfeleistungen am Abend – darunter in sechs Fällen in Form von Psychosozialer Notfallversorgung und fünf Mal internistisch bei Kreislaufzusammenbrüchen. Dabei war ein Transport ins Krankenhaus erforderlich“, erklärt Edmund Baur, Malteser Einsatzleiter vor Ort.

Bereits am Vormittag, am zweiten Tatort in Wendlingen, wo zwei Passanten sowie der Amokläufer selbst ums Leben kamen und zwei Polizisten schwer verletzt wurden, war die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Rettungsdienst der Malteser aus Nürtingen mit 19 Helfern, darunter zwei Notärzten, und einem Rettungswagen (RTW) im Einsatz. „Die Alarmierung erfolgte um 12.26 Uhr. 20 Minuten später war die SEG am Einsatzort“, berichtet Marc Lippe, Malteser Einsatzleiter aus Nürtingen. Die Malteser aus Kirchheim stellten zwei Helfer für die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), die in Wendlingen zum Einsatz kamen. Die Malteser Einsatzkräfte selbst werden seit heute von geschulten PSNV-Fachleuten der Malteser betreut.
 


Sri Lanka - Malteser: Hilfe für Bürgerkriegsflüchtlinge startet

05.03.2009

Köln. „Die Situation im Kriegsgebiet ist extrem besorgniserregend. Tausende Menschen versuchen, von der Front zu fliehen, die meisten können nicht mehr retten als die Kleider, die sie am Leib tragen“, berichtet Dr. Jürgen Clemens, Sri Lanka-Referent von Malteser International. „Die Situation in den so genannten ‚Transitlagern’ verschlechtert sich zunehmend, da täglich neue Vertriebene ankommen. Die Menschen leben unter katastrophalen Bedingungen, haben nicht genügend Trinkwasser und viel zu wenig Nahrungsmittel.“ Neben dem Ausbruch von Krankheiten droht daher auch eine Hungersnot in den Lagern. Im Norden Sri Lankas helfen die Maltesern daher den Menschen, die beim Bürgerkrieg ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben und ihre Dörfer wegen der Kämpfe verlassen mussten.

„Die hygienischen Verhältnisse sind unvorstellbar schlecht“, so Clemens. „Vor allem schwangere Frauen, Mütter und Kinder leiden unter der Situation.“ Gemeinsam mit ihrer sri lankischen Partnerorganisation Sarvodaya und voraussichtlich mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes werden die Malteser Hygiene-Kits (Seife, Waschschüsseln, Babypuder, Windeln,...) an die Betroffenen verteilen. Einheimische Gesundheitshelfer klären die Menschen in den Lagern über wichtige hygienische Grundregeln auf und erläutern, wie sie die Ansteckung mit Krankheiten vermeiden können. Außerdem versorgen die Malteser die Familien mit Kleidung und Moskitonetzen.


Malteser: Neuartige Kooperation mit Wöhrl/ Modehaus sammelt für drängende Malteser Projekte

04.03.2009

Köln. Im Rahmen einer völlig neuen Kooperation sammelt das Traditionsmodehaus WÖHRL an mehr als 30 Standorten bundesweit ab Montag, 9. März, zwei Wochen lang gut erhaltene Kleidungsstücke. Der Erlös der Kleidersammlung fließt direkt in lokale Malteser Projekte wie beispielsweise Besuchs- und Begleitungsdienste für ältere und einsame Menschen oder geht an die Malteser Migranten Medizin, Anlaufstellen für Menschen ohne Krankenversicherung.
"Wir hoffen sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger jetzt vor der neuen Saison aussortierte Kleidungsstücke in die WÖHRL -Häuser bringen", so Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Die Malteser sind sehr dankbar für das soziale Engagement von WÖHRL: "Für uns ist diese Zusammenarbeit eine völlig neue und sehr viel versprechende Form der Kooperation. Das Engagement von WÖHRL ist eine wertvolle Hilfe für unsere wichtige soziale Arbeit vor Ort. Wir sind sicher, dass wir mit den gemeinsamen Sammelaktionen an den WÖHRL Standorten viel Positives für arme, alte und einsame Menschen werden bewegen können," betont Brandenstein.
Pro Kleidungsstück gibt es Einkaufsgutscheine im Wert von bis zu neun Euro, die bei WÖHRL eingelöst werden können. Ob Kinderjeans oder Jogginganzug, Abendkleid oder Wintermantel - der Erlös der Sammelaktion kommt direkt den Maltesern zu. Die Malteser freuen sich daher auf ordentliche, saubere und vollständige Kleidung mit funktionsfähigen Reißverschlüssen.
Die März-Premiere soll fortgeführt werden: Zweimal im Jahr wird WÖHRL an über 30 Standorten nicht mehr benötigte Kleidung entgegennehmen und den Maltesern zur Verfügung stellen.

