Hilfe für Helfer und Angehörige
Dieser Dienst wird von den Aschaffenburger Maltesern, dem Bayerischen Roten Kreuz Aschaffenburg, der Bergwacht Aschaffenburg und der Notfallseelsorge Aschaffenburg gemeinsam getragen.
Die Einsätze erfolgen immer kostenfrei!
Alle Mitarbeiter des Teams sind nach einheitlichen und allgemein anerkannten Kriterien ausgebildet.
Als anerkannte Experten für psychosoziale Notfallversorgung in einer kirchlichen Hilfsorganisation bieten wir eine qualifizierte und auf den Fundamenten des Christentums beruhende Betreuung und Begleitung von Menschen in akuten Krisensituationen.
Im Malteser Hilfsdienst versteht Krisenintervention ihre Tätigkeit als präventive Maßnahme zur Verringerung der Entstehung manifester Krankheitsbilder. Wir wollen eine erste Hilfestellung zur Stabilisierung und Orientierung bieten. Mit unserem christlichen Selbstverständnis und unserer Fachkompetenz sind wir in dunklen Stunden da. Damit heben wir uns bewusst von anderen säkularen Einrichtungen ab.
Außergewöhnliche belastende Ereignisse wie Unfälle, Gewalt oder Katastrophen rufen bei vielen Menschen vorübergehend starke Reaktionen und Gefühle hervor. Davon können auch Augenzeugen und vor allem Angehörige betroffen sein.
Krisenintervention arbeitet mit der Notfallseelsorge zusammen und wird über den Rettungsdienst und die Polizei alarmiert.
Der Malteser Hilfsdienst hat einen hohen Kompetenz- und Qualitätsanspruch im ehren- und hauptamtlichen Bereich. Der Mensch steht mit Leib und Seele im Mittelpunkt des Tuns. Für ihn engagieren sich die Malteser, ihn nehmen sie in seiner Not wahr und ernst. Trotz aller Bedrängnis in der Krise geben Malteser Zeugnis von der Hoffnung, die sie trägt.
Der Glaube wird deutlich durch freundliche, zuverlässige und kompetente Hilfe. Die Stärken des Malteser Hilfsdienstes liegen u.a. in der Notfallkompetenz, die sich in der Notfallvorsorge und hier im Bereich Psychosoziale Notfallversorgung wieder finden. Dies ist eine der Kernkompetenzen der Malteser. Als anerkannte Experten für psychosoziale Notfallversorgung in einer kirchlichen Hilfsorganisation bieten sie eine qualifizierte und auf den Fundamenten des Christentums beruhende Betreuung und Begleitung von Menschen in akuten Krisensituationen an. Der Malteser Hilfsdienst versteht Krisenintervention, als präventive Maßnahme zur Verringerung der Entstehung manifester Krankheitsbilder. „ Die Krisenintervention im Rettungsdienst (KIT) ist eine Struktur, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, als integraler Bestandteil des bestehenden Rettungsdienstes psychisch traumatisierte Patienten im Sinne eines Akutdienstes ambulant zu betreuen.“ (C.H. Daschner). In diesem Sinne bieten Malteser eine erste Hilfestellung zur Stabilisierung und Orientierung. Mit ihrem christlichen Selbstverständnis und ihrer Fachkompetenz sind sie in Krisensituationen präsent. Damit heben sich Malteser bewusst von anderen säkularen Einrichtungen ab.
Folgende Indikationenliste ist festgesetzt:
- Generelle Alarmierungsgründe:
- Tödlicher Unfall ( jeglicher Genese); dazu gehören auch Arbeitsunfälle
- Unfall mit öffentlichen Verkehrsmitteln / Schienenfahrzeug
Neben der Akutbetreuung von Angehörigen gehört dazu auch die Akutintervention von Fahrzeugführern öffentlicher Verkehrsmittel.
- Kapitalverbrechen: Raub- und Banküberfälle; Mord;
- Suizid
- SIDS / Tod eines Kindes
- Vermisste Person
- Katastrophe / Massenanfall an Verletzten (Zusammenarbeit mit Katastophenschutz im Bereich Soziale Betreuung. Der Bereich PSNV hat Leitungscharakter)
- Überlanger Rettungseinsatz (mit besonderer Belastung von Angehörigen)
- Situative Alarmierungsgründe:
- Laufende/Erfolglose Reanimation
- Suizidversuch - Beinhaltet die Betreuung von Augenzeugen und Angehörigen als Akutintervention
- Kind in Not (ohne Einschränkungen)
- Alarmierungsausschluss:
- Stressbelastete Einsatzkräfte
- (Ehe)–Streitigkeiten
- Psychische Erkrankungen
- Drogen und Alkohol
- Polizeiliche Aufgaben (z.B. Deeskalation)
- „talk down“ bei Einsatz „Person droht zu springen“
Das Kriseninterventionsteam will den Betroffenen Orientierung geben und die Verarbeitung der schrecklichen Ereignisse unterstützen sowie seine eigene Handlungsfähigkeit wiederherstellen.
Wie läuft eine Betreuung ab?
Besonders in der ersten Phase der Betreuung liegt der Akzent weniger auf der Gesprächsführung als in einer engagierten Präsenz des Mitarbeiters. Das Ziel der Betreuung liegt darin, dass der Betroffene seine Handlungsfähigkeit wiedergewinnt und er bei der ersten Bewältigung seiner Eindrücke und der emotionalen Stabilisierung unterstützt wird.
In den Situationen, bei denen der Bedarf einer professionellen therapeutischen Intervention absehbar wird, arbeitet das KIT eng mit psychosozialen Einrichtungen zusammen.
Die Betreuung durch einen Krisenhelfer dauert in der Regel ca. ein bis zwei Stunden. Diese Zeit ist ausreichend um in einer ersten Phase die Situation psychisch traumatisierte Menschen deutlich zu stützen.
Unser Ansprechpartner
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