Auch Gerhard Wöhrl, Vorstandsvorsitzender der Unternehmensgruppe, freut sich über die Zusammenarbeit: "Nachhaltigkeit im Wirtschaften und der Einsatz für sozial Schwächere sind Werte, an die wir bei WÖHRL als traditionsreiches Familienunternehmen nicht nur glauben - wir leben diese auch ganz bewusst. Die gemeinsam mit den Maltesern ins Leben gerufene Sammelaktion gibt uns dazu eine gute Gelegenheit - und die Sicherheit, mit einem starken Partner die richtigen Projekte zu fördern."

Die Wöhrl-Unternehmensgruppe feierte 2008 ihr 75-jähriges Firmenjubiläum und hat heute 39 Standorte in Deutschland. Im letzten Jahr erwirtschaftete das Unternehmen entgegen dem Branchentrend eine deutliche Umsatzsteigerung und erreichte erstmals einen Bruttoumsatz von 380 Mio. Euro. Entsprechend zuversichtlich blickt man in die Zukunft.


Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ehrt herausragendes Engagement - Großes Bundesverdienstkreuz für Dr. Leo-Ferdinand Graf Henckel von Donnersmarck
26.02.2009

Berlin.
„Mit Freude überreiche ich Ihnen diese hohe Auszeichnung. Sie ist Ausdruck unseres Dankes für Ihren herausragenden Einsatz und Ihr Engagement“, so der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit, der heute Dr. Leo-Ferdinand Graf Henckel von Donnersmarck mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ehrte.

Henckel von Donnersmarck, 1935 in Schlesien geboren - Vater des Oscar-Preisträgers Florian Henckel - engagiert sich seit 50 Jahren für die Malteser.
Eine Dekade lang war er Präsident der Deutschen Malteserritter und der angeschlossenen Werke, u.a. des Malteser Hilfsdienstes. Dieses katholische Hilfswerk wuchs unter seiner Verantwortung zu einer breit aufgestellten Organisation mit 35.000 ehrenamtlichen und 18.000 hauptamtlichen Mitarbeitern sowie einer Million Mitgliedern bundesweit. Die Malteser sind an 700 Standorten in Deutschland vertreten. Graf Henckel ist zudem Kuratoriumsmitglied in der Fürst Donnersmarck-Stiftung, die sich seit 1916 in Berlin und im Umland für die Rehabilitation von Menschen mit Behinderung einsetzt.

„Ich fühle mich geehrt und bedanke mich sehr für die Auszeichnung. Hilfe für Bedürftige ist seit mehr als 900 Jahren der Auftrag der Malteser. Hierbei mitzuwirken, ist mir nie Last, sondern immer Freude gewesen“, so Henckel von Donnersmarck.

Sein Nachfolger als Präsident der Deutschen Assoziation des Souveränen Malteser Ritterordens, Dr. Erich Prinz von Lobkowicz: „Graf Henckel ist uns allen nicht nur wegen der Dauer und der Intensität seines Einsatzes ein Vorbild. Es hat es in besonderer Weise verstanden, Menschen für bürgerschaftliches Engagement zu begeistern“.
Wegen der Erkrankung des Geehrten fand die Überreichung des Verdienstordens in der Privatwohnung Henckels statt.


Malteser Ernährungstelefon am 27. März 2009 - Welches Gemüse passt zu mir?

24.02.2009

Köln.
Die Malteser bieten am Freitag, einen ganz besonderen Service: Von 14.30 bis 18.00 Uhr beantwortet die Ernährungsexpertin Dagmar Heckmann unter der Rufnummer 0221/9822878 individuelle Fragen zum Thema „Gesunde Ernährung im Alter“. Ob angemessener Proteinbedarf oder Höhe der Nährstoffdichte - die Diplom-Ökotrophologin weiß die Antwort. Sie empfiehlt altersgerechte Lebensmittel, kennt die Alternativen bei Unverträglichkeiten und weiß, was eine optimale Ernährung auszeichnet.

„Ein nicht angemessener Energiegehalt und ungünstige Zusammensetzung charakterisieren die Ernährung vieler Senioren“, so Heckmann. Rund 30 Prozent der in den eigenen vier Wänden lebenden Senioren seien vom Untergewicht bedroht. „Viele bekommen nicht, was sie dringend benötigen: eine bedarfsgerechte und ausreichende Nährstoffzufuhr“, betont die Expertin. Zwar gehe im Alter der Energiebedarf auf Grund der nachlassenden körperlichen Aktivität zurück, der Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen bleibe jedoch unverändert und der Proteinbedarf sei teilweise sogar erhöht, so Heckmann. Zudem gestalte sich der Einkauf für Senioren häufig schwierig und es sei mühsam ein aufwändiges, gesundes Essen für nur eine oder zwei Personen auf den Tisch zu bekommen.

Hier schafft der Malteser Menüservice Abhilfe. An 365 Tagen im Jahr liefern freundliche Mitarbeiter schmackhafte Mittagsgerichte fix und fertig direkt nach Hause. „Der Speiseplan der Malteser stellt eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit ausgewählten Zutaten sicher“, so Heckmann. Er richte sich nach neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen. Rund vier Millionen Menüs liefert der Malteser Menüservice in der gesamten Bundesrepublik jährlich aus.


Malteser befürworten ausdrücklich null Toleranz im Karneval - Malteser: „Kein Verkauf von alkoholhaltigen Getränken an Kinder und Jugendliche“

16.02.2009

Köln.
Kurz vor dem Start in die heiße Phase des Straßenkarnevals appellieren die Malteser an alle Büdchen- und Kioskbetreiber, den Einzelhandel und die Schankbetriebe, keine alkoholischen Getränke an Kinder und Jugendliche zu verkaufen oder auszuschenken. Die Gesundheit der jungen Leute sei wichtiger als der finanzielle Gewinn und müsse unbedingt geschützt werden, betonte Johannes Freiherr Heereman, Geschäftsführender Präsident des Malteser Hilfsdienstes. Dies gelte auch und gerade zu einer Zeit, wo die gesellschaftliche Toleranz gegenüber dem Alkoholkonsum zunehme. „So schön die fünfte Jahreszeit auch ist – wir behandeln bei Karnevalseinsätzen auch schon Alkoholopfer, die gerade mal 11 Jahre alt sind“, warnt Heereman.

Der Appell der Malteser richtet sich auch an Eltern und Lehrer: „Wir dürfen uns nicht mit dem jugendlichen Trend zum übermäßigen Alkoholgenuss, abfinden, stattdessen müssen wir deutlicher über die Risiken des Alkoholmissbrauchs aufklären!“ Hochprozentiges und Alkoholmischgetränke übten auf Jugendliche eine unwahrscheinliche Anziehungskraft aus, welche durch Gruppendruck und öffentliche Ereignisse wie beispielsweise den Karneval zusätzlich verstärkt würden, so Heereman.

Die Malteser begrüßen daher die „Null-Toleranz-Linie“ der Polizei und Ordnungsämter gegenüber Kindern und Jugendlichen sowie dem Einzelhandel ausdrücklich. Vor allem Mädchen und junge Frauen würden die Risiken und Gefahren leichtfertig unterschätzen, die unbedachter Umgang mit alkoholischen Getränken mit sich brächten. „Nicht nur das eigene Verletzungsrisiko steigt mit der Promillezahl, sondern auch die Gefahr, Opfer eines Verbrechens zu werden“. Eine anhaltende und verstärkte Aufklärung über die Risiken des Umgangs mit alkoholischen Getränken sei genauso nötig wie die Kontrolle deren Ausschanks und Verkaufs. Über 23.000 junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren wurden vergangenes Jahr laut der Drogenbeauftragten der Bundesregierung volltrunken in Kliniken gebracht – deutlich mehr als in den Vorjahren.



Malteser Migranten Medizin - Weltkrankentag am 11. Februar: Erschreckend viele in Deutschland ohne Krankenversicherung

10.02.2009

Köln. Zum Weltkrankentag am kommenden Mittwoch, 11. Februar 2009, weisen die Malteser auf die „erschreckend hohe Zahl“ derer hin, die in Deutschland ohne Krankenversicherung sind. „Obwohl seit Jahresanfang hierzulande eine Pflicht zur Krankenversicherung besteht, ist der Bedarf für unsere Angebote nach wie vor da“, erklärt Angelika Haentjes-Börgers, Leiterin der Malteser Abteilung Migration.

So im Fall Milena (Name geändert): Wie die junge Ungarin nach Deutschland gekommen ist, darüber schweigt sie. "Fakt ist, dass Milena als Prostituierte arbeitet, keine Krankenversicherung hat und schwanger ist", so Haentjes-Börgers. In ihrer Not wendet sie sich an die Malteser Migranten Medizin (MMM). Hier nimmt man sich Milenas an, berät sie, veranlasst die erforderlichen Vorsorgeuntersuchungen und sorgt für eine Klinik, wo sie entbinden kann. Die Malteser helfen unter absoluter Wahrung der Anonymität. Angelika Haentjes-Börgers weiter: „Nach der Geburt hört unsere Hilfe nicht auf. Wir bieten eine Rundumversorgung für Mutter und Kind. In Köln haben wir sogar kinderärztliche Sprechstunden.“

Anders als der Name vermuten lässt, wird bei MMM nicht nur Ausländern geholfen, sondern auch vielen Deutschen. Zwar seien die gesetzlichen Krankenkassen seit April 2007 im Zuge der Gesundheitsreform dazu verpflichtet, ehemalige Mitglieder wieder aufzunehmen, doch müsse bei Wiedereintritt in die Kasse zuerst eine Prämie der versäumten Monate gezahlt werden. „Allein schon die monatlichen Beiträge sind für viele zu hoch. Ob gescheiterte Ich-AGs, ob Geschiedene, die aus der Krankenversicherung des langjährigen Partners gefallen sind –  viele Deutsche können sich eine Krankenversicherung immer noch nicht leisten“, so Haentjes-Börgers. In der Malteser Migranten Medizin finden sie einen Arzt, der die Erstuntersuchung und Notfallversorgung bei plötzlicher Erkrankung, Verletzung oder Schwangerschaft übernimmt.

In elf Großstädten unterhalten die Malteser inzwischen solche Einrichtungen. Kooperationen mit Kirchen, Verbänden und Vereinen ermöglichen weitere Schritte. Bundesweit steht MMM ein Netzwerk aus 300 niedergelassenen Ärzten aller Fachrichtungen zur Verfügung. Mehr als 30 Krankenhäuser übernehmen Patienten bei notwendiger stationärer Therapie. Seit Gründung der ersten Praxis in Berlin im Jahre 2001 haben über 15.000 Menschen diese Hilfe in Anspruch genommen, mehr als 700 Kindern haben die Malteser den Start ins Leben ermöglicht oder erleichtert.



20 Jahre Malteser Ungarnhilfe - Als der Vorhang zerriss
09.02.2009

Köln. Mit einer Heiligen Messe im Beisein von Fra’ Matthew Festing, dem Großmeister des Souveränen Malteser Ritterordens, feiert der Ungarische Malteser Caritasdienst am kommenden Mittwoch in der Budapester Kirche Zur heiligen Familie sein 20-jähriges Bestehen: Als Pendant zum Malteser Hilfsdienst e.V. in Deutschland, war im Februar 1989 der „Magyar Màltai Szeretetszolgalat“ in Budapest gegründet worden. Initiatorin war die später als „Engel von Budapest“ bekannt gewordene Csilla Freifrau von Boeselager.

„Dass unsere Hilfe zum friedlichen Wandel in Ungarn und im Ostblock beitragen würde, konnten wir in der Zeit nicht ahnen“, erinnert sich Wolfgang Wagner, damals Einsatzleiter der Malteser in Budapest. Zunächst habe man „nur“ Hilfslieferungen organisiert, doch dann hätten sich die Ereignisse überstürzt: Als im Sommer 1989 die Deutsche Botschaft der Welle zur Ausreise entschlossener DDR-Bürger nicht mehr Herr wurde, organisierte Freifrau von Boeselager zusammen mit den Maltesern deren Versorgung und Unterbringung. „Das Zeltlager im Garten der Pfarrei Zur heiligen Familie im Budapester Stadtteil Zugliget wurde zur politischen Schnittstelle“, so Wagner. Hier verkündete am 20. September 1989 um 20:15 Uhr Csilla Freifrau von Boeselager die bejubelte Nachricht des Außenministers Gyula Horn: „Die Bürger der DDR dürfen aus Ungarn nach Westen ausreisen.“

Csilla Freifrau von Boeselager war seit 1982 aktives Mitglied des Malteser Hilfsdienstes. Sie war Trägerin des Verdienstkreuzes „Pro Merito Melitensi“ des Souveränen Malteserordens. Auf Grund der unermüdlichen Sammlung von Spendengütern gelang es ihr zu Spitzenzeiten, täglich einen LKW nach Osteuropa zu senden, was ihr den Beinamen „Bester Bettler Europas“ einbrachte. Sie starb im Frühjahr 1994.



Ostkongo: Malteser weiten Hilfsmaßnahmen aus
30.01.2009

Köln.  Die Malteser versorgen mehr als 48.000 Binnenflüchtlinge im Ostkongo mit Nahrungsmitteln. "Wir erreichen jetzt deutlich mehr Menschen", freut sich Dennis Müller, der die Projekte im Kongo von Deutschland aus betreut. "Die Menschen mussten vor den Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und den Rebellen fliehen und trauen sich trotz des Waffenstillstandes noch nicht, in ihre Dörfer zurückzukehren“, so Müller. "Viele der Vertriebenen haben ihre Familie, ihr Haus und ihr gesamtes Hab und Gut verloren und sind dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.“

Die Malteser verteilen daher mehr als 500 Tonnen Mais, Gemüse, Öl und Salz in der Region Minova. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen finanziert die Nahrungsmittel - wie bereits im November als 30.000 Binnenflüchtlinge Hilfe erhielten.
 

Auch in einer zweiten Krisenregion im Nordosten des Kongos sind die Malteser aktiv: Heute startet ein Hilfsflug von Arua (Uganda) in die von den Rebellen der ugandischen Lord’s Resistance Army (LRA) geplünderte und zerstörte Stadt Faradje. Bei ihrem Überfall hatten die Rebellen das Krankenhaus der Stadt niedergebrannt und den Arzt des Hospitals getötet. Auch die anderen Gesundheitseinrichtungen in Faradje wurden geplündert oder gar komplett zerstört. Mit Unterstützung durch die Europäische Union liefert Malteser International nun 2,5 Tonnen Medikamente und medizinisches Verbrauchsmaterial, so dass das verbliebene Gesundheitspersonal die zahlreichen Verletzten behandeln und die Gesundheitsversorgung nach und nach wieder aufbauen kann. Weitere Hilfsmaßnahmen in der Region werden zurzeit vorbereitet.



Ostkongo: Malteser planen weitere Hilfe für Zivilisten
27.01.2009


Köln. Die Malteser bereiten sich auf weitere Hilfsmaßnahmen für die Zivilbevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor. "Wir beobachten mit Sorge die Entwicklung in der Region", erklärt Dennis Müller, Kongo-Experte von Malteser International. "Seit August 2008 wurden rund 850.000 intern Vertriebene gezählt. Diese Zahl würde im Fall einer weiteren Destabilisierung der politischen Lage drastisch ansteigen."


Seit dem Waffenstillstand zwischen der kongolesischen Armee und den Tutsi-Rebellen der CNDP herrsche „angespannte Ruhe in der krisengeschüttelten Region“. Die Festnahme des ehemaligen CNDP-Führers Laurent Nkunda in Ruanda und die geplante gemeinsame Offensive der Streitkräfte aus dem Kongo und Ruanda gegen die Hutu-Miliz FDLR könnten jedoch zu „neuen, heftigen Kämpfen“ führen.
 

Malteser International unterstreicht in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Notwendigkeit, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten. Vor allem der Schutz der Zivilbevölkerung müsse von allen Parteien beachtet werden und humanitäre Helfer müssten ungehinderten Zugang zu den Betroffenen erhalten.

Malteser International arbeitet seit 1996 im Ost-Kongo. Seit es im Herbst 2008 zu verstärkten Kämpfen zwischen der Regierungsarmee und Rebellen gekommen war, unterstützen die Malteser mehr als 30.000 Binnenflüchtlinge in der Region Minova mit der Verteilung von Nahrungsmitteln und behandeln besonders stark traumatisierte Vertriebene.   

Unterstützen auch Sie die Arbeit der Malteser im Kongo und spenden Sie:Spendenkonto 120 120 120, Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00), Stichwort: KongoOnline-Spenden: www.malteser-spenden.de 

Malteser International ist das weltweite Hilfswerk des Souveränen Malteserordens für humanitäre Hilfe. Die Organisation leistet in rund 200 Projekten in mehr als 20 Ländern Hilfe für Menschen in Not, unabhängig von deren Religion, Rasse oder politischer Überzeugung. Die christlichen Werte und die humanitären Prinzipien der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit bilden die Grundlage der Arbeit.

Weitere Informationen:
www.malteser-international.org und www.orderofmalta.org


Schutzengel mit Voice-over-IP/Malteser bieten jetzt auch Hausnotruf über Internet-Telefonie
23.01.2009

Köln. Die Malteser bieten ab sofort auch allen Kunden mit DSL- und Voice-over-IP-Anschlüssen Sicherheit und schnelle Hilfe rund um die Uhr. „Wir stellen fest, dass immer mehr unserer Kunden anstatt des früher üblichen analogen Telefonanschlusses einen Voice over IP-Anschluss haben, der das Telefonieren über das Internet ermöglicht“ erklärt Dirk Hucko, Marketingleiter der Malteser. „Mit neuen technischen Geräten ist es uns nun möglich, den Hausnotruf auch in Verbindung mit Voice-over IP anbieten.“

Seit 27 Jahren vermitteln die Malteser mit dem Hausnotruf bundesweit Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Zum Jahresbeginn mit einem ganz besonderen Angebot: Exklusiv bei Tchibo kann man den Hausnotruf der Malteser inklusive allen Leistungen des Malteser-Bereitschaftsdienstes zu Vorteilskonditionen erwerben. Die Installation des Notrufgerätes sowie der erste Monat sind bei diesem Angebot kostenlos. Weitere Infos zum Malteser Angebot bei Tchibo unter http://www.malteser-hausnotruf.de oder bis zum 31. März anrufen unter 01805/224380 (14 Cent/min. aus dem Netz der Deutschen Telekom, Mobilfunktnetze ggf. höher).

Das Prinzip des Hausnotrufs ist einfach: Die Hausnotruf-Teilnehmer sind über einen „Funkfinger“ im Notfall sofort mit der bundesweiten Hausnotruf-Zentrale der Malteser verbunden. Hier sind Tag und Nacht erfahrene Mitarbeiter im Einsatz, welche die Notrufe entgegen nehmen und sofort die notwendigen Rettungsmaßnahmen einleiten. „Viel hat sich in den vergangenen Jahren verändert“, sagt Dirk Hucko. „Die Geräte und der Funkfinger sind heute wesentlich kleiner und zugleich leistungsfähiger geworden.“ Die Nähe der Malteser sei so im Laufe der Jahre immer effizienter und unauffälliger in den Alltag integriert worden. „Wie Schutzengel, die immer da sind und helfen, ohne dass man sie sieht - und mit VoIP auf dem allerneuesten Stand.“

Christlich und engagiert: Die Malteser setzen sich für Bedürftige ein. [Hilfe für mehr als acht Millionen Menschen pro Jahr weltweit • 53.000 Engagierte in Ehren- und Hauptamt • an mehr als 700 Orten • über 950.000 Förderer und Mitglieder]


 

 

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